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Buchwald wird sportlicher Manager

Karlsruhe - Zweitliga-Schlusslicht Karlsruher SC geht mit Sportdirektor Guido Buchwald und Torjäger Rainer Krieg in die Fußball-Regionalliga.

Darauf hat sich der neue Präsident Detlef Dietrich am Wochenende mit dem Weltmeister von 1990 und dem Kapitän verständigt. Ferner deutet alles darauf hin, dass in der nächsten Saison der bisherige Amateurtrainer Edmund Becker Chefcoach wird.

Ex-Profi Metz soll Co-Trainer werden

Als Co-Trainer ist der Ex-Profi Gunther Metz vorgesehen. "Wir haben uns am Samstag mündlich darauf geeinigt, dass ich beim KSC bleibe", sagte der 32 Jahre alte Krieg, der am (morgigen) Montag einen Dreijahresvertrag mit zweijähriger Option auf eine Trainertätigkeit im Anschluss an seine aktive Karriere unterschreiben wird.

Der mit 15 Saisontreffern erfolgreichste Karlsruher Schütze war heftig vom MSV Duisburg, von der SpVgg Greuther Fürth und vom 1. FC Saarbrücken umworben worden. Geklärt ist auch die Zukunft von Buchwald. Der Schwabe wird ab sofort in der Position des Sportmanagers und -koordinators als Verbindungsglied zwischen Präsidium und Trainerstab arbeiten.

"Im Rahmen eines exakt definierten Aufgabenfeldes wird er den Spielerkader nach den sportlichen Vorstellungen des Trainerstabes und den finanziellen Vorgaben des Präsidiums zusammenstellen", sagte Dietrich. "Gleichzeitig wird Guido Buchwald die Marke KSC repräsentieren und seinen Bekanntheitsgrad und seine Kontakte zu Sport und Wirtschaft nutzen und für den KSC einbringen." Sport 1
News Beitrag 920 - Montag, Mai 08, 2000 um 10:44:01 ()

Krieg und Buchwald bleiben dem KSC erhalten

Karlsruhe - Die Dunkelheit der trüben Regionalligagewässer wird in der kommenden Saison (beginnt bereits am 29. Juli) wenigstens durch die klangvollen Namen zweier Lichtgestalten erhellt werden. Wie aus Vereinskreisen verlautete, werden sowohl Stürmer Rainer Krieg als auch Sportdirektor Guido Buchwald den Badenern auch in der kommenden Saison zur Verfügung stehen.

Krieg, der auch mit dem MSV Duisburg, der SpVgg Greuter Fürth, dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Saarbrücken in Verbindung gebracht worden war, wird am Montag einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Zusätzlich bekommt er eine Option auf eine Trainertätigkeit beim KSC nach Abschluss seiner aktiven sportlichen Laufbahn enthalten. Darauf einigte sich das neue Präsidium um den Steuerberater Detlef Dietrich mit dem 32-Jährigen.

Auch Weltmeister Guido Buchwald bleibt den Badenern erhalten. Mit leicht eingeschränkten Kompetenzen wird er als Sportmanager und -koordinator als Bindeglied zwischen Trainerstab und Präsidium fungieren.

"Im Rahmen eines exakt definierten Aufgabenfeldes wird er den Spielerkader nach den sportlichen Vorstellungen des Trainerstabes und den finanziellen Vorgaben des Präsidiums zusammenstellen", wird der neue KSC-Präsident Dietrich hierzu zitiert. Buchwald solle aber auch die "Marke KSC repräsentieren und seine guten Kontakte zu Sport und Wirtschaft nutzbringend beim Verein einbringen. (nbb) KA-NEWS
News Beitrag 919 - Montag, Mai 08, 2000 um 10:41:15 ()

FC St. Pauli wie ein Absteiger

Karlsruher SC 0 : 0 FC St. Pauli

Der FC St. Pauli muss mehr denn je um den Klassenerhalt in der zweiten Liga bangen. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Karlsruher SC kamen die Hamburger in einer ganz schwachen Partie am Freitagabend vor 4 200 Zuschauern nicht über ein 0:0 hinaus und präsentierten sich wie ein Absteiger. Angreifer Klasnic, der mit einem Elfmeter an Torjüter Jentzsch scheiterte, vergab die große Chance der Gäste zum Sieg (48.).
Beide Mannschaften zeigten eine Partie auf Regionalliga-Niveau. Die Hamburger entwickelten ohne ihren gesperrten Torjäger Marcus Marin zwar den größeren Druck und erspielten sich einige Chancen, enttäuschten aber sogar kämpferisch. Wehlage vergab die beste Einschussmöglichkeit, als er in der 28. Minute frei vor Torhüter Simon Jentzsch den Ball verstolperte. Beim KSC scheiterte Lakies einmal an Schlussmann Wehlmann (10.) und schoss dann aus kurzer Distanz am Tor vorbei (34.).

Die Karlsruher konnten ihrem am Dienstag neu gewählten Präsidium um Detlef Dietrich wenig zeigen und kamen kaum zu gelungenen Angriffszügen. Lediglich der eingewechselte Auer verpasste mit einem Drehschuss noch die Führung: Wehlmann konnte gerade noch die Fäuste hochreißen (66.). Die Torhüter Jentzsch und Wehlmann sowie die Abwehrspieler Da Silva (KSC) und Puschmann (St. Pauli) konnten noch am ehesten überzeugen. Sport 1
News Beitrag 918 - Samstag, Mai 06, 2000 um 11:24:03 ()

Not gegen Elend, oder wie sich die KSC Profis von Ihren letzten Fans verabschieden!

Selten wurde im Wildpark deartig schlechter Fußball geboten.

(ka-fans/ph) Schade, beim 0:0 gegen St. Pauli haben die Profis des KSC wiedereinmal die Zuschauer und ihren Trainer enttäuscht. Der KSC hätte mit etwas mehr Engagement diese Partie tatsächlich entscheiden können. Doch der FC St. Pauli konnte das 0:0 halten, entgegen dem geläufigen Spruch, daß das Auslassen von Chancen bestraft wird.

Nichteinmal den Elfmeter in der 48 Minute konnte St. Pauli in ein Tor ummüntzen, wobei Simon Jentzsch auch herrvoragend parrierte. Und obwohl die KSc Abwehr geradezu um ein Tor zu betteln schien, St. Pauli schoß den Ball in alle Richtungen, nur nicht ins Tor des KSC.

Aber auch der KSC hatte die ein oder andere Chance, durch Lakies, Krieg oder Meißner, die aber den Ball auch nicht im Netz versenken konnten. Insgesamt war es aber ein Armutszeugnis, was die Kicker beider Mannschaften da ablieferten. Ausgenommen seien hier die jungen Spieler des KSC wie Auer und Cetin. Sie sorgetn für etwas Belebung, schienen heiß auf einen Sieg.

Manch ein Karlsruher rieb sich die Augen, denn der Spieler mit der Nummer 27 beim FC St. Pauli sah Minor Diaz zum Verwechseln ähnlich und schien auch irgendwie für den KSC zu spielen. Aber auch das brachte keinen Vorteil für den KSC.

Rainer Krieg, der Golagetter des KSC, mußte nach einem Muskelkrampf ausgewechselt werden, ein klares Zeichen dafür, daß er versucht hatte das Letzte aus sich rauszukitzeln, aber vergebens.

Dem neuen Präsidium des KSC wäre ein besseres Spiel vergönnt gewesen, statt dessen mußte sie sich aber mit jeder Menge Spielervermittler rumschlagen. Gleich fünf an der Zahl waren gestern zu Besuch im Wildpark, umd Spieler abzuwerben und zu vermitteln. Wie die Geier kreisen die Verein um die wenigen guten Spieler und Talente in Reihen des KSC. Was am Ende übrig bleibt, wird sich zeigen.

Es bleibt zu hoffen, daß der KSC, besser gesagt die Profis sich darauf besinnen, daß sie es waren, die den KSC in dierse Lage gebarcht haben, das sie Verantwortung zeigen. Das die Spieler nach diesem Spiel das Stadion fröhlich, scherzend verließen, ist eine Ohrfeige in das Gesicht jedes zahlenden Zuschauers.

KSC Trainer Pezaouli konnte nach dem Spiel nicht viel sagen, er suchte nach Worten um dieses Spiel zu erklären. Er drückte lediglich die Hoffnung aus, daß sich der KSC im nächsten Spiel anders präsentieren wird. Er hatte genauso wie sein Kollege das Spiel auch mit den Worten Not gegen Elend kommentiert.

Ein Fan brachte die Stimmung auf den Punkt: "Hoffentlich ist diese Saison bald vorbei!" ka-fans.de
News Beitrag 917 - Samstag, Mai 06, 2000 um 11:19:58 ()

„Die Trennung von Schäfer kam zu spät“

KARLSRUHE. 26 Jahre lang stand Roland Schmider an der Spitze des Karlsruher Sport-Clubs. Nur Gerhard Mayer-Vorfelder (VfB Stuttgart) und Achim Stocker (SC Freiburg) haben bei bundesdeutschen Profiklubs ähnlich lange Amtszeiten hinter sich. Am vergangenen Dienstag endete die Präsidentschaft nach seinem Rücktritt. Die Mitgliederversammlung des zurzeit sportlich und finanziell gebeutelten KSC wählte mit Detlef Dietrich einen neuen Präsidenten und verabschiedete den Mann, der in den vergangenen Wochen von vielen zum Buhmann gekürt worden war, mit stehenden Ovationen und trug ihm sogar die Ehrenpräsidentschaft an. BZ-Redakteur Robert Kauer sprach mit Roland Schmider.

BZ: Wie fühlt man sich, wenn nach 26 Jahren eine Ära, die Sie mit viel Herzblut ausgefüllt haben, zu Ende gegangen ist?
Schmider: Seit Dienstagabend, 22.15 Uhr, ist mein Nachfolger im Amt. Seit diesem Augenblick bin ich wieder ein Privatmann.

BZ: Das ist die offizielle Redeart. Aber wie sieht es in Ihrem Herzen aus? Von wie viel Enttäuschung ist dieser Schritt begleitet?

Schmider: Nein, ich bin nicht enttäuscht, da ist auch keine Leere. Denn ich habe mir diesen Schritt sehr wohl überlegt. Ich konnte mich auf diese Situation lange genug einstellen. Ganz klar schwingt in diesen Tagen etwas Wehmut mit. Wehmut deshalb, weil ich gerne Präsident war und weil ich gerne dieses Amt ausgeübt habe. Ich fühle aber Erleichterung. Durch diese Entscheidung habe ich ein Stück persönliche Freiheit zurückbekommen, die negativen Begleitumstände sind nun vorbei, und vor allen Dingen habe ich nach 28 Jahren wieder mehr Zeit für meine Familie.

BZ: Das sind ja erfreuliche Perspektiven. Aber was machen Sie jetzt mit der vielen freien Zeit.

Schmider: Dazu einige Beispiele: Die Familie stand immer hinter dem KSC. Als unsere Tochter Henrieke im vergangenen Jahr heiratete, musste ich die Feier am Nachmittag verlassen – es standen Gespräche mit einem Vermarkter an. In den vergangenen drei Jahren hatte ich insgesamt gerade einmal vier Wochen Urlaub, davon habe ich drei in verschiedenen Trainingslagern des KSC verbracht. Jetzt kann ich Dinge tun, die zuvor hinten anstanden. Aber ich bin nicht der Typ, der nun 365 Tage im Jahr um die Welt jetten wird. Zudem bin ich immer noch Geschäftsführer eines Getränke-Unternehmens in Bruchsal.

BZ: Sie haben mit dem KSC viele Höhen und Tiefen erlebt, im Jahr 2000 wollte der Klub ein gestandener Bundesligist mit Blickrichtung nach oben sein. Und nun der Abstieg in die Regionalliga. Warum hat es so weit kommen können? Wo lagen die Fehler?

Schmider: Was das Präsidium in den vergangenen beiden Jahren an finanziellen Mitteln zur Verfügung gestellt hatte, wurde nicht so gut investiert, dass sich sportlicher Erfolg ableiten ließ. Dies ist der entscheidende Fehler.

BZ: Wie viel Mittel standen zur Verfügung?

Schmider: Aus den erfolgreichen Jahren im UEFA-Cup hatten wir im Abstiegsjahr zehn Millionen Mark auf der hohen Kante. Diese Rücklage haben wir im ersten Jahr der zweiten Liga in die Lizenzspielerabteilung mit dem Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs gesteckt – ohne Erfolg. Auch im zweiten Jahr zweite Liga haben wir noch einmal kräftig investiert, letztmalig in diesem Januar.

BZ: Viele verbinden den Erfolg des KSC, der 1987 begann und 1998 endete, mit Ihrem Namen, aber auch mit dem Schaffen von Winfried Schäfer. War Schäfer tatsächlich so wichtig für den KSC, war es ein krasser Fehler, sich von ihm zu trennen?

Schmider: Solche Fragen sind immer hypothetisch, keiner kann den Gegenbeweis antreten. Keiner will auch im nachhinein die riesigen Verdienste dieses Trainers schmälern. Aus heutiger Sicht aber bin ich sicher, dass die Trennung des KSC von Schäfer zu spät kam. Wäre diese Trennung früher erfolgt, wäre unsere Chance, in der ersten Liga zu bleiben, größer gewesen. Die Schuld, sich nicht früh genug von Schäfer gelöst zu haben, bin ich aber nicht bereit, mir alleine anrechnen zu lassen. Es ist zu einfach, wenn sich nun einige hinstellen und sagen: Der Präsident alleine ist schuld. Ich möchte schon festhalten und unterstreichen: Dies war ein gemeinsamer Beschluss von Präsidium und Verwaltungsrat des KSC.

BZ: Warum hätte sich der KSC früher von Schäfer trennen müssen? War er zu mächtig geworden? War keine Zusammenarbeit mehr möglich? Hatte sich sein sportliches Konzept überholt?

Schmider: Als wir uns damals überlegten, ob und wann eine Trennung von Schäfer sinnvoll sei, haben wir in die Mannschaft reingehört und mit vielen Stammspielern gesprochen. Und wenn der eine oder andere heute hergeht und den Trainer Schäfer in übelster Art und Weise in die Pfanne haut, dann muss ich sagen, tragen gerade auch solche Spieler einen großen Teil Schuld am Abstieg. Denn ich frage: Wo waren sie denn damals, als es die Gegenüberstellung zwischen Trainer und Mannschaft gab? Als ich Schäfer mit den Vorwürfen aus der Mannschaft konfrontiert habe? Da haben sie alle geschwiegen. Warum wurden damals nicht die Defizite offen angeprangert? Vielleicht hätte ein Dialog mit Schäfer dann noch etwas gebracht.

BZ: Viele Vereine wünschen sich ja gerade diese Kontinuität in der Zusammenarbeit mit ihren Trainern. Kann es aber auch für die Klubs eine Gefahr sein, wenn Trainer so lange in dieser wichtigen Funktion Einfluss auf den Verein bekommen?

Schmider: Geht es gut, spricht jeder von einem Allheilmittel, geht es nicht gut, heißt es: Der war viel zu lange da. Ich verweise da gerne auf das Beispiel Werder Bremen und Otto Rehhagel. Man sieht doch, wie schwer es Rehhagels Nachfolgers hatten. Nach der Rehhagel-Ära war es verdammt hart für alle, Kontinuität in den Verein zu bringen. Uns ist es nicht gelungen, den Trainer Winfried Schäfer adäquat zu ersetzen.

BZ: Das Verhältnis Schmider – Schäfer war mehr als das Verhältnis Arbeitgeber – Arbeitnehmer. Sie pflegten jahrelang eine Männerfreundschaft. Wie ist das heute?

Schmider: Wir telefonieren wieder gelegentlich miteinander. Nach einer Phase der Enttäuschung seinerseits, die ich verstehen kann, beginnen sich die Dinge zwischen uns wieder zu normalisieren.

BZ: Neben Winfried Schäfer war Verwaltungsratsvorsitzender Wernfried Feix jahrelang Ihr treuer Gefolgsmann, ehe er sich schließlich gegen Sie wandte und Sie mit vielerlei Vorwürfen überzog. An Ihrem Streit, so sagen viele, sei der KSC letztlich zerbrochen. Wie ist mittlerweile Ihr Verhältnis Feix gegenüber?

Schmider: Ich habe mich mit Feix auf dessen Wunsch neulich zu einem Gespräch getroffen, um die Sache zwischen uns zu bereinigen. Danach bin ich davon ausgegangen, dass wir künftig zwar kein freundschaftliches Verhältnis zueinander mehr pflegen können, aber immerhin auf einer vernünftigen Plattform miteinander verkehren wollen. Doch die Art und Weise, wie Wernfried Feix zuletzt aufgetreten ist, vor allen Dingen, wie er nun den großen Mahner in Sachen Rechteverwertung in Zusammenhang mit der Agentur Kölmel gespielt hat, zeigt mir, dass er nichts gelernt hat.

BZ: Der Name Kölmel – er leitet in die Zukunft des KSC über. Nur durch die 15-Millionen-Mark-Finanzspritze der Kinowelt hatte der Verein überhaupt eine Überlebenschance. Ist diese Lösung für den KSC eine gute Lösung, oder war es im Moment die einzig mögliche? Immerhin drücken den KSC etwa sieben Millionen Mark Schulden mit steigender Tendenz?

Schmider: Warum mit steigender Tendenz? Unser Schuldenstand wurde auf den 30. Juni 2000 hochgerechnet mit 7,2 Millionen Mark angegeben, alles andere sind Unterstellungen.

BZ: Trotzdem – ist das Angebot der Kinowelt für den KSC annehmbar gewesen?

Schmider: Absolut. Herr Kölmel ist Karlsruher und hat ein besonderes Faible für die Region und den KSC. Der faire Vertrag versetzt die neue Führungscrew in die Lage, vom 1. Juli an den Verein schuldenfrei zu übernehmen. Und außerdem ist auch dann noch ein erklecklicher Betrag für das Abenteuer Regionalliga vorhanden.

BZ: Wie sieht die Zukunft des KSC aus? Wird dieser Traditionsklub für lange Zeit von der Landkarte der deutsche Profivereine verschwunden bleiben?

Schmider: Wie schnell die Rückkehr in die zweite Liga gelingt, wird davon abhängen, wie das neue Präsidium im sportlichen Bereich die Weichenstellung vollzieht. Wenn man aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen bereit ist und in einen vernünftigen Dialog mit denjenigen eintritt, die dem KSC helfen wollen – und in diesem Bereich ist die Kinowelt mit Herrn Kölmel ein ganz wichtiger Partner – wird der KSC in den Profifußball zurückkehren. Auch wenn man ein Jahr länger als beabsichtigt in der Regionalliga bleiben müsste, so ist es jetzt wichtig, einen qualitativ hochwertigen Grundstock zu legen, sodass der KSC im zweiten Jahr den Sprung nach oben wieder schaffen und eine hervorragende Rolle spielen müsste.

BZ: Welche Rolle werden Sie künftig beim KSC spielen?

Schmider: Ob ich beim KSC Ehrenpräsident werde, wird die nächste Versammlung im Juni zeigen. Wenn das neue Gremium meinen Rat will, werde ich mich nicht verweigern. Aber ich werde mich nur äußern, wenn ich gefragt und darum gebeten werde.

BZ: Könnte es irgendwann ein Verwaltungsratsmitglied Roland Schmider geben?

Schmider: Nein. Ich habe mich entschieden, dass ich für kein Amt beim KSC mehr kandidieren werde. Ich will so etwas zwar nicht für alle Zeit ausschließen, aber im Augenblick muss ich nach 26-jähriger Präsidentschaft mich und meine Rolle erst selbst finden.

BZ: Sie wurden in den vergangenen Wochen in die Rolle des alleinschuldigen Buhmanns gedrückt. Tut dann so ein Abschied mit „standing ovations“ nicht doch irgendwie gut?

Schmider: Nach vielen Wochen und Monaten der Anfeindungen hat mir dieser Beifall gut getan, das ist ganz klar. Aber ich möchte doch relativieren, dass es nur eine kleine Gruppe war, die alles dran gesetzt hat, mich in diese Rolle zu drängen, die in einer diffamierenden Art und Weise mit meterlangen Transparenten wider besseren Wissens mir zum Beispiel vorgeworfen hat, den Verein an Kölmel zu verkaufen, um mir bei der Kinowelt eine Geschäftsführerposition zu ergattern. Diese Gruppe hat in der Generalversammlung keine dominierende, dafür aber eine sehr lautstarke Rolle gespielt. Ich habe Sorge, dass solche Leute, wenn sie zahlenmäßig stärker werden, vieles verderben können. Diese Gruppe, die den Kinowelt-Vertrag abgelehnt hat, hat aber nicht gesagt, wie sie die Zukunft gestalten will.

BZ: Nun haben wir viel über die negativen Begleiterscheinungen um den KSC in den vergangenen Monaten gesprochen. Welches war in Ihrer 26-jährigen Amtszeit denn das positivste Ereignis?

Schmider: Das schönste Erlebnis war, dass es – auch durch die Arbeit von Winfried Schäfer – gelungen ist, den KSC im europäischen Fußballbereich als interessanten Verein darstellen zu können. Dies nehme ich mit in den „Ruhestand“.
BZ: In diesem „Ruhestand“ wird es den Zuschauer Schmider aber weiter geben?

Schmider: Klar. Ich werde nach wie vor, wenn möglich, die Heimspiele des KSC besuchen und auch auswärts hin und wieder dabei sein. Meine Bindung zu meinem Verein KSC wird in keiner Weise leiden. Badische Zeitung
News Beitrag 916 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:53:28 ()

Transfer-Poker um Auer, Tiffert bleibt drei Jahre

BERLIN - Morgen will TeBe bei Offenbach (15.00 Uhr) wieder Werbung für Berlin machen, damit es Trainer Winni Schäfer bei den Neuverpflichtungen einfacher hat.

Einen heißen Poker gibt es derzeit um die KSC-Talente Jens Bäumer (21) und Benjamin Auer (18).KSC-Sportdirektor Guido Buchwald: "Wir versuchen, beide zu halten, aber das wird natürlich ganz schwer." Im Fall Bäumer ist alles recht einfach. Denn der Vertrag des Mittelfeldspielers ist ausgelaufen. Somit geht es im Poker lediglich um das liebe Geld. Anders sieht es dagegen bei Bejamin Auer aus. Um den bemüht sich auch Kaiserslautern, von wo der Stürmer mal zum KSC gekommen ist. Poker-Vorteil der Pfälzer: Sie besitzen die Transferrechte. Auer hatte vor einem Jahr für drei Jahre beim KSC unterschrieben, und wenn er nach Ablauf dieses Vertrages weiterhin in Baden hätte spielen wollen, wäre eine Ablöse von über zwei Million Mark fällig geworden. Das würde jetzt im Falle eines Wechsels zu TeBe natürlich ein Thema.


Vollzug konnten die Veilchen gestern im Fall Christian Tiffert melden. Der U18-Nationalspieler unterschrieb einen 3-Jahres-Vertrage plus einjähriger Option. Matthias Fritzsche Berliner Kurier - http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/fussball/.html/artik8.html
News Beitrag 915 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:52:24 ()

Karlsruhe und St. Pauli nicht zweitligareif

Im Kellerderby der zweiten Bundesliga kamen Schlusslicht Karlsruher SC und Abstiegskandidat FC St. Pauli nicht über ein torloses Remis hinaus. Beide Teams zeigten Fußball zum Abgewöhnen.

Zweitligist Karlsruher SC ist kaum noch vor dem Abstieg zu retten. Der Tabellenletzte trennte sich im Duell der früheren Bundesligisten vom FC St. Pauli 0:0 und hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Aber auch für St. Pauli könnte der eine Zähler zu wenig im Abstiegskampf gewesen sein.
Dem KSC war sein prekäre Tabellensituation vor 4.200 Besuchern kaum anzumerken. Die Badener ergaben sich in ihr Schicksal. Auch St. Pauli überzeugte im Wildparkstadion nicht. Vor allem in der ersten Halbzeit erreichte das Spiel nie Zweitliga-Niveau. Nach dem Wechsel der einzige Paukenschlag: Nach Foul von Darko Jozinovic an Holger Wehlage parierte KSC-Torsteher Simon Jentzsch den fälligen Strafstoß von Ivan Klasnic (48.). Rheinpfalz
News Beitrag 914 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:41:58 ()

Tumulte bei Aachens 1:0 gegen Cottbus

0:0 gegen St. Pauli - KSC hilft den Blauen
Karlsruhe (dpa) - Der Karlsruher SC hat den Stuttgarter Kickers im Zweitliga-Abstiegskampf Schützenhilfe geleistet: Der FC St. Pauli verlor mit dem 0:0 beim abgeschlagenen Schlusslicht zwei wichtige Punkte. Die Partie im Wildparkstadion stand auf Regionalliga-Niveau: Beide Teams präsentierten sich vor 4200 Zuschauern am Freitagabend in erschreckend schwacher Verfassung. St. Paulis Angreifer Ivan Klasnic vergab die große Chance zum Sieg: Er scheiterte in der 48. Minute mit einem Elfmeter an KSC-Torhüter Simon Jentzsch.
Der Kampf um den dritten Aufstiegsplatz spitzt sich nach dem 1:0 (0:0) von Alemannia Aachen gegen Energie Cottbus (Tor: Erwin Vanderbroeck/83.) immer mehr zu. Cottbus verlor vor 18500 Zuschauern schon vor der Pause den Brasilianer Franklin (16.) und Steffen Heidrich (43.) durch Gelb-Rote Karten. Die Emotionen kochten früh hoch. Nach acht Minuten schickte Schiedsrichter Herbert Fandel Alemannia-Trainer Eugen Hach nach einem Handgemenge auf die Tribüne. Cottbus kündigte nach der Partie Protest gegen die Wertung des Spiels an. Der Energie-Vorsitzende Dieter Krein belastete zudem Aachener Funktionäre mit dem Vorwurf der Schiedsrichterbestechung. Stuttgarter Zeitung
News Beitrag 913 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:41:02 ()

Hooligans machten nach Fußballspiel Randale

Karlsruhe (dpa) - Nach dem Spiel von Zweitliga-Schlusslicht Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli Hamburg (0:0) haben am späten Freitagabend etwa 60 Hooligans und Rechtsradikale in der Innenstadt von Karlsruhe randaliert. Wie die Polizei am Samstag berichtete, war die Gruppe zunächst in eine Gaststätte gegangen und hatte dort getrunken, ohne jedoch zahlen zu wollen.

Als der Wirt mit der Polizei drohte, flüchteten die Männer und skandierten auf der Straße fremdenfeindliche Parolen. Einem Großaufgebot der Polizei gelang es schließlich, die meisten Randalierer zu stellen. 17 Personen wurden festgenommen, gegen mehrere wurden Ermittlungsverfahren wegen des Zeigens verfassungswidriger Kennzeichen eingeleitet. Nach Feststellung der Personalien wurden die Festgenommenen im Lauf der Nacht freigelassen. dpa la Rheinzeitung
News Beitrag 912 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:38:18 ()

KSC-Trainer Pezzaiuoli fehlten die Worte

Karlsruhe - Mit einer mehr als blamablen Vorstellung haben die Akteure des Karlsruher SC die Pflichtaufgabe gegen den Mitabstiegskandidaten FC St. Pauli mit einer Nullnummer beendet. Vor einem rudimentären Zuschaueraufkommen kamen beide Trainer zur selben Spielwertung.

"Was hier heute abgelaufen ist, das haben wohl alle gesehen", sagte St. Pauli-Trainer Dietmar Demuth, "wir haben Chancen für vier oder fünf Spiele vergeben." Sein badischer Kollege stimmte in diese Wertung mit ein: "Heute hat Not gegen Elend gespielt", sagte ein mehr als enttäuschter Marco Pezzaiuoli, "mir fehlen einfach die Worte." Nur Aydin Cetin, Simon Jentzsch (hielt in der 48. Minute einen Elfmeter von Klasnic) und Benjamin Auer wollte er von seiner Kritik ausnehmen.

Letzterer liebäugelt immer mehr mit einem Wechsel zu Tennis Borussia Berlin. "Dort ist Winnie Schäfer Trainer, ein Mann den ich sehr bewundere", sagte er nach dem Spiel, "er hat hier viele Spieler herausgebracht, von ihm kann ich bestimmt noch viel lernen." Ende nächster Woche will der 19-Jährige "klare Tendenzen" erkennen lassen.

Möglich erscheint inzwischen auch, das ihm Jens Bäumer unter den "Langen Lulatsch" folgen wird. "Wir haben ihm ein Angebot unterbreitet, aber seit dem nichts gehört", sagte Sportdiektor Guido Buchwald, "aber er hat einmal geäußert, dass er in keinem Fall Regionalliga spielen will."

Buchwald selbst hat inzwischen dem neuen Präsidenten Dietrich sein Konzept dargelegt. "Wir hatten ein gutes Gespräch", sagte der 40-Jährige, "jetzt liegt die Entscheidung beim Präsidium." Im Laufe der nächsten Woche soll eine definitive Entscheidung über die Zukunft des Weltmeister von 1990 fallen. (nbb) KA-NEWS
News Beitrag 911 - Samstag, Mai 06, 2000 um 10:36:24 ()
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