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MainpostNews Beitrag 960 - Mittwoch, Mai 17, 2000 um 07:59:43 ()
FC 05 reißt sich am Riemen
REGIONALLIGA SÜD Hans Strauß: KSC Amateure - FC 05 Schweinfurt 1:2 (1:0)
Der FC 05 darf wieder auf die Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga hoffen. Eine nicht mehr für möglich gehaltene starke zweite Halbzeit sorgte nach sechs sieglosen Spielen für den 2:1-Erfolg bei den Amateuren des Karlsruher SC. Festus Agu brach den Bann. Nach 498 torlosen Minuten der Schweinfurter erzielte der Nigerianer den 1:1-Ausgleich. Der eingewechselte Kristian Sprecakovic erzielte an alter Wirkungsstätte sogar noch den Siegtreffer der Schweinfurter, die Wehen vom Relegationsplatz 13 verdrängten und nur noch einen Zähler hinter dem VfR Aalen liegen.
Der FC 05 begann die Partie mit der gleichen Besetzung wie bei der Heimniederlage gegen Burghausen. Und es passierte, was nicht passieren durfte: Karlsruhe ging schnell in Führung. Marc Römer drückte bereits in der vierten Minute eine Hereingabe zu seinem zwölften Saisontor ins Netz. Entscheidend: Josef Tuma hatte Heiko Butscher, der die Vorlage gab, an der Torauslinie einfach vorbei ziehen lassen. Für den Rest der ersten Spielhälfte präsentierte sich der zum Manndecker umfunktionierte Tuma als Nervenbündel. Der Rückstand lähmte die gesamte Schweinfurter Mannschaft.
Der Spielfreude der Karlsruher hatten sie wenig entgegen zu setzen, eigene Offensivbemühungen scheiterten meist im Ansatz. Es war reines Glück, dass sich die Unterfranken keine weiteren Gegentreffer einfingen. Erneut Römer scheiterte am Innenpfosten, Bewacher Gröger war gegen den Mittelstürmer zu spät gekommen (20.). Einen Nachschuss von Linksaußen Richard Bokatola-Lossombo parierte Torwart Ralf Scherbaum mit einem Reflex (31.).
Das erste Lebenszeichen des FC 05 war ein 20-Meter-Schuss von Müjdat Karagöz, der abgefälscht am Außenpfosten landete (33.). Danach gingen die Schweinfurter etwas energischer zu Werke, ohne nochmals gefährlich zu werden. Den Versuch von Velibor Teofilovic, einen Strafstoß heraus zu schinden, ahndete Schiedsrichter Wolfgang Walz mit der gelben Karte.
Mit zwei Wechseln versuchte Trainer Djuradj Vasic der Partie eine Wende zu geben. Für Tuma und Karagöz kamen mit Pero Skoric und Kristian Sprecakovic zwei ehemalige Karlsruher herein. Beide wirkten stabilisierend, zudem gewannen die Schweinfurter nun deutlich mehr Zweikämpfe und machten das Spiel.
KSC-Torwart Martin Fischer bekam endlich mehr Arbeit, ohne allerdings ernsthaft geprüft zu werden. Das änderte sich erst mit einem Schuß von Sprecakovic, den Fischer glänzend parierte (68.). Wenig später dann die Erlösung für den FC 05: eine Kopfball-Stafette von Teofilovic und Thorsten Seufert brachte Agu in Position, der den Ball an Fischer vorbei ins Netz schlenzte (70.). Und die Gäste blieben am Drücker, wollten den Sieg. Der agile Sprecakovic setzte den Ball bedrängt knapp am Pfosten vorbei (77.). Auch Teofilovic verpasste den zweiten Treffer nur knapp (85.). Spercakovic krönte seine tolle Leistung an alter Wirkungsstätte mit einem Schrägschuss zum Siegtor (86.). Der Jubel bei den Schweinfurtern nach dem Schlusspfiff war groß.
Karlsruhe: Fischer - Butscher, Rapp (76. Helf-
rich), Zepek, Rothenbach - D. Eller, Schütterle
(76. S. Eller), Ollhoff - Akin (66. S. Eller),
Römer, Bokatola-Lossombo.
FC 05: Scherbaum - Rögele - Dorbath, Grö-
ger, Tuma (46. Skoric) - Hein, Teofilovic, Wir-
sching, Karagöz (46. Sprecakovic)- Agu (70.
M. Gerhardt), Seufert.
Tore: 1:0 Römer (4.), 1:1 Agu (70.), 1:2 Spre-
cakovic (86.). Schiedsrichter: Walz (Öhrin-
gen). Zuschauer: 320. Beste Spieler: Rothen-
bach, Fischer - Sprecakovic, Teofilovic. - http://www.mainpost.de/nl2view/?id=A1EQU
News Beitrag 959 - Dienstag, Mai 16, 2000 um 10:05:47 ()
Mannschaft nimmt Formen an!(Teil 2)
Die neue Mannschaft des KSC nimmt Formen an. Ziemlich sicher werden folgende Profis dem KSC auch in der Regionalliga erhalten bleiben: Marco Grimm
Christian Kritzer
Stefan Meißner
Carsten Lakies
Diese Spieler wurde nach Absprache mit dem Interimscoach Marco Pezziaiuoli und dem neuen Trainer, Stefan Kuntz für den neuen Regionalliga Kader als wichtig und finanzierbar erachtet. Außerdem stehen die Chancen für ein Verbleiben von Torhüter Thomas Walter im Wildpark, nach Aussage von Sportdirektor Guido Buchwald, sehr gut.
Anfragen hat der KSC auch für einige Spieler, die wohl auch mit großer Wahrscheinlichkeit den KSC verlassen werden:
Marc Arnold
Martin Braun
Mark Kienle
Daniel Addo
Eric Edmann
Christian Fährmann (war für diese Saison ausgeliehen)
Darko Josinovic
Verlassen werden den KSC wohl (alles noch mit Vorsicht zu genießen):
Michael Molata (Hannover 96)
Jens Bäumer (TB)
Vragel Da Silva (Italien)
M. Amadou (Hannover 96)
Miran Pavlin (SC Freiburg, war nur für diese Saison ausgeliehen, Vertrag wurde bereits aufgelöst)
Douglas Sequiera (Richtung Mexiko)
Patrick De Napoli (Gladbach, war für diese Saison ausgeliehen)
Anfragen gibt es weiterhin für:
Benjamin Auer (TB und Gladbach)
Eine Wende könnte im Fall Rainer Krieg eintreten. Der KSC verlangt für den Wechsel von Rainer Krieg zum 1. FC Saarbrücken eine Ablösesumme. Diese Forderung stößt beim designierten Aufsteiger aus dem Saarland nicht auf Gegenliebe. Die Saarländer, die Rainer Krieg ein sehr gutes Gehalt zahlen wollen, scheinen nicht gewillt zu sein eine Ablöse für den Goalgetter zu bezahlen. Der KSC scheint aber tatsächlich berechtigt zu sein, diese von den Saarbrückern zu verlangen. Letztendlich könnte der Wechsel von Rainer Krieg dadurch zum Scheitern verurteilt zu sein.
Ob die oben genannten Spieler wirklich alle den KSC verlasen ist jedoch nicht sicher, bei denen die noch einen gültigen Vertrag mit dem KSC haben, wird das wohl auch von den Ablösesummen abhängen. Das trifft auch auf den Fall Benjamin Auer zu, bei dem im Falle eines Wechsels, der 1. FC Kaiserslautern eine Ablösesumme verlangen kann. Die sportliche Leitung des KSC will aber weiterhin versuchen Benjamin Auer beim KSC zu halten. Im Verlauf des heutigen Tages werden weitere Entscheidungen des KSC erwartet, die aber auch von den Spielern abhängig sind.
News Beitrag 958 - Montag, Mai 15, 2000 um 19:18:16 ()
Ablöse für Amadou muss noch ausgehandelt werden
Hannover - Fußball-Zweitligist Hannover 96 treibt seine Personalplanungen für die neue Saison weiter voran. Nach der als sicher geltenden Verpflichtung von Abwehrspieler Michael Molata vom Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC steht nun auch dessen Teamkamerad Moudachirou Amadou vor einem Wechsel zu den Niedersachsen. Der 28 Jahre alte Defensivakteur soll sich mit dem Tabellensiebten bereits einig sein, die Vereine verhandeln über die Höhe der Ablösesumme.Weiterhin wollen die 96er noch in dieser Woche einen Vermarkter-Vertrag mit der Ufa unterschreiben. Im Gespräch ist eine Finanzspritze in Höhe von 15 Millionen Mark.
News Beitrag 957 - Montag, Mai 15, 2000 um 10:26:42 ()
Mannschaft nimmt Formen an!
Die neue Mannschaft des KSC nimmt Formen an. Definitiv beim KSC bleiben, werden folgende Spieler, die Ihre Verträge verlängert haben: Sven Eller
Dominik Eller
Martin Fischer (Torwart)
Bei Mark Römer hat der KSC seine Option gezogen, so daß auch er nächstes Jahr im Wildpark spielen wird.
Folgende Spieler aus der aktuellen Regionalliga Elf haben einen gültigen Vertrag beim KSC:
Akin Serhard
Sascha Benda
Michael Zepek
Heiko Butscher
Alessandro Caruso
Aydin Cetin
Jens Helfrich
Carsten Rotenbach
Minor Diaz
Jose-Antonio Bravo
Wer von diesen Spielern in der künftigen Regionalliga Elf spielen wird und wer in der Oberliga die Schuhe für den KSC schnürt ist noch offen. Außerdem besteht leider immer noch die Möglichkeit, daß der ein oder andere durch ein lukratives Angebot eines Profivereines den KSC doch noch verläßt.
Wer aus dem aktuellen Zweitligakader zu den Amateuren stößt wird in den nächsten Tagen geklärt, diese Entscheidungen werden zur Zeit von Sportdirektor Guido Buchwald und dem neuen KSC Trainer Stefan Kuntz diskutiert. Fakt ist, daß der KSC nicht in der Lage ist, sich finanziell gegenüber den Profivereinen der ersten und zweiten Liga duchzusetzten.
Am Wochenende wollte KSC Präsident Detlef Dietrich auf der Fahrt nach Köln Verhandlungen mit einigen Spielern des Profikaders führen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind jedoch bisher nicht bekannt. Es kann aber vermutet werden, daß in den nächsten Tagen etliche Vertragsabschlüsse bekannt werden. Als gebrannte Kinder wird man sich jedoch hüten voreilige Vertragsabschlüsse zu verkünden bevor nicht alle Unterschriften gesetzt sind.
Definitiv den KSC verlassen werden neben Rainer Krieg und Vragel da Silav auch Jens Bäumer und Miran Pavlin, dessen Vertrag bereits letzte Woche fristlos aufgekündigt wurde. Auch Torwart Simon Jentzsch wird den KSC mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen, denn sein Gehalte könnte das Gehaltsgefüge beim KSC sprengen, es ist aber auch möglich, daß die Mittel, die für die Weiterverpflichtung von Rainer Krieg zurückgehalten wurden, dafür genutzt werden Simon Jentzsch zu halten.
Frankfurter Rundschau News Beitrag 956 - Montag, Mai 15, 2000 um 08:12:15 ()
DFB hofft auf Solidar-Modell
Nordost-Klubs in Nöten Von Harald StengerDer Endspurt um die Plätze in der neuen, zweigleisigen Regionalliga ist in vollem Gange. Am 27. Mai ist die Saison beendet, am 23. Juni wird der DFB-Vorstand das letzte Wort über die Einteilung der neuen Klassen haben. Seit Mitte dieser Woche haben sieben von 62 Regionalliga-Bewerben alle Formalitäten der Wirtschaftlichkeits-Prüfung erfüllt. Heftig diskutiert wird allerdings über die Begleichung der Schulden bei der Berufsgenossenschaft VBG.
Langsam, aber sicher trennt sich die Spreu vom Weizen. Nicht nur sportlich. So können sich seit Mittwoch weitere fünf Klubs darüber freuen, alle finanziellen DFB-Bedingungen für die neue "Dritte Liga" erfüllt zu haben. Erhielten bei der ersten Prüfung Ende April nur der VfL Osnabrück und Preußen Münster einen positiven Bescheid, so erreichte in den vergangen Tagen weitere fünf Vereine die gute Nachricht. Der FSV Frankfurt, der FC Augsburg, Fortuna Düsseldorf, Bayer Uerdingen und Sachsen Leipzig sind danach regionalliga-tauglich.
Die restlichen 55 Kandidaten, die ihre Bewerbung abgegeben haben, müssen nun bis zum 26. Mai die noch fehlenden Unterlagen einreichen. Die hessischen Vertreter Darmstadt 98 und SV Wehen können diesem Termin, sofern sie sportlich ihre Chancen wahren, recht gelassen entgegen sehen. Beide Vereine müssen lediglich beim DFB eine Bürgschaft hinterlegen, mit der ein Monatsgehalt der für das kommende Spieljahr kalkulierten Personalkosten abgedeckt werden soll. Die Fuldaer Borussen könnte indes nur durch ein sportliches Wunder gerettet werden, höchstens über den Umweg der Relegationsrunde, in der der Tabellendreizehnte der Regionalliga Süd nach dem Verzicht der hessischen Anwärter auf den Oberliga-Meister aus Bayern oder Baden-Württemberg trifft.
Die Konstellation ist deshalb relativ einfach, weil Quelle Fürth, TSF Ditzingen und der SV Lohhof keine echten Ambitionen hatten. Ihre Anträge entsprachen nicht den Anforderungen. Dass sogar der Tabellenzwölfte der Regionalliga Süd automatisch für die neue Klasse qualifiziert ist, hängt mit dem Zweitliga-Abstieg des Karlsruher SC zusammen. Der Platz der KSC-Amateure fällt damit weg.
Obwohl nach intensiven Diskussionen die Zusammensetzung der künftig zwei- statt bisher vierteiligen Regionalliga immer klarere Konturen annimmt, ist dennoch ein "heißes Eisen" zu verhandeln. Es geht um die Begleichung ausstehender Beträge für das Jahr 1999 bei der Berufsgenossenschaft, die nach offiziell nicht bestätigten Angaben über zehn Millionen Mark betragen. Nur im Süden gibt es keine ernsthaften Probleme. Am größten ist das Minus einiger bis zu 1,5 Millionen Mark verschuldeten Nordost-Vereine.
Für den DFB eine delikate Situation. Denn falls die Klubs nicht zahlen können, ist er als Bürge gefordert. Dies wurde so vereinbart, als gemeinsam mit den Profiklubs nach zähem Ringen mit der VBG ein Kompromiss für den Vertragszeitraum von 1998 bis 2000 gefunden wurde. In allen Regionalligen ist daher ein Krisengipfel angesetzt - die Vereinsvertreter aus dem Süden treffen sich beispielsweise am Dienstag in Frankfurt und sollen dort über ein vom DFB vorbereitetes Solidar-Modell beraten. Ziel ist, das gültige Verursacher-Prinzip außer Kraft zu setzen und alle Regionalligisten dazu zu bewegen, einen höheren Sockelbetrag zu zahlen. Falls es nicht gelingt, die "Sorgenklubs" im Nordosten zu entlasten, dürfte es mit ihrer wirtschaftlichen Qualifikation sehr schwer werden - die Chancen für den angestrebten Kompromiss sind trotzdem als recht dürftig einzustufen. - http://www.fr-aktuell.de/fr/150/t150031.htm
News Beitrag 955 - Montag, Mai 15, 2000 um 08:02:57 ()
zweite fussball-liga / Zweite Kickers-Schlappe unter Stepanovic¸¸Blaue'' kleben hinten fest
¸¸Schäfer raus''-Rufe in Berlin - Karlsruher Sieg in Köln wertlosDie Zweite Fußball-Liga bleibt weiterhin turbulent: Nach der 0:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg wird es für die Stuttgarter Kickers am Tabellenende immer enger. Dagegen blamierte sich Spitzenreiter 1. FC Köln daheim gegen Schlusslicht Karlsruhe (1:2). Für den KSC war es ein Sieg ohne Wert.
stuttgart· Zweite Niederlage für Dragoslav Stepanovic und seine Stuttgarter Kickers in der Zweiten Fußball-Bundesliga: Nach 13 gewonnenen Punkten unter ¸¸Stepis'' Regie war es die zweite Pleite für die ¸¸Blauen''. Vor 10000 Zuschauern im Waldaustadion erzielten Krzynowek (29.), Leitl (49.) und Driller (82.) die Treffer für den Club, der damit seine Aufstiegschance wahrte.
Zwar erwischten die Kickers einen fulminanten Start, nutzten aber ihre beiden Großchancen nicht. Tomislav Maric (1.) scheiterte aus neun Metern am Nürnberger Pfosten, nachdem Gäste-Keeper Andreas Köpke bereits geschlagen war. Auch der Brasilianer Cassio konnte seine Torchance nicht nutzen. Selbst als Nürnbergs Spielmacher Stoilas (59.) durch eine gelb-rote Karte nur noch mit zehn Mann auf dem Platz standen, verstanden es die ¸¸Blauen'' nicht, aus der Überzahl einen Nutzen zu ziehen.
Im Gegenteil: Nach einem groben Foul von Kickers-Mittelfeldspieler Torsten Raspe (Rote Karte, 85.) an Driller beendeten die Degerlocher Kicker die Partie ebenfalls mit zehn Mann.
Für den Karlsruher SC war der überraschende 2:1-Erfolg bei Meister und Aufsteiger 1. FC Köln nur Makulatur: Bereits vor der Partie stand der KSC nach dem 2:1-Sieg des FC St. Pauli gegen Alemannia Aachen als erster Absteiger der zweiten Liga fest.
Wollitz brachte die Gastgeber in der zehnten Minute in Führung, doch Jens Bäumer, der bei Tennis Borussia Berlin einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, (39.) und Auer (78.) erzielten den nutzlosen Sieg vor 35000 Sieg gegen die Geißbock-Elf.
Im Rennen um den dritten Aufstiegsplatz läuft nun in der Zweiten Fußball-Bundesliga alles auf ein Foto-Finish hinaus. Energie Cottbus, der 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach gehen fast gleichauf in die letzten drei Runden der Saison.
Durch einen 3:2(1:0)-Sieg gegen Waldhof Mannheim behauptete Cottbus vorerst mit 49 Zählern den dritten Rang hinter dem VfL Bochum, der heute (20.15 Uhr/live im DSF) den FSV Mainz 05 empfängt und dem ¸¸Club''. Nur einen Zähler dahinter lauert Ex-Meister Gladbach, der dank des Brasilianers Chiquinho (76.) Abstiegskandidat Kickers Offenbach 1:0 (0:0) besiegte.
Rot sehen dagegen die Fans von Tennis Borussia Berlin, die die schwache Leistung der ¸¸Veilchen'' beim 1:2 (0:1) gegen die abstiegsbedrohten Fortuna aus Köln mit ¸¸Schäfer raus''-Rufen quittierten. Dem ansonsten eloquenten TeBe-Trainer verschlug es nach der vierten Heimpleite und dem Absturz ins Mittelfeld die Sprache.
Einen wichtigen Dreier im Rennen um den Klassenerhalt verbuchte auch Aufsteiger Chemnitzer FC, der bei Greuther Fürth 1:0 (0:0) gewann. sid/dpa
News Beitrag 954 - Montag, Mai 15, 2000 um 08:01:27 ()
Regionalliga / Pfullendorf fast schon sicher in Zweitliga-Aufstiegsrunde
Sommertheater um Thomas OllhoffNach der 3:6-Schlappe des VfR Mannheim gegen den SSV Reutlingen hat der SC Pfullendorf (2:1 in Wehen) in der Fußball-Regionalliga die Zweitbundesliga-Aufstiegsrunde fast schon sicher.
Ulm· Der SC Pfullendorf steht vor der Vollendung eines Märchens. In der letzten Saison nur wegen dem Zweitligaaufstieg der Offenbacher Kickers in der Regionalliga geblieben, fehlt den Badenern ein Punkt aus den letzten zwei Spielen zur Vizemeisterschaft und der Zweitbundesligaaufstiegsrunde (ein Aufsteiger). ¸¸Das ist unglaublich. Ich bin stolz'', sagt Manager Hans-Hermann Krane nach dem 2:1-Erfolg in Wehen, wo Interimstrainer Gerd Schwickert seinen Einstand gab.
Am vierten Juni bestreiten die Pfullendorfer ihr Heimspiel gegen den Südwest-Zweiten (LR Ahlen oder SF Siegen). Dann steht die Reise zum Verlierer der Zweitliga-Direktausscheidung zwischen Nordmeister VfL Osnabrück und Nordost-Titelträger Union Berlin an (siebter oder elfter Juni). Derweil sind die ersten Personalentscheidungen gefallen. Holger Wohland wechselt zu den Amateuren des TSV 1860 München, die sich ebenso wie Mannheim, Burghausen und die Amateure des VfB Stuttgart nun endgültig für die zweigleisige Regionalliga qualifiziert haben. Als Neuzugang präsentiert Pfullendorf Andreas Krämer aus Siegen. Beim VfR Aalen hat dagegen Dennis Hillebrand vom Ligakontrahenten TSF Ditzingen zugesagt.
Bei Aufsteiger SSV Reutlingen ist Thomas Ollhoff ein rotes Tuch. Der Mittelfeldakteur der Amateure des Karlsruher SC hatte im Februar einen Vertrag beim SSV unterschrieben. Jetzt verlängerte er seinen Kontrakt aber beim KSC bis 2002. Reutlingens Manager Wilfried Gröbner: ¸¸Wir bleiben hart. Ollhoff muss am 30. Juni bei uns antreten. Ansonsten wird er zwei Jahre gesperrt.''
Dieser Drohung sieht KSC-Amateurabteilungsleiter Günter Vogel gelassen entgegen. ¸¸Wir haben uns beim badischen Verband informiert. Wir kriegen auf jeden Fall Recht'', betont er.dg
News Beitrag 953 - Montag, Mai 15, 2000 um 08:00:08 ()
Djappa hat Akpoborie im Visier
Meister SSV Reutlingen lässt nicht locker - auch nicht im ¸¸Fall Ollhoff'': Sperre angedrohtMANNHEIM (jtö/StZ). 6:3 hat der SSV Reutlingen gewonnen - und das beim Tabellendritten VfR Mannheim. Der Regionalliga-Meister kennt kein Erbarmen. Bitter für Mannheim: Die Aufstiegsspiele zur zweiten Liga wird wohl der SC Pfullendorf bestreiten.
¸¸Wir sind zwar bereits im Ziel, werden deshalb aber nicht die Zügel schleifen und es nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen lassen'', hatte SSV-Trainer Armin Veh schon vor dem Spiel gesagt. Vehs gelehrige Schüler trumpften dann auch in bestechender Form auf, zeigten Mannheim die Grenzen auf. ¸¸Für mich war die Partie schon nach 22 Minuten entschieden'', spielte VfR-Trainer Günter Sebert auf den schnellen 3:0-Vorsprung des Tabellenführers an. Ralf Beckers Doppelschlag und der 30. Saisontreffer von Olivier Djappa rückten frühzeitig die Kräfteverhältnisse zurecht.
Die Gastgeber konnten sogar froh sein, nicht noch deutlicher in Rückstand zu geraten. In der Halbzeitpause opferte Sebert seinen Libero, setzte voll auf die Offensive. Eine Taktik, die freilich schnell durchkreuzt wurde. Der Rest war ein Kinderspiel, und am Ende hätten die Reutlinger sogar einen zweistelligen Kantersieg feiern können. ¸¸Wir haben immer wieder gekonnt zurückgeschlagen, wenn Mannheim etwas Hoffnung geschöpft hat'', sagte Veh und freute sich über die geschlossene Mannschaftsleistung.
Marco Langner, der Tormann, freute sich auch. Weniger natürlich über die für ihn ungewöhnlichen drei Gegentreffer. Aber: In der 68. Minute parierte er den Strafstoß von Dirk Anders. ¸¸Dieses Kunststück ist mir im Reutlinger Trikot noch nie gelungen.''
Mannheims Elfmeterschütze vom Dienst ist eigentlich Kujtim Shala. Der aber war wenige Minuten vor dem Spiel vom VfR-Trainer aus dem Kader geworfen worden. Shala sollte zunächst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der Kosovo-Albaner reagierte stocksauer, ließ sich in der Kabine vor dem Warmmachen ¸¸zu viel Zeit'' (Sebert). Damit dürfte das Kapitel Shala in Mannheim nach knapp zwei Jahren beendet sein.
Während Veh die Moral der ¸¸nie aufgebenden'' Mannheimer lobte, sah Sebert den Reutlinger Sieg auch in dieser Höhe als verdient an: ¸¸Wir dürfen uns nichts vormachen. Vom Spitzenreiter trennten uns heute Welten. Wir agierten viel zu ängstlich und hätten auch noch höher verlieren können.''
Der SSV auf Rekordjagd. Die Hundert-Tore-Marke soll passiert werden. Und Djappa, jetzt bei 32 Treffern angelangt, will Jonathan Akpoborie ablösen. Der hatte für die Stuttgarter Kickers einst in der dritten Liga einmal 37 Tore beigesteuert.
Applaus für den Meister - aber auch Ärger am Rande. Der ¸¸Fall Thomas Ollhoff'' sorgt nämlich anhaltend für Zündstoff. Wie berichtet, will der Karlsruher Mittelfeldspieler doch lieber beim KSC bleiben. Bei den Reutlingern beißt er damit aber auf Granit. SSV-Manager Wilfried Gröbner bestätigte, dass ihn jetzt Günter Vogel, der Amateurchef des KSC, angerufen habe. ¸¸Ollhoff, erzählte er mir, habe soeben seinen Vertrag verlängert. Ich habe dem Kollegen Vogel gesagt, dass wir seit dem 3. Februar einen rechtsgültigen Vertrag mit Ollhoff haben, und dass also Ollhoff bei uns anzutreten habe.'' Ollhoff werde nicht freigegeben, und an einer Ablösesumme aus Karlsruhe sei man nicht interessiert. ¸¸Wir geben keinen Schritt nach. Das heißt: Entweder spielt Ollhoff für und oder aber er spielt erst einmal überhaupt nicht mehr, weil er gesperrt wird.'' Auch SSV-Boss Dieter Winko bestätigte die harte Linie: ¸¸Diese Geschichte ziehen wir durch.''
SSV Reutlingen: Langner - Hofacker (81. Obafemi), Cast, Traub - Lexa (64. Wildmann), Becker (69. Sajaia), Agu, Aduobe, Janic - Djappa, Hoffmann.
News Beitrag 952 - Sonntag, Mai 14, 2000 um 23:05:31 ()
Karlsruhe verdirbt Köln die Aufstiegsfeier
Gegen den Absteiger aus Karlsruhe verloren die als Aufsteiger feststehenden Kölner vor heimischer Kulisse mit 1:2.Eine knappe Woche nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga und den anschließenden Feierlichkeiten machte sich beim 1. FC Köln Katerstimmung breit. Denn den Beweis der Erstklassigkeit blieb die Mannschaft von Erfolgstrainer Ewald Lienen beim 1:2 (1:1) gegen Absteiger Karlsruher SC schuldig. 32.500 Zuschauer kamen bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag ins Müngersdorfer Stadion und erlebten eine enttäuschende Leistung ihrer Mannschaft, die ihre erste Heimniederlage in dieser Saison kassierte. Nach der FC-Führung durch Klaus-Dieter "Pele" Wollitz in der elften und dem Ausgleich von Jens Bäumer in der 39. Minute gelang Benjamin Auer in der 78. Minute der Siegtreffer für die Gäste.
Lienen wurde in Köln dennoch wie ein Triumphator gefeiert. Vor dem Spiel erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen und klatschten minutenlang Beifall. Da hofften sie noch auf eine erstligareife Begegnung, die FC-Profis enttäuschten den Anhang anschließend aber bitterlich. Bis auf den Führungstreffer von Wollitz blieb es bei einer einzigen Torchance durch Kapitän Dirk Lottner, dessen Freistoß KSC-Torhüter Simon Jentzsch in der 37. Minute aber über die Querlatte lenkte. Der KSC nutzte seinerseits seine einzigen beiden Torgelegenheiten eiskalt aus.
Lienen wollte Spielern eine Chance geben, die im Saisonverlauf nur wenig zum Einsatz gekommen waren, diese konnten die Gelegenheit aber nicht nutzen. Michael Rösele war im Angriff ein Totalausfall. Auch Torwart Markus Pröll, einer der Garanten des Wiederaufstiegs, erlaubte sich teilweise haarsträubende Fehler.
News Beitrag 951 - Sonntag, Mai 14, 2000 um 23:03:15 ()
Kölner Nachwehen der Aufstiegsfeiern: 1:2-Pleite gegen Karlsruhe
Köln (dpa) - Die Spieler des Zweitliga-Meisters 1. FC Köln hatten offensichtlich noch mit den Nachwehen der Feierlichkeiten der vergangenen Woche zu kämpfen. Der Bundesliga-Aufsteiger unterlag am Sonntag vor 35 000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion gegen den Tabellenletzten Karlsruher SC in einer spielerisch schwachen Partie mit 1:2 (1:1). Wollitz brachte die Gastgeber in der zehnten Minute in Führung. Bäumer (39.) und Auer (78.) erzielten die Tore zum Karlsruher Sieg. Doch dieser Erfolg war für die Badener nur Makulatur: Bereits vor der Partie stand der KSC nach dem 2:1-Sieg des FC St. Pauli gegen Alemannia Aachen als erster Absteiger der zweiten Liga fest.Beflügelt vom Aufstieg startete das Team von Trainer Ewald Lienen mit viel Schwung in die Partie und erarbeite sich Torchancen. Kurth traf in der zweiten Minute nur das Außennetz. Auch Dziwior (10.) scheiterte mit einem Distanzschuss, der knapp das Karlsruher Tor verfehlte. Eine Minute später nahm Wollitz genauer Maß und erzielte aus zwölf Metern die Führung für die Geißbock-Elf. Doch dann war es mit der Kölner Herrlichkeit vorbei und die Begegnung verflachte bei hochsommerlichen Temperaturen immer mehr. Kurios der Ausgleich für die Gäste in der 39. Minute: Ein Freistoß von Bäumer aus 35 Metern flog an Freund und Feind vorbei ins Kölner Tor.
In der zweiten Hälfte setzten beide Teams den Sommerfußball fort. Einzig der 2:1-Siegtreffer durch Auer riss die Fans zu Emotionen auf der Tribüne hin: Die 35 000 FC-Anhänger pfiffen ihr müdes Team gnadenlos aus.
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