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Stuttgarter Zeitung News Beitrag 1919 - Montag, 26.02.2001 um 15:27:38 Uhr

Der Primus ist nicht auf Rosen gebettet

Die Karlsruher siegen auch in Elversberg, suchen nach Spielern für die zweite Liga - und auch nach neuen Millionen vom Vermarkter?

KARLSRUHE. Sportlich ist der Regionalliga-Spitzenreiter Karlsruher SC auf dem besten Weg. Nach dem 3:0 in Elversberg wird der Aufstieg in die zweite Liga immer wahrscheinlicher. Doch es gibt unangenehme Gerüchte, die sich mit Finanzproblemen beschäftigen.

Von Peter Putzing

Rus (18.), Graf (28.) und ein Eigentor von Haffner (45.): das erste Punktspiel im neuen Jahr bei der SpVgg Elversberg war schon zur Halbzeitpause abgehakt. Wer will die Karlsruher noch aufhalten? Der KSC-Trainer Stefan Kuntz dämpft zwar die längst aufgekommene Euphorie, will "unbedingt erst noch die nächsten drei, vier Spiele abwarten''. Andererseits bastelt der ehemalige Nationalspieler bereits für die kommende Saison - in der zweiten Liga, versteht sich.

Kommen sollen die beiden U-20-Nationalspieler Engelhardt und Fritz aus Erfurt. Bereits unterschrieben hat der 22-jährige Torjäger Danny Fuchs von den Amateuren des TSV 1860 München. Der, so Kuntz, sei "ein beidfüßig starker Offensivspieler, mit dem wir variabler agieren können''. Für Kuntz ist Fuchs "der beste Spieler der Regionalliga''. Der Trainer bekennt auch, dass der KSC noch Verstärkungen für alle Mannschaftsteile sucht. Und dies sollen dann Spieler sein, "die über Erfahrung verfügen''.

Kosten dürfen die Neuen jedoch nicht allzu viel - sollten die Gerüchte in Karlsruhe nicht mehr als eben nur Gerüchte sein. Angeblich werde der KSC im April Schwierigkeiten damit bekommen, die Gehälter zu überweisen - und das, obwohl die "Kinowelt'' vor Saisonbeginn 15 Millionen Mark in den Klub gepumpt hatte. Der KSC-Geschäftsführer Wilfried de Buhr weist die Gerüchte in das Reich der Fabel. "Das ist blanker Unsinn. Es ist aber nichts Neues, dass der Verein in der dritten Liga nicht auf Rosen gebettet ist.'' Der Etat macht offiziell knapp mehr als 15 Millionen Mark aus - in der dritten Liga.

Der KSC hat im Verwaltungsbereich nicht abgespeckt, sondern zugelegt. Es stehen mehr Angestellte auf der Gehaltsliste des Vereins als im Jahr zuvor in der zweiten Bundesliga. Erheblich belastet wurde die Vereinskasse auch durch die Trennungsorgie. Das neue Präsidium trennte sich von allen, die irgendwie Kontakte zum ehemaligen Präsidenten Roland Schmider hatten. Marketingchef Finkbeiner, der Architekt der Verträge mit der "Kinowelt'', die dem KSC das Überleben gesichert haben, musste gehen - und erhielt eine Abfindung. Günther Vogel, den Abteilungsleiter der Amateure, deren Trainer Becker, den Schatzmeister Heiler und den Masseur Kroth ereilte das gleiche Schicksal. Die Abfindungen - Becker etwa hatte noch einen Vertrag bis 2003 - liegen alles in allem deutlich im sechsstelligen Bereich. Zudem hatte in Karlsruhe wohl niemand damit gerechnet, dass das neue Team derart furios auftrumpfen würde: die Prämien sind professionell. Für einen Sieg in der Regionalliga kassieren die Kicker stramme 4000 Mark; ein Remis bringt immerhin noch 1500 Mark.

Wellen schlug in Karlsruhe der Rauswurf von Schatzmeister Herbert Heiler, der beim KSC immerhin fast 20 Jahre Verantwortung getragen hat. Das "mangelnde Vertrauensverhältnis'' ist der Grund für die Trennung von dem 65-Jährigen. Heiler selbst mag jetzt zwar nicht schmutzige Wäsche waschen. Er will aber auf der Generalversammlung am 30. März den Mitgliedern Fakten über die finanzielle Situation beim KSC präsentieren.

Ungemach droht. Noch liegt die Entscheidungsfreiheit beim KSC, besitzt die "Kinowelt'' auf dem sportlichen Sektor kein Mitspracherecht, wenngleich einige Spieler über die Schiene des Vermarkters zum KSC gekommen sind. Sollte der ehemalige Bundesligist allerdings weitere "Kinowelt''-Millionen benötigen, dürfte der Vertrag wohl korrigiert werden - und der Traditionsklub seine Handlungsfreiheit einbüßen. Der Vizepräsident Werner Merkel, der einst Fanbeauftragter des Vereins war, erklärte schon vor Monaten, dass "so etwas'' mit ihm nicht zu machen sei. Doch ob der KSC, sollte die finanzielle Situation wirklich derart angespannt sein, überhaupt eine Wahl hat? Aufstieg und Ausverkauf - geht das Hand in Hand?
KA-NEWS News Beitrag 1918 - Montag, 26.02.2001 um 15:24:54 Uhr

Finanzprobleme beim KSC?

Geschäftsführer de Buhr weist Spekulationen zurück

Karlsruhe - KSC-Geschäftsführer Wilfried de Buhr hat heute Gerüchte zurückgewiesen, der Karlsruher Sportclub könne im April möglicherweise keine Gehälter überweisen. "Das ist blanker Unsinn", erklärte de Buhr, mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Die Stuttgarter Zeitung hatte heute das Thema erneut aufgegriffen und von Gerüchten um Finanzprobleme des KSC berichtet.

Danach wird die Kasse des KSC derzeit durch die Trennungsorgie erheblich belastet. Marketingchef Finkbeiner erhielt eine Abfindung. Der Vertrag mit dem ehemaligen Trainer der KSC-Amateure, Ede Becker, läuft noch bis 2003. Außerdem sollen die Prämien für die Kuntztruppe professionell sein. Für einen Sieg kassieren die Spieler 4.000 Mark, ein Unentschieden bringt noch 1.500 Mark.

Für Unruhe sorgt nach seinem Rauswurf der ehemalige Schatzmeister Herbert Heiler. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, will Heiler auf der Generalversammlung am 30. März den Mitgliedern Fakten über die finanzielle Situation beim KSC liefern.

Weiter wird über mögliche weitere "Kinowelt-Millionen" zur Unterstützung des Vereins spekuliert. Wahrscheinlich wird sich schon vor Ende März zeigen, was an den Gerüchten dran ist, denn bis 1. März muss der KSC einen Antrag auf Lizenzerteilung beim DFB abgeben und dort die Zahlen auf den Tisch legen. Geschäftsführer Wilfried de Buhr scheint dieser Prüfung auf jeden Fall mit Zuversicht entgegen zu sehen. (ano)
Mannheimer Morgen News Beitrag 1917 - Montag, 26.02.2001 um 15:24:02 Uhr

KSC bleibt auf Aufstiegskurs

FUSSBALL: 3:0 in Elversberg / Auch Schweinfurt erfolgreich

Der Karlsruher SC und auch der FC 05 Schweinfurt haben den Aufstieg in die 2. Bundesliga fest im Visier. Der Tabellenführer der Regionalliga Süd gewann sein erstes Spiel nach der Winterpause bei der SpVgg Elversberg am Samstag ungefährdet mit 3:0 und hat auf den Tabellendritten Eintracht Trier zwölf Punkte Vorsprung. Auch Schweinfurt holte am Sonntag drei Punkte mit dem 1:0 bei den Amateuren des FC Bayern München und festigte mit 43 Zählern Rang zwei. Chancen auf den Sprung in den Profi-Fußball - zwei Mannschaften steigen auf - hat noch der Tabellenvierte SV Darmstadt 98, der gegen den TSV 1860 München vor heimischer Kulisse mit 2:1 die Oberhand behielt. Die wirtschaftlichen Probleme haben Trainer Michael Feichtenbeiner und die Mannschaft nicht beeinflussen können, obwohl die Genehmigung für die Stadt-Bürgschaft durch das Regierungspräsidium noch nicht vorliegt.

Auch noch nicht im Aufstiegskampf geschlagen gibt sich die Trierer Eintracht, die mit dem hart erkämpften 3:2 über den SV Wehen (12.) den neunten Saisonsieg landete. Die Trierer holten zwei Mal einen Rückstand auf und setzten in der zweiten Halbzeit alles auf eine Karte. Den Siegtreffer vor 1950 Zuschauern erzielte Torjäger Joe Aziz in der 67. Minute. Ausgeschieden aus dem Aufstiegsrennen ist auch der VfR Aalen. Der schwäbische Verein, mit neun Punkteteilungen ein Remis-Spezialist, verlor bei Rot-Weiß Erfurt 0:2. VfR-Trainer Willi Entenmann war nicht gut zu sprechen auf sein Team, das seiner Meinung nach "40 Minuten lang die eindeutig bessere Mannschaft war, sich aber dann in der Abwehr eine Schlafwageneinlage leistete".

Die "rote Laterne" trägt nun der SC Pfullendorf (18 Punkte), dessen Partie gegen die Amateure des VfB Stuttgart wegen der schlechten Witterungsbedingungen ausfiel. Der FC Carl Zeiss Jena bleibt mit nun 19 Zählern Vorletzter. Die sonst auswärtsschwachen Thüringer führten beim SSV Jahn Regensburg bereits mit 2:0 zur Halbzeit, mussten aber in dem dramatischen Spiel vor 3000 Zuschauern noch in den letzten elf Minuten den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Der SV Wacker Burghausen kam trotz drückender Überlegenheit gegen den Tabellennachbarn Sportfreunde Siegen nicht über ein 0:0 hinaus.
Rheinpfalz News Beitrag 1916 - Montag, 26.02.2001 um 15:23:21 Uhr

Karlsruhe ist auf dem Weg Richtung 2. Liga

Der Karlsruher SC drängt mit Macht in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Elf von Stefan Kuntz wies am ersten Spieltag der Regionalliga Süd nach der Winterpause den SV Elversberg klar mit 3:0 in die Schranken.

Die Marschrichtung ist klar: Am ersten Spieltag nach der Winterpause in der Fußball-Regionalliga Süd unterstrich Spitzenreiter Karlsruher SC seine Ausnahmestellung mit einem glatten 3:0 bei der SV Elversberg. Damit marschiert die Elf von Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz weiter in Richtung Aufstieg in die zweite Bundesliga. Auch der Tabellenzweite FC 05 Schweinfurt festigte seine glänzende Ausgangsposition durch das 1:0 bei Bayern Münchens Amateuren (Torschütze Darko Ramovs). Als einzige Partie fiel das Heimspiel des SC Pfullendorf gegen die Amateure des VfB Stuttgart dem schlechten Wetter zum Opfer.

In Elversberg war die Partie für den KSC nach den Treffern von Teo Rus (20.), Daniel Graf (32.) und des Elversbergers Charles Haffner per Eigentor (45.) bereits zur Pause entschieden. Der neue Tabellendritte Trier verwandelte gegen Wehen einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Erfolg.

Darmstadt 98 besiegte dank Matthias Örüms spätem Treffer (87.) die nur noch zehn Amateure des TSV 1860 München (Gelb-Rot für Schlüter/88.) mit 2:1. Federn ließen der VfR Aalen (0:2 bei Rot-Weiß Erfurt) und der VfR Mannheim (0:3 gegen Kickers Offenbach) im Kampf um den Aufstieg.

Das bisherige Schlusslicht Kickers Offenbach überraschte mit dem 3:0-Erfolg in Mannheim. Die Kickers verließen damit den letzten Tabellenplatz. Einen wichtigen Sieg verpasste der ebenfalls vom Abstieg bedrohte FC Carl Zeiss Jena. Über ein torloses Unentschieden kam Wacker Burghausen gegen die Sportfreunde Siegen im Keller-Duell trotz bester Chancen nicht hinaus.
- Heilbronner Stimme News Beitrag 1915 - Sonntag, 25.02.2001 um 11:28:38 Uhr

Können nur an uns selber scheitern

Für Regionalliga-Tabellenführer Karlsruher SC beginnt der Endspurt - Trainer Stefan Kuntz im Interview

Das Unternehmen Aufstieg in die zweite Bundesliga wird beim Karlsruher SC heute mit dem Auswärtsspiel bei der Spvgg Elversberg fortgesetzt. Die Rückkehr in den bezahlten Fußball kann sich der Regionalliga-Tabellenführer nur noch selbst verbauen, sagt Trainer Stefan Kuntz im Interview mit Redakteur Friedhelm Römer.

Der KSC hat zwölf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz bei nur noch 14 verbleibenden Begegnungen. Woran kann der Aufstieg überhaupt noch scheitern?

Kuntz: Eigentlich können wir nur noch an uns scheitern, wenn wir überheblich werden, oder großes Verletzungspech haben.

Ist Ihre Mannschaft für die restlichen 14 Spiele gerüstet?

Kuntz: Ich denke schon. Die Mannschaft macht einen fitten Eindruck.

Außerdem kann ich aus dem Vollen schöpfen, habe mit Ausnahme von Robert Hanko, der einen Bluterguss hat und eine Woche pausieren muss, keine Ausfälle.

Wie gehen Sie mit der fast erdrückenden Favoritenrolle um. Schließlich erwartet man inzwischen vom KSC den Aufstieg?

Kuntz: Das ist auch für mich eine neue Situation, zumal wir nicht wissen konnten, dass die Mannschaft so schnell zusammenwachsen würde. Fachlich ist das kein Problem.

Jetzt rückt die mentale Frage in den Vordergrund. Wenn wir jetzt beispielsweise dreimal hintereinander verlieren, stehen wir plötzlich vor einer anderen Situation.

Haben Sie geahnt, dass sich die Mannschaft so schnell finden würde?

Kuntz: Nein, das konnte keiner ahnen. Am Anfang konnten wir die Stärke nicht richtig einordnen, aber letztlich schweist der Erfolg schneller zusammen.

Was hat Sie in Ihrer bisherigen Amtszeit in Karlsruhe am meisten überrascht?

Kuntz: Der Einfallsreichtum unserer Fans. Wenn sie die Identifikation der Mannschaft mit dem Verein erkennen, sind sie auf unserer Seite.

Die Spieler genießen eine hohe Akzeptanz bei den Fans und im Umfeld. Diese Sache darf man nicht unterschätzen.

Die Wäschefrauen und der Zeugwart gehören schließlich auch zum KSC. Aus dem Spielerkreis kam beispielsweise die Idee, Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiter zu besorgen.

Ist das auch ein Grund, warum der KSC auf einen für Regionalliga-Verhältnisse beeindruckenden Zuschauerschnitt von rund 10 000 kommt?

Kuntz: Das ist zumindest das Credo, was ich als Trainer rüberbringen will. Wir verdienen alle gutes Geld, daher müssen wir diesen Verein auch nach außen entsprechend repräsentieren.

Zwölf Punkte auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Hat der KSC die Konkurrenz zur Verzweiflung gebracht?

Kuntz: Je mehr es dem Saisonende zugeht, haben viele Mannschaften gewisse Ziele. Ich erwarte in den restlichen Spielen mehr Gegenwehr und Verbissenheit als Resignation bei der Konkurrenz.

Sind Sie innerlich eigentlich noch ein wenig Spieler?

Kuntz: Ich bin gerade noch am Abnabeln. Es gibt noch Situationen, beispielsweise nach manchen Siegen, wo ich am liebsten sagen würde: " Jungs, wo gehen wir gleich noch hin zum Feiern." Dann muss ich mich bremsen und realisiere, das ich ja der Trainer bin und die Mannschaft auch mal in Ruhe lassen muss.

Mit der Ruhe dürfte es für Michael Zepek ja jetzt vorbei sein, nachdem das 18-Millionen-Angebot von Real Madrid die Runde machte.

Kuntz: Ja, das sieht so aus. Aber auch so etwas gehört zur Persönlichkeits-Entwicklung dazu, wenn du besser sein willst als der Schnitt.

Wir werden ihn darauf vorbereiten, aber letztendlich muss er seinen eigenen Weg finden. Jetzt ist er nicht mehr der aufstrebende U-20-Nationalspieler, sondern der, der angeblich von allen möglichen Topclubs umworben wird.

Dabei hat sich eigentlich nichts geändert. Er bringt die gleiche Leistung wie vorher.

Nur die Umstände sind plötzlich andere.

Wo haben Sie in der Mannschaft noch Schwächen ausgemacht?

Kuntz: Das Defensivverhalten haben wir sehr gut hinbekommen. Jetzt arbeiten wir vor allem noch daran, dass die Laufwege ökonomischer werden.

Es ist wichtig, in jeder Sekunde mit dem Kopf zu spielen, ohne dabei das Instinktive zu verlieren. Am besten wäre eine grenzenlose Kreativität.

Dabei muss natürlich jeder ein Mindestmaß an Grunddisziplin haben.

Glauben Sie, Sie würden einen Spieler wie Krassimir Balakow hinbekommen?

Kuntz: Ich bin froh, dass ich diesen Spagat noch nicht machen muss.

Also Trainer werden Schritt für Schritt...

Kuntz: Ja, genau so ist es.

Heute geht es für Ihre Mannschaft zum Tabellenachten Elversberg, den der KSC sicherlich weghauen wird...

Kuntz: Nein. Für uns ist das eines unserer drei schwierigsten Auswärtsspiele.

Das ist ein hochmotivierter Gegner, der uns kämpferisch alles abverlangen wird.
- Darmstädter Echo News Beitrag 1914 - Sonntag, 25.02.2001 um 11:27:08 Uhr

Karlsruhe ist auf dem Weg Richtung 2. Liga

Die Marschrichtung ist klar: Den Karlsruher SC zieht es aus der Regionalliga Süd in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Elf von Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz erwischte am ersten Spieltag nach der Winterpause einen Start nach Maß und unterstrich seine Favoritenstellung als Spitzenreiter der Liga mit einem 3:0-Erfolg beim SV Elversberg.

Die Verfolger Eintracht Trier (3:2 gegen SV Wehen) und SV Darmstadt 98 (2:1 gegen 1860 München A) verkürzten durch Heimsiege den Abstand auf den zweiten Aufstiegsplatz. Der Tabellenzweite FC Schweinfurt trägt sein Spiel bei den Amateuren des FC Bayern München allerdings erst am Sonntag aus. Als einzige Partie fiel das Heimspiel des SC Pfullendorf gegen die Amateure des VfB Stuttgart dem schlechten Wetter zum Opfer.

In Elversberg war die Partie für den KSC nach den Treffern von Teo Rus (20.), Daniel Graf (32.) und des Elversbergers Charles Haffner per Eigentor (45.) bereits zur Pause entschieden. Der neue Tabellendritte Trier verwandelte gegen Wehen einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Erfolg.

Darmstadt 98 besiegte dank Matthias Örüms spätem Treffer (87.) die nur noch zehn Amateure des TSV 1860 München (Gelb-Rot für Schlüter/88.) mit 2:1. Federn ließen der VfR Aalen (0:2 bei Rot-Weiß Erfurt) und der VfR Mannheim (0:3 gegen Kickers Offenbach) im Kampf um den Aufstieg.

Das bisherige Schlusslicht Kickers Offenbach überraschte mit dem 3:0-Erfolg in Mannheim. Die Kickers verließen damit den letzten Tabellenplatz. Einen wichtigen Sieg verpasste der ebenfalls vom Abstieg bedrohte FC Carl Zeiss Jena. Über ein torloses Unentschieden kam Wacker Burghausen gegen die Sportfreunde Siegen im Keller-Duell trotz bester Chancen nicht hinaus.
Kicker News Beitrag 1913 - Sonntag, 25.02.2001 um 11:23:58 Uhr

Tabellenführer Karlsruhe siegt in Elversberg

Der Karlsruher SC maschiert unbeirrt Richtung Zweite Liga. Auch Elversberg konnte den Siegeszug der Kuntz-Truppe nicht stoppen und unterlag dem Tabellenführer mit 0:3. Eintracht Trier (3:2 gegen Wehen) und Darmstadt 98 (2:1 gegen 1860) sind nach ihren Siegen dem Spitzenduo aus Karlsruhe und Schweinfurt auf den Fersen, und zogen am bisherigen Tabellendritten Stuttgart, dessen Partie in Pfullendorf ausfiel, vorbei. Der Tabellenzweite Schweinfurt reist am Sonntag zum bayerischen Vergleich nach München, wo die Bayern-Amateure den Kampf um den Klassenrhalt eröffnen. Am Tabellenende hat indes Kickers Offenbach seine angekündigte Aufholjagd begonnen und mit einem 3:0-Erfolg in Mannheim aufhorchen lassen. Jena verspielte einen 2:0-Vorsprung in Regensburg in letzter Minute und bleibt tief im Tabellenkeller hängen.
Sport 1 News Beitrag 1912 - Sonntag, 25.02.2001 um 11:22:31 Uhr

KSC weiter vorn

Karlsruher SC 3:0 (3:0) SpVgg Elversberg

Der Karlsruher SC marschiert weiter mit großen Schritten zurück in die 2. Fußball-Bundesliga. Mit einem ungefährdeten 3:0 (3:0) bei der SpVgg Elversberg führt das Team von Europameister Stefan Kuntz weiter mit großem Vorsprung die Tabelle der Regionalliga Süd an.

Entscheidung vor der Pause

Vor 4500 Zuschauern im Waldstadion Kaiserlinde sorgte der KSC bereits vor der Pause für die Entscheidung. Nach einer ausgeglichenen Anfangs-Viertelstunde schoss Theo Rus mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze den Spitzenreiter in Führung (18.). Ab dann kontrollierte der KSC das Spielgeschehen und kam durch Daniel Graf zum verdienten 2:0 (28.).

Eigentor von Haffner

SVE-Trainer Neale Marmon musste wegen einer Zerrung von Beginn an auf Abwehrorganisator Valentin Valtschev verzichten. Ein herber Verlust für die Saarländer und das Chaos in der Abwehrreihe war dann kurz vor Pausenpfiff perfekt. Nach einer Ecke von Rus lenkte Charles Haffner den Ball zum 0:3 ins eigene Tor.

Im zweiten Spielabschnitt hatten die rund 2000 mitgereisten KSC- Fans nur noch einmal den Torschrei auf den Lippen. Holger Seitz vergab in der 55. Spielminute freistehend vor SVE-Torhüter Stephane Gillet.

Marmon setzte alles auf eine Karte und brachte zwei neue Stürmer. Doch die gegen die routinierten Karlsruher war für die Saarländer keine Resultatsverbesserung mehr möglich.
Boulevard Baden News Beitrag 1911 - Sonntag, 25.02.2001 um 11:19:29 Uhr

KSC trumpft in Elversberg auf

Starke 45 Minuten reichen zum 3:0-Sieg / Matchwinner: Teo Rus

Elversberg. Wenn es eine Bezeichnung gibt, die den Auftritt des Tabellenführers KSC in Elversberg trifft, dann kann diese nur „Effizienz pur” heißen. Eiskalt - im Stil einer Klassemannschaft - nutzten die Badener ihre Torchancen gegen die bemühten Hausherren zum ungefährdeten 3:0-Erfolg. Noch im Hinspiel versiebten die Karlsruher Chancen in Hülle und Fülle.

„Wir wollten nach der Winterpause ein Zeichen setzen”, sagte ein sichtlich zufriedener Stefan Kuntz nach der Partie. Und was für eins. Bereits nach 45 Minuten war die Partie gelaufen, der KSC 3:0 in Front. Den Auftakt des Torreigens machte Matchwinner Teo Rus. Nach glänzender Vorarbeit von Carsten Birk versenkte der Mittelfeldmann gleich die erste Chance der Gäste zur 1:0-Führung (23.). Keine zehn Minuten später schloss der Ex-Bundesligist einen Konter wie aus dem Lehrbuch zum 2:0 ab. Nutznießer eines cleveren Anspiels von Tobias Weis war der agile Daniel Graf, der nur noch das Bein hinhalten musste. Damit nicht genug: Die Blau-Weißen setzten gegen die unter Schock stehenden Saarländer noch einen drauf: 3:0 - wiederum Rus versenkte nach einem Eckball - mit Hilfe eines Elversbergers - zum Endstand (45.).

Dass der stark aufspielende Nagorny, dem Kuntz gemeinsam mit Graf den Vorzug vor dem Sturmduo Cetin/Fabus gab, mit hervorragend getimten Distanzschüssen am SVE-Keeper scheiterte, interessierte eigentlich niemanden mehr. Auch nicht die einzige hundertprozentige Chance der Hausherren, die jedoch in der vielbeinigen KSC-Abwehr abgefangen wurde. Am Ende standen nur strahlende Sieger, Teo Rus zum Beispiel. Der quirlige Mittelfeld-Dribbler, dem manch einer schon den finalen Abschluss absprach, zeigte sich diesmal als Knipser. Der Matchwinner selbst aber gab sich bescheiden, verteilte lieber Komplimente an die Mannschaft:

„Wir haben sehr gute Fußballer in unserem Team, das macht vieles einfach. Außerdem waren wir heiß auf die Partie.” Worte, die dem KSC-Coach, der unweit von Elversberg, im benachbarten Neunkirchen, das Fußballspielen erlernte, gut gefielen. „Klar freue ich mich besonders für den Teo Rus, dass er diesmal die entscheidenden Treffer gemacht hat”, so Kuntz. Allerdings - einen Spieler aus seinem hervorragend funktionierenden Kollektiv herauszustellen, ist die Sache des Europameisters von 1996 nicht. Deshalb fügte er hinzu: „Nach 15-minütigem Abtasten hat meine Mannschaft hervorragend aufgetrumpft und das Ding dann souverän heruntergespielt.”

Da blieb selbst SVE-Coach Neale Marmon nur die Rolle des artigen Gastgebers: „Der KSC-Sieg geht so in Ordnung”, meinte er knapp. Kein Wunder, hatte seine Truppe doch keinerlei Mittel gefunden, die Abwehr der Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Im Gegenteil, Holger Seitz hätte mit seinem Sololauf vor vollem Haus in Elversberg gar das 4:0 machen müssen. Das einzige, was Stefan Kuntz dann doch noch ärgerte, war die gelb-rote Karte für Tobias Weis kurz vor Schluss. „Die war völlig unnötig”, meinte er schon im Hinblick auf die anstehende Partie gegen Darmstadt 98. Volker Knopf
Boulevard Baden News Beitrag 1910 - Freitag, 23.02.2001 um 19:53:01 Uhr

KSC heiß auf Rückrunde

Karlsruhe. Voller Tatendrang gibt sich Stefan Kuntz, Coach des Karlsruher SC, vor dem ersten Rückrundenspieltag der Regionalliga Süd. Morgen muss der KSC im Saarland bei der Spielvereinigung Elversberg antreten. Die Mannschaft ist laut den Worten des Trainers heiß auf die Rückrunde: „Jeder Spieler ist froh, wenn er sich endlich wieder in Spielen messen kann. So war das früher bei mir ja auch”. Lediglich Robert Hanko und Jens Boehnke werden den Badenern in ihren ersten Pflichtspiel 2001 fehlen. Während die Plätze im Mittelfeld und der Abwehr bereits vergeben sind, möchte sich der KSC-Coach im Sturm noch nicht festlegen.

Mit den gestiegen Erwartungen an seine Mannschaft hat Kuntz keine Probleme. „Wenn wir an unsere Leistungsgrenzen rankommen, wird mir nicht bange”. Jedoch erst nach dem Spiel gegen Trier Anfang April möchte er sich auf einen Trend festlegen. Von Selbstsicherheit und Überheblichkeit will der gebürtige Saarländer nichts wissen. „Das entspricht nicht dem Charakter der Mannschaft, außerdem erlaubt die Ausgeglichenheit des Kaders und die starke interne Konkurrenz kaum Leistungsschwächen”, so Stefan Kuntz.

Erfreut äußerte sich Kuntz über das Ende der wochenlangen Spekulationen um einen Wechsel von Michael Zepek. Während des Trainingslagers in der Türkei habe er einige Gespräche mit Zepek geführt. Gezielt ging es ihm dabei mehr um die Verdeutlichung seine Sichtweise als ehemaliger Bundesligaprofi, weniger als aktueller Trainer. Auch Wechselgerüchte um Aydin Cetin weißt Kuntz zurück. „Mit der Vertragsverlängerung hat Aydin ein Zeichen gesetzt”, so Kuntz.
(jan)
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