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- Badener Online News Beitrag 2200 - Montag, 07.05.2001 um 11:40:47 Uhr
KSC hat Aufstieg weiter in eigenen Händen
Der Karlsruher SC bleibt in der Fußball-Regionalliga Süd auf Aufstiegskurs. Jedoch spannten die Badener 85 Minuten lang ihre Anhänger auf die Folter, ehe der 2:0-Erfolg über die Offenbacher Kickers endlich feststand.VON HANS FALSEHRKarlsruhe. Denn nach der frühen Führung durch Werner Heinzen (11.) ließ der Tabellenführer einige hochkarätige Chancen aus, bevor Daniel Graf die drei so wichtigen Punkte endgültig unter Dach und Fach brachte. Auch für seine Nerven, bekannte Trainer Stefan Kuntz nach dem Abpfiff, »hätte das 2:0 etwas früher fallen können.«Ohne die verletzten Stammspieler Jens Boehnke, Michael Zepek, Carsten Birk und Regisseur Tobias Weis tat sich der KSC vor allem in der Anfangsphase der wenig berauschenden Partie sehr schwer. Und bevor Heinzen mit seinem dritten Saisontor die gröbsten Sorgen der KSC-Anhänger zerstreute, hätten die Gäste schon führen können, fast müssen. Erst jedoch vergab Matthias Becker die Riesenchance zum 1:0 (3.), und wenig später verhinderte Thomas Walter ein Eigentor seiner Vorderleute: Kapitän Marco Grimm hatte Carsten Rothenbach aus kurzer Distanz so angeschossen, dass der KSC-Keeper den Querschläger gerade noch zur Ecke klären konnte (4.). Schließlich verstolperte Matthias Dworschak einen Erfolg versprechenden Konter der Hessen (8.). Die Angriffslust der Gäste allerdings war von deren Trainer »so nicht geplant, das war naiv.«Prompt schnappte sich nach einer Standardsituation Werner Heinzen den schlecht abgewehrten Ball, ließ parallel zur Strafraumgrenze einen Gegenspieler stehen, zog aus 16 Metern entschlossen ab, und vom rechten Innenpfosten sprang der satte Schuss zur KSC-Führung ins Netz. In der Folgezeit machte Stefan Kuntz dann »die taktische Disziplin« als den großen Unterschied zur 0:3-Niederlage vom Dienstag bei den Amateuren des VfB Stuttgart aus: »Deshalb haben wir zu Null gespielt.«Überhaupt, fasste der sichtlich erleichterte KSC-Coach schon mit Blick auf das am kommenden Samstag bevorstehende Spitzenspiel in Schweinfurt zusammen, hänge der Erfolg seiner Mannschaft weniger vom Gegner ab, sondern »vom Einsatz des eigenen Könnens, des eigenen Selbstvertrauens und der Umsetzung dessen, was taktisch abgesprochen wird.«Damit hatten die Karlsruher gegen Offenbach jedoch ihre Probleme. Erst eine erneute, gefährliche Flanke des besten KSC-Spielers Werner Heinzen, fand in Daniel Graf einen Mitspieler: Kurze Annahme, Schuss aus der halben Drehung heraus - 2:0! Die Entscheidung und Erlösung erfolgte in der 85. Minute. Der KSC hat den unter Ramon Berndroth in zehn (!) Spielen ungeschlagenen Offenbachern die erste Niederlage seit langem beigebracht. Viel wichtiger jedoch: »Dieser Sieg stärkt das Selbstvertrauen der Mannschaft, der Fans und des Vereins«, erkannte Stefan Kuntz, »ist aber kein Grund zur Euphorie.«In Schweinfurt am kommenden Samstag möchte der KSC-Trainer mit dem Punktesammeln weitermachen, »denn ich möchte nicht am letzten Spieltag zu Hause gegen Jena auf einen zählbaren Erfolg angewiesen sein, um aufzusteigen.«- Offenbach Post News Beitrag 2199 - Montag, 07.05.2001 um 11:39:41 Uhr
Graf: Ich bin kein Verräter
Karlsruhe (bam) "Verräterschwein - das tat schon weh." Daniel Graf (24) erlebte am Samstag, wie schwer Fußball-Fans vergessen können. Ende Oktober wechselte er überraschend vom Bieberer Berg ins Wildparkstadion zum Karlsruher SC. Eine Entscheidung, die die Kickers-Anhänger ihm nachtragen, für die es laut Graf aber eine plausible Erklärung gibt: "Ich hatte eine Klausel in meinem Vertrag, dass ich gehen kann, wenn's mit Offenbach keine Chance gibt, oben mitzuspielen. Also: Es lag doch nicht an mir." Da Offenbach unten statt oben mitspielte, griff Graf bei der Offerte der Badener zu - wobei er zuvor mehrfach um Vertragsauflösung bat. 50 000 Mark gab's für den Stürmer, weitere 25 000 werden fällig, steigt der KSC in die Zweite Liga auf."Ich habe doch nichts gegen Offenbach, sondern für jeden Klub, bei dem ich spielte, immer alles gegeben." Das waren vor den Kickers der 1. FC Kaiserslautern, FC Homburg und Fortuna Köln. Im Sommer 2000 wechselte der Angreifer nach Offenbach, musste aber wegen eines Kreuzbandrisses (den er sich noch im Trikot der Fortuna zuzog) lange pausieren. Nach drei Einsätzen für den OFC, "in denen ich zeigen wollte, dass man mich zu Recht geholt hat", kam die KSC-Anfrage. Für Karlsruhe schoss er in bisher 14 Spielen fünf Tore. Das Ziel: "Nächstes Jahr will ich nicht mehr gegen den OFC spielen. Nichts gegen Offenbach, aber ich will hoch - mit dem KSC." Die Vergangenheit - dazu gehören auch die Kickers - ist abgehakt. Auch das verübeln ihm die Fans.
- Offenbach Post News Beitrag 2198 - Montag, 07.05.2001 um 11:38:48 Uhr
Übermut und Unordnung beenden die Kickers-Serie
Von Martin BatzelKarlsruhe Übermut, Unordnung, zwei Gegentore nach individuellen Fehlern - die Serie der Offenbacher Kickers von zehn Spielen ohne Niederlage endete im Wildparkstadion nicht weil der Karlsruher SC so stark, sondern die Spur cleverer war. Der KSC spielte nicht mit der Klasse einer Spitzenmannschaft, aber äußerst effizient und effektiv. Die Kickers begannen stürmisch, vernachlässigten die von Trainer Ramon Berndroth in den Spielen zuvor so hoch gelobte Ordnung und rannten in die Niederlage. 1:0 für Karlsruhe durch Werner Heinzen nach einem zu kurz abgewehrten Ball (12.). 2:0 durch den Ex-Offenbacher Daniel Graf (85.), der sonst gegen seinen Gegenspieler Stefan Dolzer keinen Zweikampf gewann, aber die Unaufmerksamkeit der gesamten Kickers-Defensive nutzte. Es war eine unspektakuläre Niederlage. "Karlsruhe hat beide Halbzeiten 1:0 gewonnen, und wir sind wieder unten dabei", kommentierte Dietmar Roth kurz und bündig. So einfach kann Fußball sein.
Berndroth wollte mit der "Schweinfurt-Taktik" in Karlsruhe bestehen. Eine Spitze, dazu ein kompaktes Sechser-Mittelfeld - beim FC 05 reichte es für ein 1:0. Im Wildpark begann Offenbach aber ungestüm wie in einem Heimspiel (Berndroth: "So will ich sie am Freitag am Berg gegen Elversberg sehen"). Und das "Bemühen zu zeigen, wir sind doch nicht so schlecht" (Berndroth), kostete Kraft, die später in Zweikämpfen fehlte. Karlsruhe hielt die bei Offenbach vermisste Ordnung, so dass der OFC-Coach stets das Gefühl hatte, "der KSC wird das 2:0 machen", aber nie, "dass wir den Ausgleich schießen". Dafür waren die Kickers-Aktionen nicht zwingend genug. Zweite Minute: Freistoß Tom Stohn, Matthias Becker zögert, Marco Grimm klärt. 19. Minute: Flanke Günther Maier, Grimm rettet vor Patrick Würll. 45. Maier-Flanke, Würll-Kopfball, vorbei. Chancen für Offenbach waren rar. Selten kamen die Kickers gefährlich in den Strafraum, kaum erarbeiteten sie sich Standardsituationen, wie sie in den Spielen zuvor für Gefahr und Punkte sorgten. Und doch vertraute Berndroth - auch mangels Alternativen - dem Team. Er baut zudem nicht gerne um, will keine Unruhe und versuchte es mit Stohn als Libero, der in Vertretung für den gesperrten Manfred Binz eine ordentliche Partie ablieferte - sofern er sich nicht ins Offensivspiel einschaltete. "Als Libero hat er das Spiel vor sich, kann sich die Wege einteilen." Im Mittelfeld ging er unter.
Als Berndroth dann auf Anraten von Schiedsrichter Peter Lange den stark rotgefährdeten Maier rausnahm (für ihn kam Roth), hatte der Trainer endgültig genug von Umstellungen. Ein erneuter Wechsel war kein Thema - auch zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 0:1 nicht. Wen sollte Berndroth auch bringen? Auf der Bank saßen nach der Sperre von Manfred Binz und den (kurzfristigen) Absagen der Verletzten Marcio (Saison beendet), Michael Köpper und Dario Fossi (beide Prellung) außer dem eingewechselten Roth noch Frank Mager, Patrick Glöckner, Lars Meyer, Andrew Sarfo, Ersatzkeeper René Keffel und Thomas Brendel als einziger Stürmer. Keine wirklichen Alternativen, um das Spiel umzubiegen. Da setzte Berndroth (der drei Minuten vor Schluss dann doch noch umdachte und Brendel brachte) lieber auf Sicherheit. Offenbach (37 Zähler) orientiert sich an den punktgleichen Teams aus Regensburg und Elversberg. Nur besitzt Jahn 2000 mit -3 das beste Torverhältnis der Dreiergruppe und die Spielvereinigung aus dem Saarland mit -14 das schlechteste. Offenbach liegt mit -7 dazwischen. Am Freitag kommen die Saarländer an den Bieberer Berg, am letzten Spieltag geht's nach Regensburg. Zu schaffen wird der Klassenerhalt nur mit der Ordnung sein, die Berndroth seinen Spielern neun Partien lang mit Erfolg predigte. Damit es den Kickers am Ende nicht so geht wie Dolzer und Matthias Dworschak im Wildparkstadion. Der Hunger trieb sie in die Fankneipe. Geduldig warteten sie auf belegte Brötchen derweil der Mannschaftsbus inzwischen schon auf dem Weg zum Stadionausgang fuhr - und sie hinterher liefen. Glück: Beim nochmaligen Durchzählen fiel im Bus auf: Auch nach dem Abpfiff stimmte die (Sitz-)Ordnung nicht.
- Frankfurter Neue Presse News Beitrag 2197 - Montag, 07.05.2001 um 11:37:48 Uhr
Die Nöte der Kickers werden wieder größer
Von Holger KliemKarlsruhe. Alles geht zu Ende, so auch die Serie der Offenbacher Kickers in der Fußball-Regionalliga Süd. Zehn Spiele waren die Hessen ungeschlagen, ehe der Mitabsteiger aus der zweiten Liga, der Karlsruher SC, den Aufwärtstrend stoppte. 0:2 verlor das Team von Trainer Ramon Berndroth im Wildpark.
„Ein Sieg beim KSC wäre eine Sensation“, hatte OFC-Manager Oliver Roth bereits vor dem Abpfiff wenig Optimismus verbreitet – keine schlechte Vorahnung. Offenbach begann forsch, doch die Tore machte der Klassenprimus. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir noch wenigstens den Ausgleich erreichen“, zog Trainer Berndroth später sein Fazit.
Dank der Serie der letzten Wochen hatte sich wieder Optimismus rund um den Bieberer Berg breitgemacht, doch nach der Niederlage und dem glücklichen Unentschieden eine Woche zuvor im Heimspiel gegen 1860 München wird die Abstiegsnot wieder größer. „Der zwischenzeitliche Sprung auf Platz acht hat doch bei einigen die Sinne getrübt, aber mir ist klar, der Kampf geht bis zu letzten Spieltag“, glaubt Ramon Berndroth nicht mehr an eine frühzeitige Rettung.
Zumal auch die Personalsorgen nicht kleiner werden. So war der Trainer schon vor dem Anpfiff in Karlsruhe gezwungen, seine Stammelf umzubauen. „Das hat auch unsere Spielweise stark verändert“, so der Coach. Neben den kurzfristigen Ausfällen von Marcio (Knieverletzung) und Dario Fossi (Hüftprellung) musste für die Liberoposition Ersatz gefunden werden auf Grund der Rot-Sperre (noch zwei Spiele) von Manfred Binz. Berndroth warf Tom Stohn ins Rennen. Und Michael Köpper, zuletzt beständig im defensiven Mittelfeld, musste mit einer Oberschenkelprellung passen. Für ihn kam der eher offensive Nachwuchsmann Tobias Schindler.
„Beide haben individuell gut gespielt“, meinte der Trainer. Und doch wurde das Spiel durch die Hereinnahme zu offensiv. Berndroths Kommentar: „Der KSC stand hinten sicher, und wir sind oft in die Falle getappt.“ Bereits nach 13 Minuten lag der OFC zurück. Werner Heinzen traf mit einem Schuss aus 16 Metern. Offenbach war danach zwar bemüht, aber nach einer halben Stunde wurde der KSC stärker, während die Kickers-Angriffe wirkungslos blieben. Folgerichtig dann die Entscheidung in der 85. Minute, als der frühere Offenbacher Daniel Graf den Ball aus rund acht Metern ins Netz schoss.
Gestern in der Mannschaftssitzung dann erneute personelle Rückschläge für die Kickers. Köppers Ausfall wird längerfristig sein. Ein Bluterguss sitzt zwischen Muskel und Nerven und zwingt eventuell zu einem operativen Eingriff. Mittelfeldabräumer Matthias Dworschak zog sich beim Spiel in Karlsruhe eine Zehenverletzung zu. Im Abstiegskampf werden Berndroths Sorgenfalten also größer.
- Frankfurter Neue Presse News Beitrag 2196 - Montag, 07.05.2001 um 11:36:49 Uhr
Karlsruhe und Trier auf Zweitliga-Kurs
Frankfurt. Spitzenreiter Karlsruher SC und Eintracht Trier marschieren in der Fußball-Regionalliga Süd im Gleichschritt in Richtung zweite Bundesliga. Während der KSC sich beim 2:0 gegen die Offenbacher Kickers von der Pleite in Stuttgart gut erholt zeigte, musste die Eintracht bis zur 89. Minute zittern, ehe der 2:1-Siegtreffer gegen den Abstiegskandidaten SC Pfullendorf gelang. Der Tabellendritte FC 05 Schweinfurt verlor dagegen nach dem 1:1 bei den Amateuren des TSV 1860 München weiter an Boden. Mit seinem Ausgleichstreffer kurz vor dem Abpfiff bewahrte Steffen Rögele Schweinfurt vor einer Niederlage beim Abstiegskandidaten.Den Anschluss im Aufstiegsrennen verpasste der SV Darmstadt 98. Trotz einer frühen 1:0-Führung reichte es vor 5600 Zuschauern am Böllenfalltor lediglich zu einem 1:1 gegen den stark aufspielenden VfR Mannheim. Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffte sich Ex-Spitzenreiter SV 07 Elversberg. Einen 0:1-Rückstand gegen die Amateure des VfB Stuttgart drehten die Saarländer noch in einen 2:1-Sieg um und verließen einen Abstiegsplatz. Über ein 2:2 beim Tabellenletzten FC Carl Zeiss Jena nicht hinaus kam der SV Wehen trotz zweifacher Führung. Dennoch konnte der Vorsprung auf die Abstiegszone auf fünf Punkte vergrößert werden. (sid)
News Beitrag 2195 - Montag, 07.05.2001 um 11:35:47 Uhr
VfR Heilbronn der lachende Dritte?
In der Oberliga geht es nicht nur an der Tabellenspitze spannend zu - Keine Tore in BonlandenSTUTTGART. Die TSG Hoffenheim dankt der SpVgg Au. Der 1. FC Pforzheim ist gestrauchelt - und das Titelrennen in der Fußball-Oberliga wieder offen geworden. Hoffenheim könnte morgen mit einem Sieg im Nachholspiel die Tabellenführung übernehmen.
Von Wolf Schelling
Im Badischen wird gerechnet - in Heilbronn aber auch (noch). Der VfR als lachender Dritter? "Im letzten Spiel treffen wir zu Hause auf Hoffenheim'', sagt der Interimstrainer Uli Bauer. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Erst einmal aber haben die Heilbronner jetzt ihre Chancen mit einem 1:0 bei den Kickers-Amateuren erhalten. Dank Rainer Baumgarts Tor. Dabei war Baumgart erst eine Viertelstunde davor eingewechselt worden.
"Der Druck war groß'', so Bauer. Und also habe er seinen Spielern die Außenseiterrolle eingeredet. "Schließlich hatten die Blauen 16 Punkte aus sechs Spielen geholt, bei 18:2 Toren.'' Doch, das habe dann auch Eindruck gemacht - und die Konzentration gestärkt. Überhaupt: "Uns liegen Gegner, die mitspielen. Vor allem auswärts.''
Im Übrigen wird Bauer nun wohl doch beim VfR bleiben, als "Co'' unter dem zukünftigen Trainer Peter Hogen. Und bleiben wird daneben auch das umworbene Talent Marcel Busch. Der 18-Jährige hat, nach einer Einladung auch des KSC zu einem Probetraining, seinen Vertrag verlängert.
Gerechnet wird natürlich nicht nur in der Spitzengruppe. Das 0:0 in Dorfmerkingen konnte sich zwar sehen lassen, es hilft dem VfL Kirchheim aber im Abstiegskampf nicht groß weiter. Und für die TSF Ditzingen war das 0:1 in Freiburg die dritte Schlappe nacheinander, "wieder eine vermeidbare'', so der Trainer Robin Dutt. Aber aufgegeben werde an der Lehmgrube nicht. Im Gegenteil. "So, wie wir zuletzt das Pech strapaziert haben, muss uns doch zur Abwechslung wieder mal das Glück lachen'', sagt Dutt - und erinnert an den Nachbarn 07 Ludwigsburg.
Der ist mit dem 3:2 gegen Teningen, dem vierten Sieg in Folge, schon bei 39 Punkten angelangt und hat es damit so gut wie geschafft. Auch das Heimspiel gegen die Teninger war Unterhaltung pur. Von wegen der Achte gegen den längst zum Abstieg verurteilten Achtzehnten als langweilige Angelegenheit. Drei Eigentore gab's, wobei Ludwigsburgs Abwehrmann Marco Wist gleich zweimal "falsch einlochte'' und Teningens Neilo Radovanovic mit einem spektakulären Flugkopfball nicht zurückstehen wollte. Turbulente Torszenen hüben wie drüben fehlten ebenso wenig. Und am Ende wollte dann halt auch der Schiedsrichter Senol Yaldiz seinen Teil beitragen. Zwischen der 88. und der 90. Minute zückte er gleich dreimal die gelb-rote Karte. Ludwigsburgs Salvatore Magrini freilich bekam das alles nur noch aus der Ferne mit. Der Mittelfeldspieler ist, wie es heißt: vor allem der Liebe wegen, nach Sardinien ausgewandert.
Nicht gerade verwöhnt wurden die Zuschauer der Partie zwischen Bonlanden und Denzlingen. Hektik und Verkrampfung - die Abstiegsangst führte Regie. Die wenigen nennenswerten Chancen: Bonlandens Nonnenmacher traf nach einem Solo nur den Pfosten (39.), und der Gästespieler Sillmann schoss den Ball kurz vor Schluss nach einem Alleingang knapp am Tor vorbei. Bonlanden und Denzlingen müssen weiterhin zittern. Doch da befinden sie sich in guter Gesellschaft.
News Beitrag 2194 - Montag, 07.05.2001 um 11:35:17 Uhr
KSC freut sich zu früh: Weis lässt Trier jubeln
Spitzenduo der Regionalliga Süd auf ErfolgskursKARLSRUHE/TRIER (sid). Zwei Heimspiele und zwei Siege. Der Karlsruher SC und Eintracht Trier sind in der Fußball-Regionalliga Süd im Gleichschritt unterwegs in Richtung zweite Bundesliga.
Der KSC-Trainer Stefan Kuntz atmete im Wildparkstadion befreit auf. Beim 2:0 gegen die Offenbacher Kickers zeigte sich seine Mannschaft vor 9850 Zuschauern von der 0:3-Pleite am Dienstag in Stuttgart bestens erholt. Dagegen mussten die Trierer bis zur 89. Minute zittern, ehe der Treffer zum 2:1-Erfolg über den SC Pfullendorf gelang.
Den Anschluss im Aufstiegsrennen verpasste schon am Donnerstag der SV Darmstadt 98. Trotz einer frühen 1:0-Führung reichte es vor 5600 Zuschauern am Böllenfalltor lediglich zu einem 1:1-Unentschieden gegen den allerdings stark aufspielenden VfR Mannheim.
Luft im Kampf um den Klassenverbleib verschaffte sich der ehemalige Spitzenreiter SV 07 Elversberg. Einen 0:1-Rückstand gegen die Amateure des VfB Stuttgart bogen die Saarländer noch in einen 2:1-Sieg um und verließen damit die Aufstiegsränge. Einen Rückschlag musste dagegen Jahn Regensburg einstecken. Gegen die ebenfalls noch gefährdeten Erfurter setzte es zu Hause eine 1:2-Niederlage. Während die Erfurter nach zwei Heimniederlagen in Folge den Abwärtstrend stoppten, blieb Regensburg nach zuletzt zwei Siegen wieder ohne Punkte. Über ein 2:2-Unentschieden beim Tabellenletzten FC Carl Zeiss Jena nicht hinaus kam der SV Wehen, und das trotz zweifacher Führung. Dennoch konnte der Vorsprung auf die Abstiegszone auf fünf Punkte vergrößert werden. Der Neuzugang Macchambes Younga-Mouhani bewahrte den SV Wacker Burghausen beim 3:3-Unentschieden im bayerischen Abstiegsduell gegen die Amateure des FC Bayern München vor einer Heimpleite. Mit zwei Treffern in der Schlussphase sorgte der Kongolese noch für den Ausgleich. Burghausen darf ein wenig durchatmen, die Bayern-Amateure müssen dagegen weiter zittern. Dabei hatten die Gäste erst 1:0 und später dank der Treffer von Backer und Göktan sogar mit 3:1 geführt. Dann aber kam die Zeit von Younga-Mouhani.
Fast 75 Minuten lang bahnte sich im Trierer Moselstadion eine faustdicke Überraschung an. Nachdem in der Vorwoche Regensburg bereits mit 2:1 bei der Eintracht gewonnen hatte, führten jetzt die abstiegsbedrohten Pfullendorfer durch den bereits 16. Saisontreffer des stark aufspielenden Marco Barlecaj durchaus verdient mit 1:0. Erst in der Schlussphase, als die fast 3000 Zuschauer ihre Mannschaft nach vorne peitschten, drehten Rudi Thömmes in der 73. und Bernhard Weis in der 89. Minute die Partie doch noch zu Gunsten der Eintracht.
In Karlsruhe hatte man sich zu früh gefreut. Immerhin, einen Heimsieg gab's auch im Wildparkstadion. Gegen Offenbach, im Duell der beiden Zweitligaabsteiger, erzielten Werner Heinzen (13.) und Daniel Graf (86.) die Tore.
News Beitrag 2193 - Montag, 07.05.2001 um 11:34:22 Uhr
15 Millionen Mark sind schon weg
Regionalliga / Finanzielle Etat-Unterdeckung von Primus Karlsruher SCSportlich ist Fußball-Regionalligist Karlsruher SC nach dem 2:0 gegen Kickers Offenbach wieder auf Erfolgskurs, doch hinter den Kulissen brennt der Baum.
Ulm· Beim Tabellenführer der Fußball-Regionalliga, Karlsruher SC, sorgt der Wechsel von U20-Nationalspieler Michael Zepek zum Bundesligisten Bayer Leverkusen für Aufregung. ¸¸Es wird schwer für ihn werden, auf Anhieb den Sprung zu schaffen'', meint sein Trainer Stefan Kuntz. Sportdirektor Guido Buchwald und Leverkusens Manager Reiner Calmund treffen sich wegen der Ablösesummenverhandlung (drei Millionen Mark stehen im Raum) in dieser Woche in Stuttgart. Den warmen Geldregen hat der KSC nötig. Der Regionalliga-Etat weist eine Unterdeckung von sechs Millionen Mark. Die eigentlich für zwei Jahre von der Kinowelt bereitgestellte 15 Millionen Mark-Anschubfinanzierung ist schon komplett verbraucht.
Vor dem Absturz in die Oberliga steht der SC Pfullendorf nach dem 1:2 in Trier. ¸¸Mit so einem Pech steigst du ab'', hadert Manager Hans-Hermann Krane. Erste Sponsoren-Gespräche mit positivem Echo für den Abstiegsfall wurden geführt. In Sachen Personalveränderung steht der ablösefreie Wechsel von Verteidiger Markus Knackmuß zum designierten Zweitligaabsteiger SSV Ulm 1846 bevor. Kollege David Fall steht bei den ¸¸Spatzen'' ebenfalls auf dem Einkaufszettel. Allerdings schreckt die Ablösesumme von 130000 Mark ab. Jugendkoordinator Walter Schneck, auch von Ulm umgarnt, wird wohl bleiben. ¸¸Ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Zusage für die nächste Spielzeit nicht einhält'', meint Krane. Regionalliga-Toptorjäger Marko Barlecaj (16 Treffer) wechselt auf keinen Fall. ¸¸Er hat hier gebaut und heiratet am 16. Mai seine Freundin, eine Pfullendorferin'', erklärt Krane.
Den VfR Aalen wird der Ex-Ulmer Thorsten Menck mit unbekanntem Ziel verlassen. Die Zukunft mit den beiden Wackelkandidaten Erol Sabanov und Michael Schiele soll laut Manager Helmut Dietterle bis morgen geklärt sein. Patrick Neumann, der ins Profilager wollte, hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert.
Bei Carl-Zeiss Jena, dem Absteiger aus der Fußball-Regionalliga, brennt der Baum. Die Fans wollen mit einer Unterschriftenaktion eine außerordentliche Mitgliederversammlung erzwingen, um die Vorstandschaft mit Präsident Dr. Ralf Schmidt-Röh wegen dessen Nibelungentreue zum ungeliebten Trainer Slavko Petrovic zu stürzen.dg
- Heilbronner Stimme News Beitrag 2192 - Montag, 07.05.2001 um 11:33:05 Uhr
Beim KSC II keine glückliche Hand gezeigt
Fußball-Oberligist FV LaudaBeim Endspurt in der Fußball-Oberliga scheint dem FV Lauda die Luft auszugehen. Beim abstiegsgefährdeten Reserveteam des Karlsruher SC kassierten die schwächelnden Dais-Schützlinge erneut eine 1:2 (1:0)-Niederlage. Nach forschem Beginn der Platzherren neutralisierten sich beide Mannschaften in der ersten Hälfte im Mittelfeld. Zwingende Torchancen gab es deshalb auf keiner Seite.
Überraschend konnte Lauda nach 24. Minuten in Führung gehen. Beim Abwehrversuch des Karlsruhers Jung gegen Christian Wiesner im Strafraum hatte der Unparteiische eine Regelwidrigkeit erkannt, und Stefan Salzborn erwies sich als sicherer Elfmeterschütze.
Nach dem Wechsel brachte der KSC mit Martins und Augenstein zwei frische Angreifer aufs Feld. Es kam mehr Schwung in die Aktionen der Heimelf. Christian Gurgau hatte in Caruso einen guten Bewacher. Schön freigespielt von Slatnek glich Sven Eller in der 68. Minute für den KSC aus. Nur eine Minute später besorgte er auch den Siegtreffer. FV-Trainer Gerd Dais zeigte sich froh, dass "nicht noch höher" verloren wurde. (haba)
News Beitrag 2191 - Sonntag, 06.05.2001 um 09:57:39 Uhr
Karlsruher SC - Kickers Offenbach 2:0 (1:0)
Samstag, 5. Mai 2001:Karlsruher SC - Kickers Offenbach 2:0 (1:0)
9.850 Zuschauer
1:0 (12.) Werner Heinzen
2:0 (84.) Daniel Graf
(ka-fans/ira) Die Gäste aus Offenbach begannen die Begegnung offensiv. Bereits während der ersten 10 Minuten hatten sie 3 gefährliche Szenen vor dem KSC-Tor. Die beste Gelegenheit konnte Matthias Dworschak (8. Min) nicht nutzen, da die hoch konzentrierte KSC-Abwehr klären konnte. Dem KSC gelang durch einen hammerharten Diagonalschuß von Werner Heinzen die frühe Führung. Der Schuß sprang vom Innenpfosten in die Maschen. Ben Manga kurbelte in dieser Phase immer wieder das Spiel auf der linken Seite an. Nach 18 Minuten hatte Werner Heinzen eine noch bessere Gelegenheit, konnte diese aber nicht nutzen. Offenbach bleibt weiterhin offensiv ausgerichtet, so ergaben sich weitere Chancen für den KSC, der geschickt und schnell den ball laufen ließ. Daß This Waterink nach 21 Minuten eine gute Kopfballmöglichkeit hatte unterstreicht die hohe Laufbereitschaft der Gastgeber an diesem Nachmittag. Der KSC, der mit der Führung im Rücken bereits Mitte der ersten Halbzeit vom Kampf zum Spiel fand konnte phasenweise den Ball über 12 - 14 Stationen laufen lassen. Fast wäre dem OFC Sekunden vor dem Pausenpfiff der Ausgleich gelungen, doch Patrick Würll köpfte knapp neben den Pfosten (45.).
Nach der Pause leitete Werner Heinzen eine Chance für Aydin Cetin ein, dessen Schuß von einem OFC-Bein zur Ecke gelenkt wurde. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Laufarbeit und fairem Einsatz blieben die Badener spielbestimmend. Man ließ sich auch nicht dazu hinreisen, die nun gröbere, vom Schiedsrichter sehr selten geahndete, Gangart zu erwidern. Besonders Cetin und Heinzen wurden hart herangenommen. Um die 70. Spielminute hatten Martin Fabus, dessen Schuß zur Ecke abgelenkt wurde (70.) und Daniel Graf per Kopf nach Rus-Ecke (71.) die Chance zum 2:0. Nun brannte es im KSC-Strafraum, da Offenbach den Druck erhöhte. Der KSC kam erneut zu Kontern. Nach einem Doppelpaß zwischen Fabus und Heinzen, ging Fabus` Schuß noch knapp über das Tor (80.) doch 4 Minuten später Daniel Graf das umjubelte 2:0. Werner Heinzen bereitete dieser Treffer vor. Aydin Cetin, hatte nach schöner Vorarbeit durch die eingewechselten Andreas Backmann und Vitus Nagorny sogar noch das 3:0 auf dem Fuß (88.).
Der KSC, anfangs provoziert durch eine negativ-emotionale Plaketierung (5 vor 12), sah sich einer gefährlichen Anfangsviertelstunde ausgesetzt. Schließlich befolgte man die Weisheit "Wer alles gibt, hat schon gewonnen", die ebenfalls den einlaufenden Spielern entgegengehalten wurde. Als man sich nach anfänglicher Nervosität fang, fand man über dem Kampf zum Spiel. Der OFC spielte mit und kam selbst zu Torgelegenheiten, ohne jedoch Thomas Walter vor ernstere Probleme stellen zu können - da hatte Cesar Thier schon deutlich mehr brenzlige Situationen im Torraum zu meistern.
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Seitz (30.), Rus (71.) - Maier (25.), Becker (31.), Ertl (63.), Roth (65.)
Karlsruher SC:
Aufstellung: 1 Thomas Walter - 25 Thijs Waterink, 3 Marco Grimm, 24 Carsten Rothenbach - 2 Werner Heinzen, 17 Ben Manga, 4 Holger Seitz, 7 Theo Rus (73. 20 Andreas Backmann), 12 Aydin Cetin, 15 Daniel Graf (87. 30 Dominique Eller), 11 Martin Fabus (85. 9 Vitus Nagorny)
Ersatz: 22 Ference Rott, 6 Dirk Fenkler, 8 Robert Hanko, 16 Alessandro Caruso
Trainer: Stefan Kuntz
Kickers Offenbach:
Aufstellung: 21 Cesar Thier - 2 Matthias Dworschak, 5 Stefan Dolzer - 6 Patrick Dama, 16 Stefan Ertl (86. 8 Thomas Brendel), 13 Patrick Würll, 9 Matthias Becker, 20 Angelo Barletta, 10 Tom Stohn, 14 Günter Maier, 19 Tobias Schindler
Ersazt: 1 René Keffel (ET), 11 Frank Mager, 22 Dietmar Roth, 23 Patrick Glöckner, 28 Mayer, 30 Sarfo
Trainer: Ramon Berndroth
Schiedsrichter: Lange (Filderstadt) - Assistenten: Stettner, Blos.
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