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KA-FANS News - Einträge 1981 - 1990


ka-fans.de News Beitrag 1969 - Samstag, 10.03.2001 um 18:02:03 Uhr

KSC in der Krise?

(foxhunter) Der KSC musste heute seine 2 Saisonniederlage einstecken. Und das ausgerechnet beim Tabellen-dreizehnten. Vor kanpp 3.000 Zuschauern begann der KSC sehr offensiv. Die Badener konnten sich auch gleich einige gute Möglichkeiten herausspielen, blieben aber ansonsten recht blass. Die Gastgeber lauerten geschickt auf Konter. Ein ums andere mal standen Burghauser frei vor Walter, der aber mit guten Reflexen die Mannen von Stafan Kuntz vor einem 0:1 Rückstand bewarte.
Nach der Pause das gleiche bild. Der KSC meist im angriff, die Oberbayern abwartend. Aus dem Abwarten der Wackerer wurde ab der 70.Minuten dann ein gutes und offensiv geführtes Spiel. Dadurch boten sich immer mehr Möglichkeiten. So auch in der 75.Minute, als Mouhani alleine auf Keeper Walter zuging und in ihm seinen Meister fand. Fünf Minuten vor Schluss gelang den Burgausern dann der überraschende 1:0 Siegtreffer aus 5 Metern. Die Gäste versuchten zwar noch in der Folge den Ausgleich zu erzeielen, doch hatten der Tabellenführer am heutigen tage das Glück nicht gepachtet.
Am Ende gewann Wacker Burghausen verdient mit 1:0, und verschafft sich somit etwas Luft im Abstiegskampf. Beim KSC muss man die kommende Woche abwarten, ob sich aus einer Pechsrähne doch noch eine Krise entwickelt.
Kicker News Beitrag 1968 - Freitag, 09.03.2001 um 09:22:59 Uhr

Weis fordert mehr Risiko

Karlsruher SC: 0:0 gegen Darmstadt löst keine Unruhe aus

Das 0:0 gegen Darmstadt war eine kleine Enttäuschung. Aber so richtig beunruhigt ist keiner im Wildpark. Coach Kuntz sieht gar einen möglichen Lernprozess für seine Elf. Der zuletzt wegen einer Gelb- Roten Karte gesperrte Tobias Weis schlägt in die gleiche Kerbe: "Das gibt keinen Rückschlag für uns. Wir sind als Mannschaft gefestigt, ein schwächeres Spiel wirft uns nicht um." Die Hoffnungen in Burghausen die Erfolgsserie auszubauen, ruhen auf dem zurückkehrenden Spielmacher und Torjäger Weis.

Doch der Techniker, der die Partie gegen den Tabellenvierten Darmstadt 98 im Fanblock verfolgte, wehrt sich, "der Heilsbringer zu sein. Auch mit mir gab's schwächere Spiele. Unser Kader ist in der Lage, jeden Ausfall zu kompensieren". Um allerdings gleich hinzuzufügen: "Wir müssen wieder mit mehr Risiko vor's gegnerische Tor kommen. Allerdings dürfen wir Burghausen nicht unterschätzen, müssen höllisch aufpassen. Keiner darf an unser sicheres 3:0 im Wildparkstadion denken, denn zu Hause ist Burghausen bärenstark."

Peter Putzing
- Neuß-Grevenbroicher Zeitung News Beitrag 1967 - Freitag, 09.03.2001 um 09:21:28 Uhr

Europameister Kuntz hat Karlsruher Herzen geweckt

Karlsruhe (rpo). Im Gegensatz zu seinen prominenten Kollegen wie Rudi Völler, Matthias Sammer oder Andreas Brehme, allesamt Vertreter der "neuen Trainergarde", arbeitet Stefan Kuntz vorerst beim Regionalligisten Karlsruher SC in der dritten Reihe.
Zeitlich gesehen war Europameister Kuntz nach dem heutigen Nürnberger Klaus Augenthaler sogar der erste der deutschen Welt- und Europameister von 1990 bzw. 1996, der in Deutschland den Sprung ins Trainergeschäft wagte, doch treibt der 38-Jährige seine "zweite Karriere" in kleinen Schritten voran und arbeitete bisher lediglich im Amateurbereich.

"Früher oder später werde ich sowieso in der ersten Liga trainieren", erklärt der Coach des Regionalliga-Tabellenführers Karlsruher SC selbstbewusst. Zunächst geht der 25-malige Nationalspieler aber davon aus, dass er auch in der nächsten Saison bei den Badenern tätig sein wird: "Nur wenn Real Madrid an mich herantreten würde, käme ich sicher ins Grübeln."

Aufgrund der erfolgreichen Zwischenbilanz des Trainers Stefan Kuntz ist jedoch davon auszugehen, dass die leise Anfrage seines Ex-Klubs 1. FC Kaiserslautern im Oktober vergangenen Jahres nicht der letzte Versuch eines Erstligisten bleibt, den mit 179 Treffern bislang fünftbesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte zu ködern.

Nur drei Monate nach dem Ende seiner Spielerkarriere 1999 beim VfL Bochum übernahm der 25-malige Nationalspieler seinen Heimatverein Borussia Neunkirchen und führte ihn auf Anhieb zur Meisterschaft in der Oberliga Südwest. Mit dem KSC steht der Fußballer des Jahres 1991 bei zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz vor dem zweiten Titel in seinem zweiten Trainerjahr. "Wenn wir den Aufstieg in die zweite Liga schaffen sollten, sähe meine Bilanz in der Tat gut aus. Es wäre aber der Erfolg eines guten Trainerteams", meint Kuntz bescheiden, glaubt aber "dass es uns gelungen ist, die Herzen der Karlsruher Zuschauer wieder zu wecken."

Für die Trainerarbeit der Welt- und Europameister sieht Kuntz zwei entscheidende Vorteile: "Zum einen geht uns ein Ruf voraus, der uns schon im Vorfeld ein gewisses Ansehen sichert. Zum zweiten hat es von uns keiner nötig, sich in den Mittelpunkt zu stellen. So kann sich die Mannschaft mehr in den Vordergrund spielen. Aber letztendlich müssen wir alle erst noch langfristig beweisen, dass wir erfolgreich arbeiten können." Unter den Kollegen, die die Trainerlizenz mit Kuntz im Schnellkurs für verdiente ehemalige Nationalspieler erworben haben, sieht der Ex-Stürmer noch eine Vielzahl potenzieller Bundesligatrainer: "Jürgen Kohler oder Stefan Reuter werden sich mit Sicherheit durchsetzen können."

Der beinah nathlose Übergang wie in seinem Fall habe durchaus Probleme mit sich gebracht, "aber letztlich würde ich es wieder so tun." Ein Kurz-Comeback als Spieler schließt Kuntz trotz vorhandener Fitness aber aus: "In Neunkirchen habe ich im Vorjahr versprochen, dass ich mich für ein Spiel selbst aufstelle, wenn wir vorzeitig als Meister feststehen sollten und musste dieses Versprechen am Ende tatsächlich einlösen. Aber noch einmal werde ich ein solch vorschnelles Versprechen sicher nicht abgeben."
- Passauer Neue Presse News Beitrag 1966 - Freitag, 09.03.2001 um 09:19:56 Uhr

SV Wacker prüft Ambitionen des Spitzenreiters

Morgen stellt sich Karlsruher SC zum Schlager der Fußball-Regionalliga vor - Gastgeber bangt um Einsatz von Manfred Burghartswieser

Von Franz Aichinger

Ein 0:0 und ein 1:1 trotz klarer Überlegenheit: Die Regionalliga-Fußballer des SV Wacker Burghausen treten nach der Winterpause in der Tabelle auf der Stelle. Keine rosigen Aussichten auf den ersten "Dreier" im Jahr 2001 bestehen auch am Samstag um 14.30 Uhr, wenn sich der Spitzenreiter Karlsruher SC im Sportpark vorstellt.


Die Gastgeber, die in der Vorrunde mit 0:3 das Nachsehen hatten, streben gegen das dominierende Team dieser Spielklasse zumindest einen Teilerfolg an. "Es wird eine schwere Partie, aber in dieser Liga ist alles machbar. Wenn wir zu unserem Spiel finden und unsere Leistung abrufen können, bin ich zuversichtlich, dass wir etwas holen", stärkt Manager Kurt Gaugler seinen Wackerianern den Rücken.
Die Burghauser erwartet ein hartes Stück Arbeit. Immerhin hat Karlsruhe, das trotz angespannter Finanzlage einen Etat von 15 Millionen Mark besitzt, in 22 Partien 13 Siege und acht Remis geschafft und strebt damit die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga an, die fast Pflicht ist. Nur Neuling SSV Jahn Regensburg konnte dem deutschen Meister von 1909 (damals noch Phönix Karlsruhe) sowie Pokalsieger von 1955 und 1956 bislang eine Niederlage zufügen (1:3).
Die Truppe des Neu-Trainers Stefan Kuntz startete ebenfalls nicht optimal in die Frühjahrsrunde. Dem 3:0 bei SV Elversberg folgte ein enttäuschendes 0:0 im Spitzenspiel gegen SV Darmstadt 98. Dennoch profitierte der Primus, der bei seinen Auftritten im Wildparkstadion im Schnitt rund 10 000 Besucher begrüßen kann, vom Ausrutscher des Verfolgers 1. FC Schweinfurt (0:3 gegen VfR Mannheim) und baute den Vorsprung auf vier Zähler aus. Der ehrgeizige Europameister von 1996 auf der KSC-Bank warnt jedoch vor den Burghausern und verweist auf deren Heimstärke: "Ein Prozent Überheblichkeit sind zehn Prozent Leistungseinbuße."
Prunkstück der Badener ist die Abwehr, die erst neun Gegentore kassiert hat. Keeper Thomas Walter ist meist wenig beschäftigt, aber stets in Top-Form. Die Dreierkette mit Marco Grimm, dem Niederländer Thijs Waterink und Michael Zepek hat absolutes Zweitliga- Format und wird wohl auch morgen hinten dicht machen. Nach seiner Gelbrot-Sperre zieht der zuletzt schmerzlich vermisste Spielmacher Tobias Weis wieder die Fäden. Der Spezialist für "Standard-Situationen" ist mit neun Treffern auch der erfolgreichste Schütze.
"Wir haben Respekt, aber keine Angst", macht Rudi Bommer seinen Schützlingen Mut. Der Chef-Trainer des SV Wacker, der von einer guten Stimmung in seinem Team berichtet, kann bis auf den aufgrund einer Grippe angeschlagenen Manfred Burghartswieser und Sorin Csipkar (fehlende Freigabe) aus dem Vollen schöpfen. Bei der Aufstellung lässt er sich noch nicht in die Karten schauen. Denkbar ist, dass der Trainer der Formation eine Chance zur Wiedergutmachung gibt, die bei den Amateuren des TSV 1860 München in der ersten Halbzeit keine gute Figur abgegeben hat.
Als Wackelkandidaten gelten dabei Roland Stein und Neuzugang Ivan Dimitrov. Stefan Binder oder Martin Oslislo stehen für die Positionen im Mittelfeld bereit und könnten auch bei einem Ausfall von Burghartswieser einspringen. "Sie haben sich gegen 1860 aufgedrängt", bestätigt Bommer indirekt einen Einsatz des Duos.
Wohl fühlt sich der Burghauser Übungsleiter in der Rolle des Außenseiters: "Der KSC ist eindeutig Favorit, deshalb haben wir nichts zu verlieren. Wir können mit Selbstvertrauen antreten und werden dem Gegner das Leben sehr schwer machen." Damit bei dem wichtigen Duell auch Unterstützung von den Rängen kommt, richtet Bommer diesmal sogar einen Appell an die Fans: "Wir brauchen jeden Zuschauer. Eine Mannschaft, die voraussichtlich in der nächsten Saison in der 2. Liga spielt, kann man sich ruhig mal anschauen."
- Heilbronner Stimme News Beitrag 1965 - Freitag, 09.03.2001 um 09:19:02 Uhr

VfR Mannheim entlässt Günter Sebert

Fußball-Regionalliga: Premiere für Rainer Ulrich - KSC will sich bei Wacker Burghausen rehabilitieren

Wiedergutmachung für die Patzer am vergangenen Wochenende ist für das Spitzenduo der Fußball-Regionalliga Süd, Karlsruher SC und FC 05 Schweinfurt, am Samstag angesagt. Der KSC muss in Burghausen ran, Schweinfurt bei den Amateuren des VfB Stuttgart.

Tabellenführer KSC will sich beim abstiegsbedrohten SV Wacker Burghausen für das enttäuschende jüngste 0:0 gegen Darmstadt 98 rehabilitieren. Für Schweinfurt, wo nach der 0:3-Heimblamage gegen den VfR Mannheim der Haussegen schief hängt, wird es bei den Amateuren des VfB Stuttgart ungleich schwieriger.

Die Verantwortlichen der anderen Vereine im oberen Tabellendrittel sprechen - zumindest öffentlich - nicht über den Aufstieg in die Zweite Liga, obwohl sich ihre Situation etwas verbessert hat.

Eintracht Trier liegt als Dritter mit sechs Punkten Rückstand auf Schweinfurt noch gut im Rennen, zumal die Sportfreunde Siegen kein allzu großer Brocken sein dürften. Trainer Paul Linz will von Aufstieg dennoch nichts wissen.

"Wir können in ganz ferner Zukunft vielleicht mal über höhere Aufgaben nachdenken", sagte er. "Nur mit Kampf und Glück kann man schließlich nicht jedes Spiel gewinnen." Linz muss auf den gesperrten Routinier Vitomir Milosevic (35) verzichten.

Auch der SV Darmstadt 98 bleibt trotz des Achtungserfolgs in Karlsruhe bescheiden. " Wir schauen nicht mehr nach oben", erklärte Kapitän David Wagner. " Dazu haben wir in der Hinrunde schon viel zu viele Punkte abgegeben." Lautes Nachdenken über den Aufstieg ist für den Regionalliga-Fünften vor dem Heimspiel gegen SpVgg 07 Elversberg nicht nur sportlich "völlig vermessen " (Wagner).

Die Zweite Liga wäre für den hessischen Traditionsverein auch aus finanziellen Gründen ein kaum zu verantwortendes Abenteuer. Bezeichnenderweise müssen Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Nürnberg (23. März, 19.30 Uhr) und Bundesligist Eintracht Frankfurt (24. April, 19.30 Uhr) zu Benefizspielen antreten, um die "Lilien" wirtschaftlich vor dem Verblühen zu retten.

Anderen Clubs steht sportlich das Wasser bis zum Hals. So etwa dem FC Carl Zeiss Jena, der vor der Partie bei Rot-Weiß Erfurt auf den letzten Platz abgerutscht ist. Für FC-Trainer Slavko Petrovic dürfte es ein "Schicksalsspiel" werden, denn bereits vor der Winterpause hatte ihm die Vereinsleitung als Aufgabe einen "deutlichen Punktezuwachs" gestellt.

Der bislang enttäuschende Saisonverlauf des VfR Mannheim blieb für Trainer Günter Sebert nicht ohne Folgen. Trotz des überzeugenden 3:0 in Schweinfurt trennten sich die Badener nach drei Jahren von dem 52-Jährigen.

Seberts Nachfolger wird Rainer Ulrich, dessen Bruder Wolfgang VfR-Abteilungsleiter ist. Ulrich feiert seine Premiere im Spiel gegen gegen den Tabellennachbarn VfR Aalen.

Der wird allerdings wieder in Bestbesetzung auflaufen, denn die Mittelfeldspieler Michael Butrej und Lars Müller haben ihre Verletzungen auskuriert.

Pfullendorfs Trainer Frank Wormuth hat Personalsorgen. Neben dem gesperrten Thomas Stehle ist auch Mittelfeldspieler Ivica Magdic wegen einer Knöchelprellung immer noch leicht angeschlagen.
KA-NEWS News Beitrag 1964 - Freitag, 09.03.2001 um 09:17:17 Uhr

KSC - Auf zur Punktejagd nach Bayern

Karlsruhe - Zum Auswärtsspiel am kommenden Samstag (Anpfiff: 14.30 Uhr) gegen Wacker Burghausen setzt sich der Tross des Regionalligisten Karlsruher SC schon am morgigen Freitag Richtung Bayern in Bewegung. Trainer Stefan Kuntz will dann nochmals der Mannschaft Gelegenheit zum Training vor Ort bieten, da seiner Ansicht nach die lange Anfahrt kompensiert werden muss.

Einzig auf den Einsatz von Andreas Backmann, der im Training diese Woche umgeknickt ist, muss der Coach verzichten. Backmann wird aber nächste Woche das Training wieder aufnehmen. Auf jeden Fall wird Tobias Weis in die Aufstellung zurückkehren. Stürmer Martin Fabus hat laut dem Trainer aufgrund seiner Trainingsleistung Anschluss an die Stammelf gefunden.

Nach dem Spiel gegen Darmstadt hat Kuntz mit seinen Schützlingen diese Woche viele Gespräche geführt. Ergebnis war, dass die Trainingsleistungen gestern und vorgestern "sehr gut" waren. Gegner Wacker Burghausen sei eine "gute Heimmannschaft", was seine Fußballer zu "hoher Konzenteration verpflichtet", so Kuntz.

Nach zwei Pflichtspielen sieht der Trainer nun seine Mannschaft nahe bei ihrer eigentlichen Leistungsstärke und verspricht für den Samstag offensiven Fußball: "Ich kann auf eine Null-Nummer verzichten, wenn wir gewinnen!" (pab)
Boulevard Baden News Beitrag 1963 - Freitag, 09.03.2001 um 09:16:20 Uhr

Kuntz: Für Real käme ich ins Grübeln

Der Trainer des Karlsruher SC hat viele „Herzen geweckt”

Karlsruhe. Er wandelt auf den Spuren der „neuen Trainergarde” um Rudi Völler, Matthias Sammer oder Andreas Brehme, im Gegensatz zu seinen prominenten Kollegen arbeitet Stefan Kuntz aber vorerst noch in der dritten Reihe. Zeitlich gesehen war Europameister Kuntz nach dem heutigen Nürnberger Klaus Augenthaler sogar der erste der deutschen Welt- und Europameister von 1990 bzw. 1996, der in Deutschland den Sprung ins Trainergeschäft wagte, doch treibt der 38-Jährige seine „zweite Karriere” in kleinen Schritten voran und arbeitete bisher lediglich im Amateurbereich.

„Früher oder später werde ich sowieso in der ersten Liga trainieren”, erklärt der Coach des Regionalliga-Tabellenführers Karlsruher SC selbstbewusst. Zunächst geht der 25-malige Nationalspieler aber davon aus, dass er auch in der nächsten Saison bei den Badenern tätig sein wird: „Nur wenn Real Madrid an mich herantreten würde, käme ich sicher ins Grübeln.” Aufgrund der erfolgreichen Zwischenbilanz des Trainers Stefan Kuntz ist jedoch davon auszugehen, dass die leise Anfrage seines Ex-Klubs 1. FC Kaiserslautern im Oktober vergangenen Jahres nicht der letzte Versuch eines Erstligisten bleibt, den mit 179 Treffern bislang fünftbesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte zu ködern. Nur drei Monate nach dem Ende seiner Spielerkarriere 1999 beim VfL Bochum übernahm der 25-malige Nationalspieler seinen Heimatverein Borussia Neunkirchen und führte ihn auf Anhieb zur Meisterschaft in der Oberliga Südwest.

Mit dem KSC steht der Fußballer des Jahres 1991 bei zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz vor dem zweiten Titel in seinem zweiten Trainerjahr. „Wenn wir den Aufstieg in die zweite Liga schaffen sollten, sähe meine Bilanz in der Tat gut aus. Es wäre aber der Erfolg eines guten Trainerteams”, meint Kuntz bescheiden, glaubt aber „dass es uns gelungen ist, die Herzen der Karlsruher Zuschauer wieder zu wecken.” Für die Trainerarbeit der Welt- und Europameister sieht Kuntz zwei entscheidende Vorteile: „Zum einen geht uns ein Ruf voraus, der uns schon im Vorfeld ein gewisses Ansehen sichert. Zum zweiten hat es von uns keiner nötig, sich in den Mittelpunkt zu stellen. So kann sich die Mannschaft mehr in den Vordergrund spielen. Aber letztendlich müssen wir alle erst noch langfristig beweisen, dass wir erfolgreich arbeiten können.”

Unter den Kollegen, die die Trainerlizenz mit Kuntz im Schnellkurs für verdiente ehemalige Nationalspieler erworben haben, sieht der Ex-Stürmer noch eine Vielzahl potenzieller Bundesligatrainer: „Jürgen Kohler oder Stefan Reuter werden sich mit Sicherheit durchsetzen können.” Der beinah nahtlose Übergang wie in seinem Fall habe durchaus Probleme mit sich gebracht, `aber letztlich würde ich es wieder so tun.´ Ein Kurz-Comeback als Spieler schließt Kuntz trotz vorhandener Fitness aber aus: „In Neunkirchen habe ich im Vorjahr versprochen, dass ich mich für ein Spiel selbst aufstelle, wenn wir vorzeitig als Meister feststehen sollten und musste dieses Versprechen am Ende tatsächlich einlösen. Aber noch einmal werde ich ein solch vorschnelles Versprechen sicher nicht abgeben.” (sid)
Boulevard Baden News Beitrag 1962 - Freitag, 09.03.2001 um 09:14:52 Uhr

Heimstarke Burghausener warten

KSC gastiert am Samstag beim Tabellendreizehnten

Karlsruhe. Viele Einzelgespräche wurden unter der Woche geführt. Beim 0:0 gegen den SV 98 Darmstadt lieferten die KSC-Kicker nicht gerade ihr bestes Saisonspiel in der Fußball-Regionalliga ab. Am Samstag (14.30 Uhr) geht es zum SV Wacker Burghausen. „Wir wollen gewinnen”, bringt es KSC-Coach Stefan Kunz klar auf den Punkt, „und ganz offensiv ausgerichtet agieren”. Doch der KSC ist gewarnt: Von 25 Punkten holten die Schützlinge von Rudi Bommer 19 im heimischen Stadion. Gegen die heimstarken Burghausener fällt definitiv Andreas Backmann aus, der sich im Training den Knöchel verdrehten hat. Tobias Weis hingegen ist nach seiner Grippe wieder fit.

Erstmals seit langem war auf der obligatorischen Pressekonferenz von der Vorstandschaft kein Vertreter zu sehen. „Sie sind alle unterwegs”, brachte es Pressesprecherin Ute Maag auf den Punkt, wollte sich aber nicht näher zu den Terminen der Herren äußern. Auch eine Lizenz-Reise nach Frankfurt ins DFB-Lager wollte niemand bestätigen. Unterdessen dementierte Stefan Kuntz Abwanderungsgedanken. Der Sportinformationsdienst (sid) hatte berichtet, dass Kunz für Real Madrid den KSC sofort verlassen würde. „Das war doch nur Spaß”. (cal)
- Darmstädter Echo News Beitrag 1961 - Dienstag, 06.03.2001 um 12:20:33 Uhr

SV 98 macht auf sich aufmerksam

Einmal rein theoretisch gerechnet: Wenn eine Mannschaft in einer Fußballsaison 34-mal 0:0 spielt, ist sie zwar ungeschlagen, aber auch sieglos. Sie sammelt 34 Punkte – und steigt höchstwahrscheinlich ab. Genau so viele Punkte hat der SV Darmstadt 98 nach derzeit 22 Regionalliga-Spielen, bei zwölf Zählern Differenz zu den Abstiegsplätzen und neun Punkten Rückstand auf Aufstiegsrang zwei.
Rechnerisch ist bei noch zwölf Punktbegegnungen alles möglich, nach oben wie nach unten. Eine bislang überaus erfreuliche Bilanz. Denn nicht immer hat sich der SV 98 mit Nullnummern zufrieden geben müssen wie in den insgesamt 180 Spielminuten gegen Spitzenreiter Karlsruher SC.

Wobei die Südhessen in beiden Begegnungen die bessere Mannschaft waren, was wiederum überrascht angesichts der unterschiedlichen Ausgangspositionen vor Saisonbeginn: Die badische Ausnahmemannschaft hat auf dem direkten Weg zurück in den Profifußball im Vergleich zu Darmstadt mindestens das Achtfache an Finanzmitteln zur Verfügung.

Das spricht letztlich aber für die konsequente Arbeit an allen Fronten beim SV 98, der bislang eine außergewöhnliche, eigentlich kaum zu erwartende Rolle in dieser neuen Regionalliga spielt. Und damit erstmals seit dem Abstieg aus der Zweiten Liga 1993 glänzende sportliche Perspektiven bietet. Was eine ganze Menge bedeutet für die ganz speziellen Darmstädter Verhältnisse und Möglichkeiten.

Überschwang indes muss sich genau deshalb aber (noch) nicht einstellen, dazu besteht kein Anlass. Denn selbst das hoch verdiente 0:0 beim KSC unterstrich, dass die Mannschaft verstärkt werden muss, soll der Name „Darmstadt“ möglichst bald wieder auf der Profifußball-Landkarte auftauchen.

Nach Schwächen zu Saisonbeginn (zehn der 24 Gegentore fielen in den ersten sechs Spielen) ist auf das Abwehrverhalten Verlass. Doch bei allen positiven spielerischen und läuferischen Ansätzen ist augenscheinlich, dass bei aller Fertigkeit schneller von Abwehr auf Angriff umgeschaltet werden muss.

Vor allem auf den Außenpositionen im Mittelfeld, bei Flanken besteht Lernbedarf, um mehr Torgefahr zu entwickeln. Der finale Pass auf den Dreier-Angriff gelingt zu selten. Ebenso die Torgefahr durch Distanzschüsse und auch bei den so genannten Standardsituationen. Und im Angriff bleiben nach wie vor zu viele gute Chancen ungenutzt. Im Zweikampf-Verhalten „eins gegen eins“ ist dazu mehr Durchsetzungsvermögen erforderlich.

„Bei einer so abwehrstarken Mannschaft wie dem KSC bekommt man nicht viele Chancen. Die muss man halt nutzen“, trauerte Trainer Michael Feichtenbeiner der Möglichkeit von David Wagner (40.) ein wenig nach. Wer weiß, wie dann das Spiel gelaufen, wie es dann ausgegangen wäre.

Sein KSC-Kollege Stefan Kuntz bemühte jedenfalls den Satz „beide Mannschaften haben sich neutralisiert“, was aber allenfalls die taktische Ausgefuchstheit des Gastes aus Südhessen nachweist.

Der SV 98 jedenfalls muss sich derzeit vor keiner Mannschaft fürchten, im Gegenteil, er wird beachtet, weil er auf sich aufmerksam gemacht hat, weil man ihn respektiert, ob seiner gelungenen Auftritte auch (wie der KSC mit dem Aberglauben bei der Trikotwahl) ein wenig fürchtet.

Ein bisschen Gruseln muss aber wohl auch der SV 98 haben: Am Mittwoch sind die Spieler ins Darmstädter Cinemaxx eingeladen. Zum Gruselfilm „Hannibal“. Damit die Mannschaft am Samstag ab 15.00 Uhr die SV Elversberg das Fürchten lehrt?
KSC-Server News Beitrag 1960 - Dienstag, 06.03.2001 um 12:16:40 Uhr

Offizielle Termine

Freundschaftsspiel gegen Usbekistan

Die erste Mannschaft des KSC bestreitet am Mittwoch, 21. März 2001 um 16.30 Uhr ein Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Usbekistans. Gastgeber der Begegnung ist der SV Königsbach (Fußballkreis Pforzheim).

KSC-Trainingsplan vom 5. bis 11. März 2001

Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz trainiert diese Woche voraussichtlich zu folgenden Zeiten:

Sonntag, 4.3.: frei
Montag, 5.3.: 15 Uhr
Dienstag, 6.3.: 10 Uhr + 15.30 Uhr
Mittwoch, 7.3.: 10 Uhr
Donnerstag, 8.3.: 15 Uhr
Freitag, 9.3.: 10 Uhr Abfahrt nach Burghausen, Training vor Ort
Samstag, 10.3.: 14.30 Uhr Wacker Burghausen - KSC
Sonntag, 11.03.: 10 Uhr

Kurzfristige Änderungen des Trainingsplans sind möglich.
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