| [Zurück] | [Vorwärts] |
News Beitrag 1839 - Donnerstag, 11.01.2001 um 08:14:01 Uhr
Trainingsauftakt 2001 beim KSC
Die erste Mannschaft trifft sich am Freitag den 12. Januar zum ersten gemeinsamen Training im Jahr 2001.Hier die Trainingszeiten :
Freitag 12. Januar 10 Uhr und 15 Uhr
Samstag 13. Januar 10 Uhr und 15 Uhr
Sonntag 14. Januar 10 Uhr
Wie die Vorbereitung bis zum BFV Pokal am 17. Februar genutzt wird werden wir demnächst mitteilen.
News Beitrag 1838 - Dienstag, 09.01.2001 um 22:26:24 Uhr
Europa jagt Zepek
(ka-fans/and) Italien, Spanien, die ganze Welt staunt. Es geht um den U-20 Nationalspieler, Michael Zepek. Lazio Rom, Real Madrid, Bayern München, Schalke 04 und Hertha BSC Berlin sind an dem U-20 Kapitän interessiert, aber Zepek bleibt gelassen: "Ich habe bisher noch keine Gespräche mit anderen Vereinen gehabt, weil ich erst einmal bis zum Saisonende einen Vertrag beim KSC und ihn auch erfüllen werde. Ich will mit dem KSC aufsteigen, dass ist mein großes Ziel. Was danach passiert ist erst einmal unwichtig".Michaels Freundin hätte keine Probleme nach Spanien zu ziehen, denn sie ist gebürtige Spanierin. Real Madrid hat angeblich 18 Millionen DM für den KSc Spieler geboten. Der aber dementierte das Angebot bisher mit den Worten: "Ein Angebot von Real Madrid habe ich nicht bekommen, wenn es dazu kommen sollte, würde es mich reizen in der Primera Division zu spielen". Michael hatte sogar noch ein kleines Späßchen auf Lager: "18 Millionen, wenn dann sollen sie noch eine oder zwei Millionen drauf legen".
- Neue Ruhr Zeitung News Beitrag 1837 - Dienstag, 09.01.2001 um 12:36:03 Uhr
Montag schließt Wechselbörse
Am kommenden Montag schließt für die Fußball-Regionalligisten bis Saisonende die Transferliste. Spielerwechselbörse dicht. Nichts geht mehr. Das wissen sie bei der Fortuna genau. Deshalb werden auch in Kürze die Vertragsfälle Daniel Addo (Karlsruher SC) und Matthias Wentzel (FC Sachsen Leipzig) bearbeitet werden müssen.Ob positiv oder negativ, das lässt sich noch nicht sagen. Zwei Testspiele haben die Kandidaten jedenfalls noch Zeit, Trainer Aleksandar Ristic ihr Können zu demonstrieren. Morgen kicken die Rot-Weißen beim Oberligisten FC Wegberg-Beeck, am Samstag geht es zum Nachbarn Germania Ratingen, ebenfalls vierte Liga.
Wentzel spielt in der Abwehr den klassischen Abräumer, während Addo, beim Regionalligisten KSC vor der Saison ausgemustert, beim 16:0 über den SFD am Sonntag im Mittelfeld agierte. miry
News Beitrag 1836 - Montag, 08.01.2001 um 18:37:23 Uhr
Hallenzauber oder fauler Zauber ?
Qualifikationsturnier zum Hallenmasters des DFB in Stuttgart.Ka-Fans (mw) Am 6. Januar war es endlich wieder soweit, nach einer kurzen Weihnachtspause startet der Fussball ins Jahr 2001 mit dem ersten von drei Qualifikationsturnieren in die diesjährige Hallenmastersserie. 12 Mannschaften in vier Gruppen, kämpfen um den Einzug ins Finale, das dieses Jahr in Dortmund stattfindet. Das Feld war sehr stark besetzt. Neben den Erstligisten aus Unterhaching, aus Freiburg, den Löwen aus München, der Eintracht aus Frankfurt, dem VfB Stuttgart und dem 1.FC Kaiserslautern, den Zweitligisten aus Mainz, aus Reutlingen, den Kickers aus Stuttgart, aus Saarbrücken und die Spatzen aus Ulm durfte auch der Regionalligist aus Karlsruhe mitkämpfen. Die Namen versprachen einen grossartigen und schönen Fussball aber das war weit gefehlt, alle 12 Mannschaften verzichteten auf Ihre Stars um sie für die kommenden Ligaspiele nach der Winterpause zu schonen.
Auf dem Kunstrasen wurde kein Feuer entfacht und die Zuschauer haben es auch nicht geschafft, dass die Hanns-Martin-Schleyer-Halle zu einem Hexenkessel wurde. Die Zuschauer auf den Plätzen hinter dem Tor sahen mehr von der Werbebande als vom Kunstrasen und Fans die am Ende des Ovals sassen haben zwar den Kunstrasen gesehen, aber die Torraumszenen auf Ihrer Seite blieben auch Ihnen vergönnt. Die Fans die dann noch eine schlechte Sicht hatten wurden von dem Ordnungspersonal auch noch zum ruhigen Sitzen aufgemuntert, denn sie könnten ja die, die etwas mehr sehen mit Ihrem rumgehampel in Ihrer Sicht beeinschränken. Auch im Umfeld waren die Zuschauer eher zur Ruhe aufgefordert. Neben einem reichhaltigen Essen und Getränkeangebot wurden die Fans zum Torwandschiessen und zum Fanartikelkauf (DSF und VfB) animiert. Hier in diesem kleinen neben Raum war es noch ruhiger als in der Halle.
Eigentlich sollte der DFB nach dem blamablen Ausscheiden von der EM und dem Gewinn der Ausrichtung für die WM 2006 etwas mehr für seine Fans machen. Denn dieser sollen weiterhin zu solchen Veranstaltungen kommen aber wenn es bei den verbleibenden Turniere genau so abgeht ist der Hallenfussball in solcher Form zum sterben verurteilt. Der normale Zuschauer wird in Zukunft im Vorfeld überlegen ob er nochmals zu solchen Veranstaltungen geht und der Fan wird nach einem Blick in seinen Geldbeutel von dieser "Unterhaltung" absehen.
Vielleicht sollte den DFB sich Gedanken machen die Qualifikation zum Hallenmasters wieder mit vielen kleinen Turnieren stattfinden zu lassen. Oder die drei Turniere nicht mit vier Gruppen mit je drei Mannschaften sondern 2 Gruppen mit je 6 Mannschaften auszurichten, damit nicht schon beim ersten Spiel das Taktieren beginnt. Hier müssen die Vereine zeigen was sie können und die Stars werden nicht automatisch auf die Zuschauerränge verbannt. Denn nur wer hier von Beginn an durchstartet hat die Möglichkeit zum Finale zu kommen. Weiter sollte auch nicht schon im Vorfeld die Vereine mit hohen Summen zum Antritt bewegt werden, sondern das Geld wird nach Abschneiden ausbezahlt. Auch sollte überlegt werden ob nicht der Torhüter wieder fliegend eingesetzt werden darf, den so entstehen noch mehr Torszenen und die Zuschauer werden hoffentlich wieder einen richtigen Hallenzauber erleben.
News Beitrag 1835 - Montag, 08.01.2001 um 08:18:12 Uhr
Aus bereits in der Vorrunde
Stuttgart Der Karlsruher SC ist beim ersten Auftritt in der Hallensaison 2001 bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Beim ersten Hallenturnier der DFB-Masters-Serie in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart unterlag das Team von Stefan Kuntz in der Gruppe A mit 0:2 gegen den Zweitligisten StuttgarterKickers und 1:3 gegen den Bundesligisten SpVgg Unterhaching.
Die Badener waren ohne zahlreiche Leistungsträger wie Verteidiger ThjisWaterink und Torhüter Thomas Walter angetreten und hatten gegen die Profiteams aus den oberen Ligen kaum eine Chance. Beim Spiel gegen die Stuttgarter Kickers verletzte sich Torhüter Martin Fischer am Kopf, konnte aber in zweiten Spiel wieder eingesetzt werden. Den einzigsten Treffer für den KSC erzielte Aydin Cetin zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Unterhaching. Er traf mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel durch die Beine von Torhüter Gerhard Tremmel. (stb)
News Beitrag 1834 - Montag, 08.01.2001 um 08:15:43 Uhr
Frühes Aus für den KSC
Niederlagen beim Hallenturnier in Stuttgart / Zepek bestimmendes ThemaStuttgart/Karlsruhe. Das DFB-Hallenmasters in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle begann für den Fußball-Regionalligisten Karlsruher SC gleich mit einem Knock-out. Es waren keine zehn Sekunden gespielt, schon ging KSC-Keeper Martin Fischer zu Boden. Diagnose: Platzwunde über der Augenbraue. Ein schlechtes Omen für den weiteren Turnierverlauf. Und: Nach zwei Niederlagen gegen die Stuttgarter Kickers (0:2) und die SpVgg Unterhaching (1:3) folgte auch der finale Knock-out auf dem Platz.
Fischer selbst konnte die besagte Szene gar nicht beschreiben. "Es ging ganz schnell, plötzlich hatte ich ein Knie im Gesicht, und dann war Schicht", meinte der Oberliga-Keeper der Badener. Da der etatmäßige Keeper Walter für die Feldrunde geschont wurde und Ersatzkeeper Ferenc Rott mit Rückenproblemen ausfiel, musste eben A-Jugend-Keeper Matthias Dörrich ran - und der machte seine Sache mehr als gut. Die Niederlage gegen die Blauen aus Degerloch konnte aber auch er nicht verhindern. Bezeichnenderweise war es ein Ex-Karlsruher, der beim 2:0 des Zweit-Bundesligisten gegen den Regionalliga-Tabellenführer den entscheidenden Treffer erzielte. Christian Kritzer hielt drauf und versenkte die Kugel zum 2:0-Erfolg der Kickers. Auch beim 3:1-Sieg der SpVgg Unterhaching war ein Ex-Karlsruher gegen seinen alten Verein erfolgreich. Danny Schwarz erzielte den Führungstreffer gegen seine alten Kollegen. Allerdings mit tatkräftiger Unterstützung von Keeper Fischer, der mittlerweile - mit einer wild aussehenden Kopf-Bandage - wieder im Einsatz war.
Viel zu erben gab es für den einzigen Regionalligisten im erlesenen Feld der Bundesliga- und Zweiligavereine (SC Freiburg, VfB Stuttgart, FC Kaiserslautern...) sowieso nicht. Einzig Aydin Cetin konnte mit seinem kurzzeitigen Ausgleichstreffer für so etwas wie ein Glanzlicht für den KSC sorgen. Marco Pezzaiuoli, der diesmal als Coach fungierte, nahm das frühzeitige Aus gelassen. "Man sieht eben, dass andere Mannschaften schon im Training sind, wir beginnen erst am 12. Januar. Klar, es will sich jeder beweisen, aber wenn, man ein schnelles Gegentor bekommt, ist die Partie schnell entschieden." Ganz so einfach wollte sich Mittelfeld-Motor Tobias Weis jedoch nicht mit der Schlappe zufrieden geben. "Es ist jedesmal enttäuschend, wenn man verliert - egal, ob auf dem Rasen oder in der Halle." Allerdings seien Halle und Feldrunde nicht zu vergleichen, und auf Letzteres richte sich schließlich das Augenmerk des KSC, fügte der Mittelfeld-Rackerer hinzu. Am Ende setzten sich in der Gruppe A die Stuttgarter Kickers mit zwei Siegen vor Unterhaching und dem Rang-Letzten KSC durch.
Das beherrschende Thema beim Stuttgarter DFB-Hallen-Masters war sowieso die nahezu märchenhafte Offerte von 18 Millionen Mark, die der spanische Rekordmeister Real Madrid angeblich für Youngster Zepek in der Schatulle hat. Ein Grund zum Abheben für den 19-Jährigen? "Nein, nein. Meine Familie sorgt schon dafür, dass ich auf dem Boden bleibe", so Zepek kopfschüttelnd. Auch Ex-Kollege Kritzer schätzt seinen ehemaligen Mitspieler als eher bodenständig ein. "Sicher, die Summen, die im Raum stehen, sind Wahnsinn. Aber der Michael ist ein realistischer Typ." Oder wie es Präsident Dietrich formulierte: "Michael Zepek ist ein sehr vernünftiger Spieler. Gerade das zeichnet ihn aus. Er will spielen und nicht irgendwo auf der Ersatzbank versauern." (voko)
News Beitrag 1833 - Freitag, 05.01.2001 um 08:51:40 Uhr
Geht Zepek zu Real Madrid?
Madrid - Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist offenbar an einer Verpflichtung von Junioren-Nationalspieler Michael Zepek vom Regionalliga-Tabellenführer Karlsruher SC interessiert.Spanischen Zeitungsberichten zufolge soll der Champions-League-Gewinner bereit sein, bis zu 18 Millionen Mark für den Kapitän der deutschen "U 20"-Nationalmannschaft zu zahlen.
Zuletzt hatten bereits Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04 und Titelverteidiger Bayern München die Jagd auf den 19 Jahre alten Abwehrspieler eröffnet. Interesse an Zepek, der beim KSC einen Vertrag bis 2002 hat, soll auch der italienische Meister Lazio Rom bekundet haben.
- Heilbronner Stimme News Beitrag 1832 - Freitag, 05.01.2001 um 08:47:15 Uhr
Spanisch lernen für die Freundin
Von Stefanie WahlU 20-Fußball-Nationalspieler Michael Zepek aus Siegelsbach wird von Weltclubs umworben
Die Vereinsnamen klingen gar nobel: Real Madrid, Lazio Rom, Bayern München. Welcher Fußball-Profi würde da schon nein sagen, hätte er denn Angebote dieser Weltclubs. Der Siegelsbacher Michael Zepek verspürt keine Eile und will erst mal mit dem Regionalligisten KSC aufsteigen.
Sie Summe, die wollte Michael Zepek denn doch zu gerne noch einmal hören. 18 Millionen, da darf selbst ein Profi schon mal nachfragen.
Bis zu 18 Millionen Mark soll der spanische Rekordmeister und Champions-League-Gewinner Real Madrid bereit sein, für den Abwehrspieler des Regionalliga-Spitzenreiters Karlsruher SC zu bezahlen.
Der sagt: "Wenn solche Vereine kommen, dann sehe ich das als eine Bestätigung dafür, dass ich eine gute Runde gespielt habe." Bescheidenheit eines 19-Jährigen. " In der Rückrunde spiele ich definitiv noch beim KSC. Und da hoffe ich, dass wir aufsteigen", sagt der Kapitän der U 20-Nationalmannschaft, dessen Vertrag im Badischen noch bis 2002 Gültigkeit besitzt.
"Ich habe weder mit einem von Lazio Rom noch von Real Madrid gesprochen ", sagt Zepeks Berater Dirk Lips. Wohl wissend, dass der Name seines Akteurs längst ganz oben in den PCs der Bundesliga-Späher aufleuchtet. " Michael ist ein interessanter Spieler. Er hätte auch schon im Sommer gehen können." Tat er aber nicht. Weil das Talent spielen wollte, sich etablieren.
Und weiterentwickeln.
"In der Seria A in Italien zu spielen, ist schon vom Feinsten" , sagt Michael Zepek, "aber Spanien ist auch nicht schlecht." Die Sprache der Iberer lernt er gerade. Nicht für die Macher bei Real, für Freundin Estefania. "So gesehen würde es ganz gut passen", meint Zepek und lacht. Doch Fußball zählt für den Ehrgeizigen.
Einzig der Fußball. Dafür hat er die Schule vorzeitig verlassen. Gegen den Rat des Beraters. "Er ist ein Typ, der seiner Profikarriere absolut alles unterordnet", sagt Dirk Lips und fügt an: "Eine Entscheidung fällt nicht so bald.
" Noch hat schließlich der KSC nicht reagiert.
Gedankenspiele, was denn im Falle eines Aufstiegs mit Michael Zepek passieren würde, sind erlaubt. "Ich halte es durchaus für denkbar, dass er dann bleibt", so Lips.
Da geblieben ist Michael Zepek auch in der Winterpause. Reha in Rüppur statt Urlaub. Die Schienbein-Entzündung vom Argentinien-Trip mit der Nationalmannschaft auskurieren ist wichtiger. Immerhin haben sie im Wildpark ihrem Umworbenen nach der Verlängerung in Südamerika länger frei gegeben.
Der Trainer aber, das ahnt Michael Zepek, weiß von den Nachrichten aus der weiten Fußballwelt. "Er wird wollen, dass ich bleibe. Aber: Er war Nationalspieler und weiß schon, wo es langgeht."
DER SONNTAG News Beitrag 1831 - Freitag, 05.01.2001 um 07:49:44 Uhr
Beim Aufstieg plant der KSC mit einem 18-Millionen-Etat
Der KSC steht zum Jahresende souverän an der Tabellenspitze der Regionalliga Süd, und durch die Erfolge der Mannschaft liegen auch die Einnahmen des Sportclubs weit über den Erwartungen. Die Halbzeitbilanz liest sich beeindruckend. Rund 7,92 Millionen Mark nahm der KSC bis zum Jahresende ein. Das ist jetzt schon mehr, als für die gesamte Saison erwartet wurde. Bei den Einnahmen aus Zuschauergeldern sind fast drei Viertel der Gelder, die man für die gesamte Saison plante, in der Kasse. Alle Logen wurden verkauft, und die Vermarktung erbrachte bisher rund 25 Prozent mehr Einnahmen, als zur Saisonhalbzeit veranschlagt waren.Vor einem halben Jahr sah dies noch ganz anders aus. Da stand der Sportclub kurz vor dem wirtschaftlichen Aus. "Ohne Kölmel-Millionen hätten wir keine Lizenz vom DFB erhalten", kennzeichnet KSC-Präsident Detlef Dietrich die prekäre finanzielle Lage im Frühjahr 2000. Erst nach einer dramatischen Nachtsitzung vom 24. Auf den 25. Mai in München zwischen Vertretern der "Kinowelt" und dem neuen KSC-Präsidenten entspannte sich die Situation. In dieser Nacht wurden die Verträge mit der "Kinowelt", die noch vom alten Präsidium auf den Weg gebracht worden waren, besiegelt und lockerten den finanziellen Würgegriff , in dem sich der Sportclub befand.
Die Bilanz zum 30. Juni 2000 belegt dies deutlich. Diese weist ein Minus von satten 9,104 Millionen Mark aus, und so flossen auch umgehend acht Millionen Mark aus Kinowelt-Geldern da ein, um die Existenz des Vereins zu sichern. Noch zwei Jahre zuvor, am 30. Juni 1998 verfügte der KSC über ein Guthaben von 9,236 Millionen Mark, das aufgezehrt wurde, als man den direkten Aufstieg in die Erste Bundesliga versuchte. Dramatisch wurde es, als dem misslungenen Wiederaufstieg der Sturz in die Drittklassigkeit folgte. Schon Ende 1999 zeichnete sich diese Entwicklung ab, und folgerichtig heißt es im damaligen Jahresabschlussbericht auch, dass "...in der derzeitigen Situation der Verein praktisch zu einem Abschluss mit einem Vermarkter gezwungen ist ..." Letztlich trat der KSC die Rechte an der audiovisuellen Vermarktung für 15 Millionen Mark an die "Kinowelt" ab.
Das neue Präsidium entwickelte einen Zweijahresplan für den Wiederaufstieg, mit der eindeutigen Zielrichtung, diesen schon nach einem Jahr zu schaffen. "Die wichtigste Entscheidung war dabei die Trainerfrage, denn diese bestimmte die Richtung. Die Entscheidung für Stefan Kuntz und sein Konzept war gleichzeitig die Entscheidung, sich nicht mit einem Dauerzustand in der Regionalliga abzufinden, und dementsprechend fiel auch unsere Haushaltsplanung aus", so Dietrich im Rückblick. Dieser Haushalt liegt bei 16 Millionen Mark. Das sind zwar zehn Millionen weniger als der letzte Zweitligaetat, aber doch sechs bis acht Millionen mehr, als an Einnahmen zu erwarten ist. Diese sechs bis acht Millionen müssen über Kredite finanziert werden, denn die verbliebenen Kölmel-Gelder möchte das Präsidium für operative Zwecke zur Verfügung haben. Dazu gehört auch eine Rücklage von rund 2,8 Millionen Mark, die für ein eventuell noch zu zahlendes Nachhonorar in Sachen ehemaliger Stadionplanung zu entrichten sind.
Bei der Finanzierung des Haushalts scheiden sich die Geister von Präsidium und Verwaltungsrat. Peter Mayer, der Vorsitzende dieses Gremiums möchte am liebsten den Kölmel-Rest zur Haushaltsdeckung einsetzen. Deshalb verweigert der Verwaltungsrat den Haushaltsplänen bisher seine Zustimmung. Dem hält Detlef Dietrich entgegen, dass man dann den gesamten Haushalt weit niedriger hätte ansetzen müssen. "Wir haben aber ganz bewusst einen auf die Zweite Liga zugeschnittenen Haushalt erstellt, der in seiner Größenordnung dem von Mainz 05, Waldhof Mannheim oder Greuther-Fürth entspricht . Was nützt es uns, vieles von dem auf null zu fahren, was in der Zweiten Liga dann mit weit mehr Geldmitteln wieder aufgebaut werden müsste? Wir mußten eine unternehmerische Entscheidung treffen, die immer ein gewisses Risiko birgt. Aber wenn wir überhaupt nichts riskieren hätten wollen, hätten wir uns gleich für einen Verbleib in der Regionalliga entscheiden können. Ich glaube nicht, dass dies im Sinne unserer Mitglieder gewesen wäre. Doch selbst, wenn wir den Aufstieg in diesem Jahr verfehlen sollten, müsste der Verein nicht um seine Existenz bangen. Das unterscheidet die Situation grundlegend von der des Vorjahres. Die Möglichkeiten, bald wieder nach oben zu kommen, wären allerdings dann um ein Vielfaches gemindert."
Beim KSC setzt man voll auf den Aufstieg. Das belegt auch der Haushaltsentwurf, den man für diesen Fall für die Spielzeit 2001/2002 schon vorbereitet. Mit rund 18 Millionen Mark liegt er nur unwesentlich über dem diesjährigen Etat. "Alle unsere Verträge sind so, dass sie sich in der Zweiten Liga kaum verändern. Unsere Strukturen bedürfen keiner weiteren Finanzierung. Mit den zu erwartenden Fernseh- und Werbeeinnahmen werden wir diesen Haushalt dann locker decken können", so Präsident Dietrich.
Dass man bei den nächstjährigen Einnahmen auch mit Transfererlösen aus dem Verkauf der beiden heftig umworbenen Jungtalente Michael Zepek und Aydin Cetin kalkuliert, wird beim KSC verneint. Allerdings schließt man dort nicht grundsätzlich aus, Spieler, die wechseln wollen, bei einem entsprechenden Angebot ziehen zu lassen. "Auch für uns gibt es natürlich eine finanzielle Schmerzgrenze. Aber das ist in der ganzen Branche der Fall", meinte unlängst Geschäftsführer Wilfried de Buhr im Gespräch mit Karlsruher Journalisten zu diesem Thema. Eine aktuelle Anfrage für Zepek und Cetin liege aber bis heute nicht vor, verlautet aus dem Wildpark. Und sollte der Aufstieg gelingen, werden die Karten ohnehin neu gemischt.
Harald Linder
News Beitrag 1830 - Donnerstag, 04.01.2001 um 13:19:31 Uhr
Michael Zepek ist heiß begehrt
Die Jagd auf Michael Zepek ist eröffnet. Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist offenbar an einer Verpflichtung des Junioren-Nationalspielers vom Regionalliga-Tabellenführer Karlsruher SC interessiert. Spanischen Zeitungsberichten zufolge soll der Champions-League-Gewinner bereit sein, bis zu 18 Millionen Mark für den Kapitän der deutschen U 20-Nationalmannschaft zu zahlen.Zuletzt hatten bereits Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04 und Titelverteidiger Bayern München die Jagd auf den 19 Jahre alten Abwehrspieler eröffnet. Interesse an Zepek, der beim KSC einen Vertrag bis 2002 hat, soll auch der italienische Meister Lazio Rom bekundet haben.
| [Zurück] | [Vorwärts] |