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News Beitrag 1879 - Montag, 12.02.2001 um 12:28:23 Uhr
Trainingszeiten in der Woche vom 12. bis 18. Februar
Die Mannschaft von KSC-Trainer Stefan Kuntz trainiert in dieser Woche voraussichtlich wie folgt:Montag, 12.02.: frei
Dienstag, 13.02.: 10 Uhr / 18.30 Uhr Freundschaftsspiel beim FV Hörden
Mittwoch, 14.02.: 10 Uhr
Donnerstag, 15.02.: 10 Uhr + 15.30 Uhr
Freitag, 16.02.: 10 Uhr
Samstag, 17.02.: 14 Uhr BFV-Pokal: TSV Michelbach - KSC
Sonntag, 18.02.: 10 Uhr
Bitte beachten Sie, dass kurzfristige Änderungen des Trainingsplans jederzeit möglich sind.
News Beitrag 1878 - Montag, 12.02.2001 um 10:55:50 Uhr
Kampf um zwei freie Plätze
Die meisten Plätze in der Anfangformation beim KSC sind vergeben. Lediglich auf den Außenbahnen ist die Besetzung noch offen. Rechts zwischen dem offensivstarken Heinzen und dem in der Defensive effektiveren Fengler. Um die Position auf der linken Außenbahn streiten sich noch mehrere Akteure.Zum Saisonanfang hatte Ben Manga zunächst den Platz auf Links sicher, aber dann verlor der Mann mit der Schwäche im Abschluss - sprich: Flanken, Pässe und Torschüsse - seine Position. Chefcoach Kuntz hatte nachgerüstet und Jens Boehnke von Waldhof Mannheim ausgeliehen. Der bekam prompt den Vorzug. Aber auch wenn Boehnke nicht enttäuschte - Glanzlichter konnte er keine setzen. Sein Plus ist seine Vielseitigkeit, seine Lieblingsposition aber eigentlich "die des Manndeckers".
Doch Boehnke hat - wie übrigens auch Manga - im Moment leichtere Verletzungsprobleme. Beide konnten nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und müssen den Rückstand erst wieder aufarbeiten. Das scheint die Chance von Carsten Birk zu sein. Der 1,87-Meter-Hühne überzeugte bisher bei allen Einsätzen und erhielt von Stefan Kuntz ein Lob für seine stetig positive Entwicklung. Birks große Stärken, das Kopfballspiel und sein eminent harter Schuss, könnte er allerdings in einer zentraleren Position vielleicht noch besser zur Geltung bringen.
Kuntz hat die Qual der Wahl und sogar noch zwei weitere Varianten für die Position im linken Mittelfeld: Tobias Weis hat auch schon dort agiert - ist allerdings in seiner zentraleren Rolle wertvoller. Auch Neuzugang Andreas Backmann vom 1. FC Saarbrücken kann sich einen Einsatz auf den Außenbahnen durchaus vorstellen, Erfahrung hat er allerdings "mehr auf der rechten Seite".
Peter Putzing
- Saarbrücker Zeitung News Beitrag 1877 - Montag, 12.02.2001 um 10:50:39 Uhr
Gillet und Heidi im Sandkasten
In Belek schien für die SpVgg Elversberg sogar die Sonne - Trainingslager in der Türkei war wieder eine Reise wertGut gerüstet sieht die SpVgg Elversberg dem Rest der Runde in der Regionalliga entgegen. Beim Trainingslager in der Türkei wurde prima gearbeitet. Am 24. Februar kommen der KSC und Stefan Kuntz an die traditionsreiche Kaiserlinde.
Belek/Elversberg (cf). "Ihr seid dieses Jahr aber spät dran", ruft Händler Mehmet auf dem türkischen Basar in Antalya Neale Marmon und seinen Mitstreitern zu, "wir warten schon auf euch!" Zum insgesamt dritten Mal war die SpVgg Elversberg zum Trainingslager in Belek an der türkischen Riviera, und zum dritten Mal nutzten Marmon, Czakon, Hantzidis und Co. ihren (einzigen) freien Nachmittag zu einem Stadtbummel in der malerischen Altstadt von Antalya. Hier, wo Kaufleute Schmuck, Lebensmittel, Lederwaren und Gewürze feil bieten, tummeln sich nun die Spieler der SpVgg und lassen sich von dem orientalischen Zauber verführen. Und Mehmet, Inhaber eines Kleidergeschäfts, wartet schon sehnsüchtig auf die Delegation aus dem Saarland, die auch in den beiden Jahren zuvor bei ihm Station machte.
Szenenwechsel: Am Strand von Belek scheucht Torwarttrainer Marc Schommer seine beiden Torleute Stéphane Gillet und Jörg Heidenreich über den Sand. Bälle fliegen, Gillet und "Heidi" hechten über aufgestellte Stangen, und am Ende der 90-minütigen Quälerei sehen die beiden aus wie mit Puderzucker überzogen. Währenddessen, nur wenige Meter vom Ort des Geschehens entfernt, trainiert der Rest des 22-köpfigen Kaders der SpVgg. "Ihr müsst den Ball schneller abspielen", schreit Neale Marmon seinen Schützlingen zu, "und richtig in die Zweikämpfe gehen." Evans Wise, Neuerwerbung aus der Winterpause und Nationalspieler aus Trinidad/Tobago hört genauso aufmerksam zu wie Spielführer Valentin Valtschev und Branko Zibert. Mit von der Partie während des einwöchigen Trainingslagers ist immer der Ball. Neale Marmon: "Konditionstraining haben wir schon zuhause ausgiebig gemacht, hier in der Türkei steht ausschließlich das Fußballspielen im Vordergrund." Und das macht seinen Schützlingen sichtbar Spaß. Beim Spiel sieben gegen sieben flitzen die Spieler, bei einer Temperatur von 20 Grad nur mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet, über den grünen Rasen und folgen den Anweisungen des Trainers. Jeden Tag zwei Mal bat Neale Marmon seine Jungs zum Training, und am Ende zeigte sich der Engländer mit der Leistung der Mannschaft hoch zufrieden. "Jeder hat voll mitgezogen und präsentiert sich in einer guten Form", so Marmon, "auch die Langzeitverletzten aus der Vorrunde wie Patrick Bick, Charles Haffner oder Paulinho Barbosa werden in der Rückrunde wieder voll angreifen können." Und auch Neuzugang Evans Wise hat es Marmon angetan: "Der könnte auf Anhieb den Sprung in die Stammelf packen. Evans ist schnell, dribbelstark und torgefährlich." Die wenige Freizeit, die Evans und Co. hatten, wurde von der Mannschaft zur Erholung genutzt. Schwitzen in der Sauna mit den schon bekannten Czakon-Aufgüssen, Schwimmen im Pool, Entspannen im Türkischen Bad und im Whirlpool - die Spieler genossen sämtliche Annehmlichkeiten des Hotels "Sol Belvil": Marek Czakon, Stéphane Gi Neuzugang Tobias Fick stürzten sich nach der Sauna sogar ins 18 Grad kalte Mittelmeer. Zudem massierte Matthias, Masseur aus Weiskirchen, die Spieler bis in die späten Abendstunden hinein. Und nach einem anstrengenden Trainingstag schmeckte das Essen, hier standen vor allem Hühnchengerichte, Reis, Nudeln und Salat auf dem Speiseplan, ganz besonders. Für eine ganz besondere Würze sorgte in den ersten Tagen des Trainingslagers aber nicht das Essen, sondern der Karlsruher SC. Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz, am 24. Februar um 14.30 Uhr an der Kaiserlinde erster Gegner der SpVgg im neuen Jahr, verbrachte sein Trainingslager im selben Hotel. So kreuzten sich des Öfteren die Wege der Spieler beider Mannschaften. KSC-Kapitän Marco Grimm empfand die Belastung höher als bei Bayern oder beim VfB Stuttgart, bei denen er früher unter Vertrag war, und Thijs Waterink kündigte Neale Marmon bereits an, der KSC wolle in Elversberg nur mit "zwei Ballkontakten spielen". Doch auch ohne diese Aussage Waterinks dürfte die SpVgg hochmotiviert sein, dem großen Favoriten am 24. Februar ein Bein zu stellen. Die Voraussetzungen dazu wurden jedenfalls in der Türkei getroffen. Für das Spiel gegen den Karlsruher SC hat der Vorverkauf bereits begonnen. Die Tribüne ist bis auf 50 Plätze bereits ausverkauft, und 2000 Karten wanderten für die KSC-Fans nach Karlsruhe. Die SpVgg empfiehlt allen Zuschauern, sich die Karten rechtzeitig auf der Geschäftsstelle (Fichtenstrasse 9 in Elversberg, Tel. 06821 / 74 27 59) zu sichern. Die SpVgg gewann ihr erstes Testspiel nach dem Trainingslager gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern mit 2:1. Für die SpVgg trafen Tuuko Salonen und Tobias Fick, den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte Dino Toppmöller. Hier weitere Testspieltermine: 14. Februar, 18.30 Uhr, beim SC Gresaubach; 17. Februar, 15 Uhr, beim SSV Pachten (Saarlandpokal).
News Beitrag 1876 - Sonntag, 11.02.2001 um 09:45:28 Uhr
Wieviel kostet das Wildpark-Stadion
Colani-Umbau falls Stadt das Stadion an KSC verkauftKarlsruhe - Um die Frage beantworten zu können, wie viel der Wildpark eigentlich wert ist, haben Vertreter des Grundstückbewertungsstelle sich am Donnerstag, 8. Februar, das Stadion angesehen. Die Werteinschätzung der Fachleute soll für die Überlegungen, das stadteigene Stadion eventuell an den KSC zu übereignen, endlich die notwendigen Fakten liefern. ka-news befragte gestern morgen auch Bürgermeister Harald Denecken nach dem Stand der Dinge auf Seiten der Stadt Karlsruhe. Die Begehung des Wildparks durch das Sport- und Bäderamt sowie die Grundstücksbewertungsstelle soll Grundlagen für die Diskussion um die Zukunft des Stadions liefern, so auch Denecken.
Schon wegen des für den Karlsruher SC dringend notwendigen Umbaus des Wildparkstadions, der sich schon aus der erforderlichen Erneuerung und Verlegung des Rasens ergibt, würde Dietrich gerne die Besitzverhältnisse des Stadions ändern. Er denkt dabei an "Eigentums- oder ein eigentumsähnliches Verhältnis" für den Verein.
"Wenn der KSC selbst baut, dann im Colani-Design und in Zusammenarbeit mit einem renommierten Stadionarchitekten", sagte KSC-Präsident Detlef Dietrich gestern gegenüber ka-news. Auf die spektakuläre Dachkonstruktion Colanis, die ein mit Luft gefülltes Dach vorsieht, soll jedoch wahrscheinlich verzichtet werden, so Dietrich. Dieses Dach wäre, wenn es gebaut würde, das leichteste Dach der Welt.
Für den Fall einer Einigung mit der Stadt Karlsruhe macht der Verein bereits Pläne, die ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept beinhalten. Dabei denkt der Präsident an bereits zur Verfügung stehende Gelder, sowie die Vermarktung. Im Nutzungsbereich geht es dabei zum Beispiel auch um das im Rahmen des Jugendkonzepts geplante Sportinternat. So weit einige Überlegungen von Seiten des KSC.
Obwohl die Grundstücksbewertungsstelle, die unabhängig agiert, zur Zeit aufgrund des aufwendigen "ECE-Center-Projekts" mehr als beschäftigt ist, konnte nach Anfrage der Termin im Wildparkstadion innerhalb von drei Tagen verwirklicht werden, berichtet Denecken weiter. Ein Ergebnis erwartet der Bürgermeister in etwa zehn Tagen. "Dann wird die Stadt dem KSC in Zusammenarbeit mit der Stadtkämmerei und dem Sportdezernat verschiedene Vorschläge unterbreiten", so der Bürgermeister. (pab)
News Beitrag 1875 - Sonntag, 11.02.2001 um 09:44:16 Uhr
Nur Rus trifft im Testspiel
KSC unterliegt 1:2 (0:1) beim Oberligist SV SandhausenSandhausen. Den mitgereisten KSC-Fans wurde beim 1:2 beim Oberligisten SV Sandhausen nur durch die Sonne warm. Das Spiel des Tabellenführers der Regionalliga auf dem Rumpelfeld des Sandhäuser Hardtwald-Stadions litt nicht nur unter den schlechten Bodenbedingungen, sondern auch unter dem bunt gemischten Kader, in dem neben Manga und Boehnke auch Seitz, Zepek und Fengler fehlten.
Dafür testete KSC-Coach Stefan Kuntz gegen den Tabellen-Zweiten der Oberliga die zweite Garnitur. Insgesamt hatte der KSC zwar mehr Spielanteile, die klareren Chancen jedoch erkämpften sich die Gastgeber. Zu Beginn der Partie hatten die Karlsruher freie Fahrt im Mittelfeld, da sich der Oberligist weit zurück zog und massiv in der Abwehr stand. Mit den offensiven Cetin, Rus und Weis standen sich aber die Kreativ-Kräfte der Badener häufig selbst im Weg, übersahen auf den Flügeln die freien Heinzen oder Birk. Unverhofft die 1:0-Führung für Sandhausen in der achten Minute, als in der eigenen Hälfte der Ball vertändelt wurde und auf der linken Seite Sieger freie Bahn hatte und Torhüter Rott bezwang.
Immer wieder scheiterten die Blauen in der Folge an Abstimmungsproblemen oder am Boden, der den Ball nur schwer rollen ließ.
Gefährlich war der Gast immer über Außen, aber zwingende Tormöglichkeiten ergaben sich daraus nicht. In der zweiten Hälfte machte der Oberligist auf, störte den Spielaufbau der Karlsruher früher und erzwang so Abspielfehler. Folgerichtig das 2:0 in der 48. Spielminute durch Pruss, der nur halbherzig gedeckt von der Strafraumgrenze flach ins lange Eck traf. Kuntz reagierte in der 60. Minute und wechselte gleich vier Spieler aus: Für Waterink, Nagorny, Graf und Backmann kamen Siverling, Fabus, Elchner und Cummings, der auf Vermittlung Jürgen Klinsmanns einige Trainingseinheiten mit dem KSC absolviert. Der KSC erhöhte nun seinerseits den Druck, und die noch fehlende Zuordnung bei Sandhausen nutzte Theo Rus in der 65. zum Anschlusstreffer, der einen schönen Konter über drei Stationen routiniert vollstreckte. Danach flachte das Spiel wieder ab, viel Mittelfeldgeplänkel, viele Fehlpässe auf beiden Seiten. Rott musste noch zwei Mal in höchster Not klären, für die Karlsruher blieben Torchancen Mangelware.
„Natürlich ärgert mich jede Niederlage, aber uns fehlten heute sieben bis acht Spieler”, so KSC-Coach Stefan Kuntz nach Spielende, der „auf der einen oder anderen Position neue Erkenntnisse” gewann, sich aber nicht näher in die Karten schauen ließ. 14 Tag vor dem nächsten Rundenspiel bleibt Kuntz gelassen, was die Situation im Kader anbelangt: „Fengler und Seitz fehlten grippebedingt, das hat sich schnell wieder.” (sdm)
KSC: Rott; Heinzen, Grimm, Backmann (bis 60), Waterink (bis 60.), Rus, Weis, Cetin, Graf (bis 60.), Nagorny (bis 60.), Birk, Siverling (ab 60.), Elchner (ab 60.), Fabus (ab 60.), Cummings (ab 60.).
Tore: 1:0 (8.) Sieger, 2:0 (48.) Pruss, 2:1 (65.) Rus
BlackSkorpion1 News Beitrag 1874 - Sonntag, 11.02.2001 um 09:43:07 Uhr
**** Hauptstädter verlieren verdient in der Provinz ****
Der Karlsruher SC mußte seit Wochen wieder mal eine Pleite auf DeutschemBoden einstecken. Im gestriegem Freundschaftsspiel in Sandhausen ging man
verdient als Verlierer vom Platz, da es eine der schlechtesten Vorstellungen
seit Monaten war! Der KSC begann zwar gut und hatte in den Anfangsminuten
Chancen durch einen Freistoß und einer Flanke von Nargorny, mußte dann aber
früh das 0:1 (8. Min.) einstecken. Bei dem Tor bewies der Ersatztorhüter
Rott wieder mal seine "Qualitäten", den der Ball war haltbar. In den
nächsten Minuten nach dem Gegentor erhöte der KSC den Druck und hatte noch
Chancen in der 10 und 12 Minute, die aber nichts zählbares einbrachten. Dann
wurde das Spiel solangsam zu einem "Schlafzimmer-Spiel" . Es gab zwar noch
Chancen, in der 22. Minute ein Kopfstoß von Nargorny und in der 16. bzw 31
Chancen für den SVS, aber das Spiel hatte nicht einmal mehr
Oberliga-Qualität. Als zur Pause gepfiffen wurde waren die ~250 Zuschauer
mehr als froh. Wer nun dachte der KSC kommt verwandelt aus der Kabine sah
sich getäuscht, in der 49. Minute machte Sandhausen das 2:0 und schockte den
KSC erneut, es war auch ein haltbarer Ball. So ab der 60 Minute schien der
KSC nun endlich aufzuwachen und hatte 2 Freistöße die gefährlich am Tor
vorbei gingen. In der 65.Min erfolgte dann beim KSC ein 3-Wechsel und in
der 66.Min erzielte Rus den Anschlußtreffer für den KSC. Das Spiel wurde nun
etwas lebhafter, mit Chancen auf beiden Seiten, wobei der SVS dem 3:1 näher
war als der KSC dem Ausgleich. Erwähnenswert ist noch das Verhältnis
Brackmann - Heinzen: Beide spielten sich nicht an, obwohl der andere
mehrmals freistand und dies auch signalisiert hat! Wurde mit Brackmann ein
Unruhefaktor geholt?
* Fazit *
Ein schwacher KSC, mit einem schwachen Ersatztorhüter im Tor, verliert
verdient
* Statistik *
SV Sandhausen - KSC 2:1 (1:0)
Zuschauer : 250
Tore: 1:0 (8.), 2:0 (49.), 2:1 (66./Rus)
Ecken 5:1 für KSC
KSC-Elf:
Rott - Rus - Graf (ab 45. Nr.29) - Nargorny (ab 65. Siberling) -
Backmann (ab 65. Fabus) - Waterink (ab 65. Nr.30) - Weiss -
Heinzen - Grimm - Birk - Cetin
Ersatz: Walter - Hanko
News Beitrag 1873 - Samstag, 10.02.2001 um 18:58:07 Uhr
Ergebnisdienst
In einem Freundschaftsspiel unterlag der KSC beim SV Sandhausen mit 2:1. Das Tor für den KSC schoß Theo Rus in der 66. Minute.- Main - Rheiner News Beitrag 1872 - Mittwoch, 07.02.2001 um 11:44:35 Uhr
1:3 verloren und ein Schwerverletzter
05-Niederlage beim Regionalligisten Karlsruher SC / Coach Krautzun wohlauf, Umbs verletztVom 07.02.2001
Die gute Nachricht vorneweg: Eckhard Krautzun hat seine Leistenoperation gestern in München gut weggesteckt. Zwei Stunden nach dem OP-Termin meldete sich der Trainer des Fußball-Zweitligisten Mainz 05 per Handy bei Teammanager Axel Schuster und erkundigte sich, ob das Testspiel am Abend in Karlsruhe stattfinden würde. Es fand statt: Ohne seinen Chefcoach an der Linie verloren die Rheinhessen beim Regionalliga-Spitzenreiter Karlsruhe SC mit 1:3 (0:1). Das ist die eine der schlechten Nachrichten.
Von unserem
Redaktionsmitglied
Volker Schütz
Es war nicht gerade das, was man sich unter einem für das Selbstvertrauen wichtigen Aufbauprogramm vorstellen kann. Eine 1:3-Niederlage, nicht gut gespielt und kurz vor dem Ende verletzte sich der eingewechselte 05-Abwehrspieler Christopher Umbs bei einer rüden Attacke des Karlsruhers Andreas Backmann schwer. Die beste Entscheidung des Referees Trautmann an diesem Abend vor 400 Zuschauern war, das Spiel deshalb knapp drei Minuten zu früh abzupfeifen, damit der verletzte Mainzer Amateurspieler abtransportiert werden konnte. ,,Das passt gerade noch“, wirkte der für Krautzun eingesprungene Manfred Lorenz recht geschockt. Das Spiel hatte dem ,,Notnagel auf der 05-Bank“ schon nicht behagt, dann auch noch so ein schlimmer Abschluss. Umbs wälzte sich vor der 05-Bank, schrie vor Schmerzen.
,,Sollen wir den Spieler von unserem Doktor behandeln lassen oder nehmt ihr ihn mit nach Mainz?“, erkundigte sich KSC-Trainer Stefan Kuntz besorgt bei seinem Mainzer Kollegen. Umbs kehrte dann doch im Mannschaftsbus mit nach Mainz zurück, eine genaue Diagnose seiner Verletzung war am Abend noch nicht möglich.
Lorenz benötigte einige Minuten, ehe er unter diesen Umständen zum Spiel seiner Mannschaft Stellung beziehen konnte. Dann kam freilich die messerscharfe Analyse: ,,Wir haben das Spiel 25 Minuten klar beherrscht, als wir den Versuch unternommen haben, schnell in die Spitze zu spielen. Doch nach einer halben Stunde haben wir die Ordnung aufgegeben und bei dem Gegentor kurz vor der Pause waren wir nicht konzentriert.“ Die von Krautzun ursprünglich für die Duisburg-Partie vorgesehene offensive Formation mit Abdul Ouakili und Thomas Ziemer auf den Außenbahnen hinter den Spitzen Sven Demandt und Blaise N'Kufo hatte zwar losgelegt wie die Feuerwehr und Chancen herausgespielt, doch zur Pause hatte die Kuntz-Elf die Nase vorn. Quasi mit dem Pausenpfiff war ein Freistoß von Theo Rus in den Strafraum gesegelt, Marco Grimm stieg hoch und traf per Kopf zur Führung.
Nach der Pause kamen die Gäste auf dem Nebenplatz des Wildparkstadions zwar noch durch Ziemer zum verdienten Ausgleich, als der Franke in der 54. Minute dem KSC-Keeper Thomas Walter mit einem Flachschuss keine Chance ließ, doch dann ging nicht mehr viel. Dass Lorenz nach einer Stunde – wie im Vorfeld angekündigt – die komplette Mannschaft wechselte, machte die Platzherren stark. Zunächst traf Cetin Aydin (71.) zur erneuten KSC-Führung, in der 78. Minute sorgte Marco Grimm mit seinem zweiten Treffer für den 3:1-Endstand. Als Schusters Handy erneut klingelte, konnte der Teammanager dem erkrankten Chefcoach keine guten Nachrichten übermitteln. Dass beide Neuzugänge im Angriff, nämlich Blaise N'Kufo in der ersten Hälfte und Samuel Ipoua in der zweiten Hälfte, leichtfertig gute Einschussmöglichkeiten versiebt hatten, dürfte Krautzun nachdenklich machen. Die Mainzer brauchen Siege – selbst an Aschermittwoch, für den der DFB mit viel Fingerspitzengefühl das ausgefallene Heimspiel gegen den MSV Duisburg neu angesetzt hat.
FSV Mainz 05: Wache – Nikolic, Schuiteman, Neustädter, Skrinjar – Ziemer, Nehrbauer, Schwarz, Ouakili – Demandt, N'Kufo. – Nach der 60. Minute: Hoffmeister – Umbs, Muftawu, Friedrich, Döring – Kramny, Babatz, Hock, Schuler – Thurk, Ipoua.
News Beitrag 1871 - Mittwoch, 07.02.2001 um 11:40:12 Uhr
KSC siegt über FSV Mainz 05
Zwei Tore von Marco Grimm beim 3:1 im Testspiel im WildparkKarlsruhe. Zwei Tore von Marco Grimm (1:0/45. und 3:1/78.) und eins von Aydin Cetin (2:1/72.) machten am Dienstag Abend den 3:1-Erfolg des Regionalliga-Spitzenreiters Karlsruher SC gegen den abstiegsbedrohten Zweitliga-16. FSV Mainz 05 klar. Unglücksrabe des Spiels war der Mainzer Umbs, der in letzter Sekunde mit KSC-Neuzugang Backmann zusammenprallte und mit Verdacht auf Unterschenkelfraktur ins Krankenhaus gebracht wurde.
Im Spiel, das wegen Unbespielbarkeit des Rasens in Mainz kurzfristig auf den Platz zwei im Wildpark verlegt worden war, tat sich der KSC in der Anfangsphase vor 400 Zuschauern zunächst schwer gegen die flinken und agilen Mainzer. Als die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz nach 25 Minuten aber das Heft in die Hand nahm, beherrschte sie zunehmend Ball und phasenweise auch den Gegner. Der FSV kam in der 55. Minute durch Ziemer zum Ausgleich und wechselte fünf Minuten später die gesamte Mannschaft aus.
„Was mir nicht gepasst hat ist, dass wir zu viele klare Chancen gegen uns durch individuelle Fehler zugelassen haben. Das Ergebnis stellt mich natürlich zufrieden. Es war ein verdienter Sieg der gut fürs Selbstvertrauen ist”, sagte Stefan Kuntz nach der Partie nicht ohne zu erwähnen, dass noch viel Arbeit auf dem Weg zurück in die zweite Bundesliga vor dem KSC liege. (bla)
Mainzer Umbs erleidet Schienbeinbruch
Karlsruhe. Beim KSC-Test gegen Mainz am Dienstag abend kam es in der letzten Minute zu einem folgenschweren Zusammenprall (Siehe auch Spielbericht). KSC-Akteur Backmann prallte mit Umbs so heftig zusammen, dass der unverzüglich in St.Vincentius-Krankenhaus gebracht werden musste. Diagnose: Schienbeinbruch.Noch in der Nacht wurde er nach Informationen von www.boulevard-baden.de operiert. Die Saison ist für den Youngster damit wohl gelaufen. (nbb)
News Beitrag 1870 - Mittwoch, 07.02.2001 um 11:38:20 Uhr
Wildpark als Sicherheitsrisiko?
Polizeibehörde fordert neues Sicherheitskonzept / Polizeieinsätze gegen Fans häufen sichEs raucht und funkt immer mehr in deutschen Stadien - auch im Karlsruher Wildparkstadion. „Wie viel Atmosphäre muss, wie viel Atmosphäre darf ein Fußballspiel haben?” lautet deshalb die Frage, die sich Verantwortliche stellen.
Karlsruhe. Die Karlsruher Polizeibehörde fordert jetzt ein Sicherheitskonzept für das Wildparkstadion mit entsprechender Dokumentation. Den Sicherheitsbeauftragten und KSC-Vize-Präsidenten, Werner Merkel, überrascht dies nicht: „Uns wurde schon Ende vergangenen Jahres klar, dass wir in der Stadionsicherheit eine Professionalisierung benötigen”.
Der Wildpark ein Sicherheitsrisiko? „Keinesfalls”, meint Dieter Behnle, Leiter des Amtes für Bürgerservice und Sicherheit. Er beobachtet ständig die Spiele des KSC: „Das Fanverhalten in Karlsruhe ist topp”, findet er. Es gehe ihm darum, die Stadionordnung zu modernisieren.
Merkel geht noch einen Schritt weiter. „Wir müssen unsere Ordnungskräfte schulen. Nicht nur einmal, sondern ständig. Die Zuschauer sind unsere Kunden und sie sollen sich auch so fühlen”, sieht der Betriebswirt dringenden Handlungsbedarf, „aber das geht nicht von heute auf morgen. Wir können nicht Dinge, die 15 Jahre lang versäumt wurden, in so kurzer Zeit nachholen.”
Große Bauchschmerzen bereitet Behnle die zunehmende Zahl der pyrotechnischen Gegenstände bei Heimspielen. Besonders in den 1600 Grad heißen, grell-roten Seenotfackeln und den Rauchbomben, die regelmäßig den Wildpark in Nebel hüllen, sieht er Gefahren. Behnle hat beobachtet, dass viele Zuschauer aufgrund des seltsamen Geruchs fluchtartig ihre Plätze verließen. Mithin ein Sicherheitsrisiko. „Wir wollen das Flair des Fußballspiels so gut wie möglich erhalten”, sagt er, „aber wenn Sicherheitsbelange betroffen sind, muss gehandelt werden.” Der Amtsleiter könnte sich auch vorstellen, auf die Vorschläge von KSC und Branddirektion einzugehen, die verheerende Brennkraft einer Seenotfackel in der Halbzeitpause eines Ligaspiels zu demonstrieren.
Und pure Gewalt im Stadion? In Karlsruhe schreitet die Polizei immer häufiger gegen Fans ein, wie Volker Körenzig vom Fanprojekt des Stadtjugendausschusses Karlsruhe weiß. Da werde schon mal mit Kanonen auf Spatzen geschossen. „Mit 47 Ausreiseverboten waren die KSC-Fans während der Europameisterschaft in den Niederlanden und Belgien bundesweit spitze”, erzählt er.
Karlsruhe eine Hochburg der Gewalt? „Das halte ich für völlig abwegig”, sagt Werner Merkel, der das Zustandekommen dieser Zahl lieber nicht kommentieren will. „Die nackten Zahlen sprechen jedenfalls eine andere Sprache”, legt er dar, „von bundesweit 1300 Stadionverboten entfallen nur 0,94 Prozent auf den KSC.”
Diese Stadionverbote sind Körenzig ein Dorn im Auge. „Die Thematik muss dringend hinterfragt werden”, sagt er, „für jugendliche Fußballfans ist das die Maximalstrafe. Sie werden über Jahre ihres Lebensmittelpunktes, des Fußballs, beraubt.” Ferner würden die Jugendlichen durch diese Maßnahme auch dem Zugriff der Sozialarbeit entzogen. Die gängige Praxis, Stadionverbote sofort, schon wegen einfachster Vergehen auszusprechen, widerspräche allen Rechtsstaatsprinzipien, findet der Sozialarbeiter. Denn das Strafrecht gehe zunächst von einer Unschuldsvermutung aus und fordere Erziehungsmittel und Weisungen, keine Höchststrafen. Die neue Stadionordnung wird somit ein heißes Eisen. Mitte des Monats trifft sich die Arbeitsgruppe Stadionsicherheit erneut, um den Spagat zwischen Sicherheit und Stimmung zu versuchen. Nils B. Bohl
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