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KA-FANS News - Einträge 1731 - 1740


- Heilbronner Stimme News Beitrag 1730 - Mittwoch, 22.11.2000 um 21:23:23 Uhr

VfR Mannheim dreht erst in der Endphase auf

Regionalliga Süd: Dreier für KSC

Der Karlsruher SC auf Aufstiegskurs - die krisengeschüttelten Offenbacher Kickers auf Talfahrt Richtung vierte Liga. Die beiden Zweitliga-Absteiger zeigten auch letzten Vorrundenspieltag einen deutlichen Niveau-Unterschied.

Der KSC gewann beim FC Carl Zeiss Jena mit 1:0 durch ein Tor des eingewechselten Vitus Nogorny, die Offenbacher verloren auch nach dem fünften Trainer-Wechsel mit 0:1 gegen Jahn Regensburg. Die Kickers (14) tragen die Rote Laterne.

Dennoch bleibt KSC-Trainer Stefan Kuntz auch nach dem elften Saisonsieg auf dem Teppich. "Für uns war das ein glücklicher Sieg. Jena hat sich trotz der vielen Ausfälle bewundernswert ins Spiel gekniet."

Aufstiegskandidat Nummer zwei ist der FC Schweinfurt 05, der gegen Wacker Burghausen mit einem Kraftakt in der zweiten Hälfte 3:1 gewann. Bereits neun und zwölf Punkte Rückstand auf den KSC haben die SpVgg Elversberg (1:1 beim SV Wehen) und der VfR Mannheim.

Die Mannheimer, stellten ihr 3:0 gegen Erfurt in der Schlussphase durch zwei Treffer von Bodenstein und Bokatola sicher. (dpa)
Boulevard Baden News Beitrag 1729 - Mittwoch, 22.11.2000 um 17:22:50 Uhr

Unbekannter Schwede beim KSC

Erol Bekirovski absolviert ein Probetraining

Karlsruhe. Ein Schwede, der im Augenblick in Italien sein Geld verdient, absolviert derzeit ein Probetraining beim Fußball-Regionalligisten Karlsruher SC: Erol Bekirovski heißt der unbekannte Akteur. Der Mittefeldspieler ist 26 Jahre alt. Mehr ist über den Schweden noch nicht bekannt. (til)
KA-NEWS News Beitrag 1728 - Mittwoch, 22.11.2000 um 17:21:11 Uhr

Fußball mit Spaßfaktor

KSC-Trainer Stefan Kuntz zieht eine positive Halbzeitbilanz

Karlsruhe - Es macht Spaß, der neuen KSC Mannschaft zuzusehen, sowohl auf dem Platz, als auch auf dem Trainingsgelände. Die Spieler engagieren sich, sind voll bei der Sache. Diese Motivation ist das Produkt des Rezepts ihres Trainers, Stefan Kuntz. Er definierte von Anfang an mit seinen Jungs "gemeinsame Ziele". Sein Training basiert auf der nötigen Disziplin und auch jeder Menge Spaß. Das ist auch beim Blick über den Trainingszaun zu spüren. Die Charaktere der einzelnen Spieler machen es ihm dabei leicht, sein Konzept durchzusetzen.

Bedingung für eine Zusammenarbeit zu Saisonanfang war, dass sein Wort im sportlichen Bereich im Verein zählt - der bisherige Erfolg gibt ihm recht. Auch im gesamten Verein ist eine Wende zu erkennen: Es ist ein Verein der kurzen Wege zwischen Trainer Stefan Kuntz, Präsident Detlef Dietrich und Sportdirektor Guido Buchwald entstanden. Kuntz geht davon aus, dass die Vertragsverhandlungen nach dem Spiel gegen Magdeburg Form annehmen werden, wenn Zeit ist, in Ruhe über die Einzelheiten zu sprechen.

Gestern und heute wurde der Schwede Eroll Bekirovski auf dem Übungsplatz gesehen. Obwohl laut dem Trainer im Moment noch kein Handlungsbedarf besteht, wurde die Gelegenheit benutzt, den zur Zeit in Deutschland weilenden Spieler zu einem Probetraining einzuladen. Bekirovski hat bei Kuntz einen guten Eindruck hinterlassen.

Bezüglich der Personalplanung für die nächste Saison, denkt der Coach in allererster Linie an den Verein. Einen Grossteil der Mannschaft will er so erhalten - das wissen die Spieler auch. Die Akteure haben großes Vertrauen in ihn. Jeder einzelne Fußballer im KSC-Team ist wichtig, betont Kuntz. Die Spieler wissen, dass jeder Einzelne gute Arbeit leistet, auch dann, wenn immer nur ein paar in der Presse erwähnt werden. "Intern kennen alle ihren Wert", bemerkt der Trainer.

"Menschlich sehr schwer" ist es für Stefan Kuntz bei dieser engagierten Truppe, jedes Mal neu die Aufstellung der Mannschaft zu überdenken, gerade bei den Spieler, die dann vielleicht einmal nicht aufgestellt werden.

Sehr wichtig ist dem Trainer auch die Meinung der Fans, denn er weiß um den positiven Einfluss der Anhänger auf die Leistung der Mannschaft. Daher will der Trainer auch die Fanarbeit weiter intensivieren. Dabei denkt er beispielsweise auch an Besuche der Fan-Clubs vor Ort.

Noch liegen vor der Winterpause Pflichtaufgaben: Drei Regionalliga-Spiele. Das nächste Spiel am Samstag, 25. November, gegen die Sportfreunde Siegen wird schwer, denn der Tabellenvierzehnte hat sich überraschend von seinem Trainer Ingo Peter getrennt, der Gegner wird schwer einzuschätzen sein. Zu den Pflichtaufgaben kommt außerdem noch eine weitere Kür: Das Pokalspiel in Magdeburg am Dienstag, 28. November.

Trotz des "Herbstmeistertitels" will Stefan Kuntz weiterhin kurzfristig auf kleinere Ziele hinarbeiten. Sein Erfahrungswert aus 16 Jahren Fußball ist die Schnelllebigkeit. Als Beispiel nannte er den FC Bayern München, von dem jeder einen Durchmarsch erwartete - mittelerweile sprechen die Kritiker von einer Krise. Daher lautet einer der Grundsätze des Karlsruher Trainers: In der Öffentlichkeit nicht über Dinge zu sprechen, die noch zu weit weg liegen.

Auch seine persönliche Halbzeitbilanz fällt zufrieden aus. Es wurde ihm in Karlsruhe von Anfang an leicht gemacht. Die Bedingungen für ihn scheinen optimal: Arbeit und Privatleben lassen sich an seinem Arbeitsplatz gut organisieren, seine Familie kann in Neukirchen wohnen bleiben. Mit der badischen Mentalität tut sich Kuntz leicht. In anderen Landstrichen, so Kuntz, sei es schon schwieriger gewesen. (pab)
ka-fans.de News Beitrag 1727 - Dienstag, 21.11.2000 um 23:11:25 Uhr

Termine Dezember 2000

KSC Weihnachtstour
5. Dezember (falscher Termin im Newsletter!), Besuch der Weihnachtsfeiern der KSC Fanclubs durch die Fanbetreuung, Spieler und Verantwortliche des KSC.

Champions League-Rückspiel von Herta BSC in Mailand
Hallo KSC-Fans,
hat jemand von Euch Interesse zum Champions League-Rückspiel von Herta BSC nach Mailand zu fahren ?
Die Freiburger machen eine Busfahrt dorthin. Bisher haben sich 30 Personen angemeldet (davon 2 aus Karlsruhe).
Abfahrt am 07.12.00 in Freiburg am Hauptbahnhof (Busbahnhof) um 7.15 Uhr
Rückkehr in Freiburg gegen 5h morgens
Fahrtpreis: 110 DM (Karte ist dabei)
Anmeldungen und weitere Infos bei: Wolfram Siebert Tel. 0177/4187590

Festival der Guten Taten
Weihnachtskonzert im Brahmssaal Karlsruhe am 13.12.2000 20.00 Uhr
United States Army Europe Band
United States Army Europe Chor
Karten bei allen Geschäfstellen der BBN erhältlich.

Weihnachtsfeier der Supporters
Am 16.12.00 laden die SUPPORTERS zu Ihrer alljährlichen Weihnachtsfeier ins Anne-Frank-Haus (beim Fanprojekt/Moltkestr. 20, KA) ein. Beginn ab 19 Uhr. Für Speisen und Getränke wird gesorgt. Um Anmeldung wird gebeten.

HOLT EUCH DEN WANDERPOKAL DER SUPPORTERS
Am 10. Februar 2001 findet das Hallenturnier der SUPPORTERS in der Südwesthalle in KA-Grünwinkel (Joachim-Kurzaj-Weg) statt. Die Startgebühr beträgt 120 DM. Das Turnier ist auf 24 Mannschaften begrenzt (1 Torwart, 4 Feldspieler) Meldet Euch bitte bis spätestens 15.12.00 bei nachstehender Anschrift an:
SUPPORTERS
Postfach 34 26
76020 Karlsruhe
- Thüringer Allgemeine News Beitrag 1726 - Montag, 20.11.2000 um 18:11:29 Uhr

Patzer kostete einen Punkt: Jena verlor 0:1

Fehler der Torhüter wiegen doppelt schwer. Der Zeiss-Keeper Görtz unterlaufene kostete seiner Mannschaft einen Punkt und brachte Spitzenreiter Karlsruhe einen kaum noch erhofften Sieg. Es war sechs Minuten vor Ultimo, als Weis einen Freistoß in den Strafraum schlug und der kurz zuvor eingewechselte Nagorny aus rund acht Metern einköpfte. Mit gütiger Assistenz von Görtz, der beim Rauslaufen auf halben Wege stehen geblieben war und das Leder über sich hinweg ins Netz trudeln sah.

Es war die Entscheidung einer Partie, die sich zu diesem Zeitpunkt längst auf ein torloses Remis eingependelt zu haben schien, und die bei zwei in etwa gleichwertigen Teams eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. So sahen es letztlich auch beide Trainer, wobei Gäste-Coach Stefan Kuntz von einem "sehr glücklichen Sieg" sprach und den Jenaern vor allem während des zweiten Abschnitts "energische Gegenwehr und gute Spielzüge" assistierte.

Slavko Petrovic beklagte einmal mehr die fehlende Unterstützung durch die Glücksgöttin Fortuna. Er war mit Einstellung und Willensqualitäten jedes einzelnen Spielers zufrieden und bescheinigte seiner Mannschaft pauschal eine echte Steigerung gegenüber dem letzten Spiel, das bei den 60-Amateuren mit einer 0:4-Schlappe geendet hatte. "Doch wir mussten einmal mehr zur Kenntnis nehmen, wie launisch das Glück ist. Wir können nur hoffen, dass es in der Rückrunde auf unserer Seite ist", schaute er voraus.

Bei einem Blick zurück auf die 90 Minuten konnten beide Trainer jedoch nicht auf allzu viele torverheißende Szenen verweisen. Der Großteil des Geschehens wickelte sich im Mittelfeld ab. In Strafraumnähe endeten die Kombinationen meist früh in Fehlpässen oder wurden von den stabilen Abwehrreihen gestoppt. Die wenigen Chancen sind da schnell aufgezählt: Ein Nahdistanzschuss von M. Jovic landete ebenso neben dem Pfosten (7.) wie Sarabas 25 m-Freistoß (26.) Und kurz vor dem Halbzeitpfiff (44.) flog ein Uster-Kopfball knapp übers Tor.

So brauchte sich der KSC-Keeper Walter nur mit dem Abfangen von Flanken und zu steil angelegten Vorlagen zu beschäftigen. Görtz wurde vor der Pause ebenfalls nicht gerade überstrapaziert, musste aber wenigstens bei Waterinks Direktschuss (32.) eine echte Parade zeigen.

Auch nach dem Wechsel blieb Torgefahr Mangelware. Die wenigen Ausnahmen bildeten Masons überhastet vergebene Chance (53.), Kowaliks über die Latte fliegender 18 m-Freistoß (81.) und Usters ebenfalls zu hoch angesetzter Kopfball in der Endphase (88.). Den Gästen ging es während der zweiten Halbzeit nur noch darum, zum 13. Mal in dieser Saison ohne Gegentor zu bleiben und die Serie von nunmehr zehn Spielern ohne Pleite nicht abreißen zulassen.

Beides gelang ihnen, von den das Abbe-Sportfeld schmücken- den Bäumen rissen sie allerdings keinen aus. Dem Zeiss-Team aber sollte das Mithalten mit dem spielstarken und routinierten Partner wenigstens einen Teil einstigen Selbstvertrauens wiedergeben. Es wird bei der zeitgleich mit dem Rückrundenstart angekündigten Aufholjagd auch dringend notwendig sein.

Kicker News Beitrag 1725 - Montag, 20.11.2000 um 18:03:52 Uhr

KSC 2000 - Zurück zum guten Ruf

In den letzten Jahren ging es mit dem Karlsruher SC stetig bergab. Bis Stefan Kuntz kam. Der Cheftrainer formte innerhalb kürzester Zeit ein neues Team. Und das eilt nun von Sieg zu Sieg.

Der "KSC 2000" ist Spitze. Nicht wie vor Jahren gedacht, als dieser Slogan ersonnen wurde, in Deutschland oder Europa. Nicht einmal in der Zweiten Liga, sondern lediglich in der Regionalliga Süd. Aber diese Tabellenführung ist ein Riesenerfolg - so absurd es beim Blick auf (vergangene) Erstliga- und Europacupzeiten erscheint.

Zwei Jahre nach dem Bundesligaabstieg hat sich der Klub endlich gefangen. Binnen 24 Monaten war er in die Regionalliga durchgereicht worden. Dort geht's wieder aufwärts, was insofern überrascht, als vor der Saison kaum ein Stein auf dem anderen geblieben ist. Neuer Trainer, 17 neue Spieler - und trotzdem Rang eins.

Die Galionsfigur des Aufschwungs ist Europameister Stefan Kuntz. Erst im Frühjahr hatte er gemeinsam mit Sportdirektor Guido Buchwald die Schulbank beim Trainerlehrgang gedrückt. Seit Sommer hat er beim KSC das Sagen. Dabei setzt der 38-Jährige auf "Spaßfußball und Teamwork". Als Cheftrainer pflegt er eine enge Zusammenarbeit mit seinen Assistenten, Ex-Profi Frank Lelle (35), der mit Kuntz zwischen 1989 und 1993 gemeinsam beim 1. FC Kaiserslautern gespielt hatte, sowie Marco Pezzaiouli (32). Im Falle Kuntz - Lelle geht das Teamwork sogar so weit, dass beide - sofern sie nicht zwischen dem Wohnort ihrer Familien in Neunkirchen bzw. Pirmasens und ihrem Arbeitsplatz pendeln - in Karlsruhe, fünf Minuten vom Stadion entfernt, eine Wohngemeinschaft gegründet haben. Wenn es sich von den Spiel- und Trainingsterminen anbietet, kommen an den Wochenenden die Ehefrauen mit den Kindern dorthin. Bei all den Gemeinsamkeiten überrascht es, dass sich die beiden ausgebildeten Polizeimeister nicht früher kennen gelernt haben. "Stefan war im Saarland, ich in Rheinland-Pfalz. Da gab es keine Berührungspunkte", erzählt Lelle.

Ex-Nationalspieler Kuntz (25 A-Länderspiele) gehört zu jener neuen Trainergilde, die dieses Jahr auf den "Markt" gelangt ist. Im Gegensatz zu ehemaligen Weggefährten wie Matthias Sammer (Bor. Dortmund), Andy Brehme (Kaiserslautern) sowie Rudi Völler (DFB, zwischenzeitlich Bayer Leverkusen) ist Kuntz aber "nur" in der dritten Liga tätig, wo er sich nur für eine Saison gebunden hat. Aber Kuntz ist kein absoluter Trainer-Neuling, war er doch vor der Amtsübernahme im Wildpark neun Monate in seinem Heimatort Neunkirchen für die dortige Borussia in der Oberliga Südwest erfolgreich tätig.

"Sammer, Völler und Brehme stehen genauso wie ich für einsatzfreudigen Fußball. Was wir in unserer Karriere aufgesogen haben, versuchen wir weiterzugeben", erklärt Kuntz. So endet ein Waldlauf beim KSC schon mal
vorzeitig. Statt Straftraining hatte Kuntz ein gemeinsames
Überraschungs-Frühstück organisiert. Dass 17 bzw. 15 neue und einige vorhandene Spieler so schnell zu einer funktionierenden Mannschaft werden, hat alle überrascht. Allerdings wird unter Kuntz im Wildpark auch nicht mehr lange gefackelt. Wenn der Chefcoach feststellt, dass ein Spieler wegen mangelhafter Einstellung nicht ins Team passt, wird der Fehler schnell korrigiert. Wie im Falle von Mark Römer und Adriano da Silva, die zu Saisonbeginn geholt worden waren, inzwischen aber wieder abgegeben wurden.

15 aus 17 sind eine ansehnliche Trefferquote "und alle zusammen haben unter einer Million Mark Ablöse gekostet", so Stefan Kuntz. Aus dem Vorjahr sind nur noch zwei übrig geblieben, die sich heute zu Leistungsträgern zählen dürfen. Torwart Thomas Walter beschreibt die Unterschiede so: "Bei uns steht jetzt eine Mannschaft auf dem Platz. Ich will niemandem unterstellen, dass er sich nicht voll eingesetzt hat - aber es war eben keine Einheit da." Kapitän Marco Grimm sieht es genauso: "Vergangene Saison hat die Zusammenstellung einfach nicht gepasst."

Guido Buchwald, der deswegen in der Kritik steht, empfindet die Vorwürfe als "Unverschämtheit." Der Sportdirektor weiter: "Die anderen schmücken sich mit den Lorbeeren, aber ich soll für alles Negative verantwortlich sein. Dabei wurden auch in dieser Saison alle Personalentscheidungen gemeinschaftlich getroffen. Aber wenn eine Verpflichtung nicht einschlägt, bin ich der Südenbock", meint der 39-Jährige. Dabei habe er "beim gemeinsamen Trainerlehrgang die Idee gehabt, Stefan Kuntz in den Wildpark zu holen." Alle Verpflichtungen seien eine Entscheidung des Teams gewesen, so Buchwald, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

"Ob er verlängert wird, hängt allein von mir ab", glaubt der Sportdirektor. Wenn er da nicht Mal die Einflussnahme der "Kinowelt-Medien AG" unterschätzt, die im Frühjahr über ihre Tochterfirma "Sportwelt Beteiligungsgesellschaft" 15 Millionen Mark in den Verein gesteckt hat. Der KSC ist der zwölfte Traditionsverein, der mit diesem Vermarkter zusammenarbeitet. "Wir haben sehr großen Wert darauf gelegt, unser Tafelsilber nicht zu veräußern", betont Ex-Präsident Roland Schmider, der den Vertrag ausgehandelt hatte. Der KSC habe lediglich die gesamten audiovisuellen Rechte in die neu gegründete gemeinsame Gesellschaft eingebracht. Wie lange es dabei bleibt, ist allerdings ungewiss.

Nach kicker-Recherchen sind die 15 Millionen fast aufgebraucht. Neues Geld wäre nur durch den Verkauf weiterer Rechte zu erzielen. Dass die Millionen fast weg sein sollen, erklärt sich daraus, dass rund die Hälfte zur Tilgung des Plan-Defizits der Saison 1999/2000 verwendet werden musste, das Schatzmeister Herbert Heiler mit 6,7 Millionen bezifferte. Einen neuen Finanz-Engpass wollte Heiler "nicht bestätigen". Was so überraschend nicht ist, verhandelt der 64-Jährige doch derzeit über eine Abfindung und vorzeitige Auflösung seines bis kommenden Sommer laufenden Vertrags als geschäftsführendes Präsidiumsmitglied. Heiler ist im vierköpfigen Präsidium der letzte aus der Schmider-Ära. Alle anderen Positionen waren am 2. Mai (Präsident Detlef Dietrich, "Vize" Werner Merkel und Martin Lenz) neu besetzt worden.

"Die sportliche Entwicklung beim KSC könnte nicht besser sein", freut sich "Kinowelt"-Chef Michael Kölmel, der für den Traditionsverein in seiner Geburtsstadt besondere Sympathien hegt, zumal "ich die handelnden Personen kenne". Was das Resultat der Mitsprache bei der Neubesetzung der Posten (an der Spitze Geschäftsführer Wilfried de Buhr) ist.

Während Kölmel, der kommende Woche im DFB-Pokal damit leben muss, dass beim Duell 1. FC Magdeburg gegen den KSC zwei "Kinowelt"- Klubs direkt aufeinander treffen, nur selten Gast im Wildpark ist, kümmert sich Fritz Fuchs als "Graue Eminenz" und im Auftrag der "Sportwelt" um den KSC. Dass es so schnell gelingt, dem maroden Verein auf die Sprünge zu helfen, der Klub dem Wiederaufstieg mit Riesenschritten entgegen eilt, "hätte auch ich nicht für möglich gehalten", sagt der Ex-Trainer. Der "KSC 2000" ist auf dem richtigen Weg.

M. Ebert/P. Putzing

Kicker News Beitrag 1724 - Montag, 20.11.2000 um 18:03:20 Uhr

Kuntz lobt couragiertes Auftreten der Thüringer

Jena definiert neue Saisonziele

Nach der Partie zeigte sich der Karlsruher Trainer Stefan Kuntz mitfühlend mit den personell arg gebeutelten Gastgebern, konstatierte einen glücklichen 1:0-Sieg der Seinen und lobte das couragierte und engagierte Auftreten der Thüringer: "Jena bleibt sicher nicht auf diesem Tabellenplatz stecken, wenn die personelle Misere wieder behoben ist." Für sein Team hingegen bleibe trotz der Herbstmeisterschaft noch viel zu tun, vor allem bei der Verbesserung des Mittelfeldspiels.

Sportdirektor Guido Buchwald bescheinigt seinem Trainer unterdessen, die Mannschaft wieder zu einer Einheit geformt zu haben, die den unbedingten Willen hat, etwas zu erreichen. Anvisiert ist die Rückkehr in die Zweite Liga, auch wenn dafür ein Zwei-Jahres-Plan vorgegeben ist.

Jenas Trainer Slavko Petrovic haderte unterdessen mit dem Schicksal: "An der Einstellung der zur Verfügung stehenden Spieler hat es nicht gelegen." Außerdem rechnete Präsident Dr. Ralf Schmidt-Röh bereits im Vorfeld mit einer Niederlage, schließlich hatten die Gäste bis dato erst sechs Gegentreffer hinnehmen müssen. "Jetzt kommt es darauf an, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das wird ab sofort das neue Saisonziel sein."

Ralf-Peter Palitzsch

ka-fans.de News Beitrag 1723 - Montag, 20.11.2000 um 13:52:14 Uhr

Großer Polizeieinsatz in Siegen angekündigt

Die Polizeieinsatzleitung in Siegen wird voraussichtlich restriktive Mittel in Einsatz bringen. So kann es zu Durchsuchungsaktionen bei der Anreise (PKW, Busse etc.) kommen und Beschlagnahme von Kommunikationsmitteln - soweit dies im Einzelfall für notwendig erachtet wird.

Mit dieser Vorab-Info wollen wir (Fanbetreuung und Verein) unseren Appell verbinden :

Bewahrt "kühlen Kopf" und stellt Euch menthal auf die Kontakte zwischen Fans und
Polizei ein ohne ggf. überzureagieren. Die ausführenden Beamten wollen Euch nicht provozieren, sondern lediglich ihren Job gemäß Vorgaben möglichst reibungslos bewältigen."
ka-fans.de News Beitrag 1722 - Montag, 20.11.2000 um 08:29:26 Uhr

BFV Pokal Viertelfinale

Die Auslosung zum Viertelfinal im BFV Hoepfner Cup ergab folgende Paarungen :

FC Neureut - SG Kirchheim
Spvgg Oberhausen - VfR Mannheim
TSV Michelfeld - KSC
SV Schollbrunn - VfB Leimen

Gespielt wird am 17. und 18. Februar
ka-fans.de News Beitrag 1721 - Sonntag, 19.11.2000 um 23:10:22 Uhr

Schlossparklauf, KSC Fans jagen die präsidiale Staffel!

Von unserem Stammtalker Igor aus Heidelberg!

Das war ein schönes Erlebnis heute! Hat' Spaß gemacht zu laufen und war auch sonst eine sehr nette Veranstaltung.

Den ganz großen sportlichen Erfolg hatten wir zwar heute nicht, aber darum ging es ja auch nicht. Ich war der vorletzte Läufer in der "zweiten" oder Seniorenstaffel. Ein ganz großes Lob muss man Humphrey aussprechen: er war unser Startläufer und ist durchgelaufen. Trotzdem waren wir fast die erste Staffel, die übergeben hat. Humphrey ist -wie gesagt - weiter gelaufen und war immer vorne dabei: ein echter Läufer!

Unsere gute Platzierung hat Gonzo(?) als zweiter Läufer heldenhaft verteidigt. Danach kam Murxx an die Reihe. Ich denke, sie hat bei der Hälfte eine wohlverdiente Rauchpause eingelegt. Danach hatte sie dann auch noch gesundheitliche Probleme. Aber sie hat den (angenehm weichen) Staffelstab tatsächlich an den Gastläufer Joseph übergeben. Wir waren jetzt ca. in der Position der Offenbacher Kickers, es konnte also nur besser werden.

Allerdings war die vorletzte Staffel schon weit vor uns. Joseph hat gekämpft wie ein Löwe und dann bin ich los. Eigentlich wollte ich mir ein heißes Duell mit Herrn de Buhr liefern, der ebenfalls auf der fünften Position gelaufen ist. Leider bekam ich ihn nicht zu Gesicht.

Aber die präsidiale Staffel... Die kämpfen mit allen Tricks. Als ich an ihrem durchlaufenden Startläufer Vizepräsident Martin Lenz vorbeifliegen wollte, hat der mich doch tatsächlich in eine Gespräch verwickeln wollen, um seinen Schlussläufern den Rücken freizuhalten. Ich habe den Trick aber dann doch noch durchschaut und bin weitergerannt.

Unglaublich war Gustav Struve: Er kam mir schon entgegen beim Staffelwechsel, in seinen Augen finsterste Entschlossenheit. Er wollte den Präsidenten, das war klar! Nach eigenem Bekunden ist er die ersten 400 Meter in 48 Sekunden gelaufen: damit kommt er bei den Deutschen Meisterschaften in den Endlauf. Nach diesen 400 Metern hatte er den Präsidenten in Sichtweite. Stetig hat er sich - seinem mörderischen Anfangstempo keine Beachtung schenkend - Meter für Meter an den Würdenträger herangepirscht, bis er (O-Ton Struve!!) "Blut geschmeckt" hat. Leider habe ich die Minute es Triumphes, d.h. des Vorbeifliegens an dem höchsten KSC-ler nicht selbst miterleben dürfen. Im Schlosspark konnte man aber die standing ovations im Stadion hören: "Struve, Struve!!" und "STAMMTALKER, STAMMTALKER" aus zehntausenden Kehlen. Unglaublich und unvergesslich!

Zeitgleich hatte ich das Privileg, mit Geli eine Abkürzung durch den Schlosspark zum Stadion zu suchen. Wir sind - erschöpft aber glücklich - im knöcheltiefen Morast gelandet. Nass war's, aber schön!

Ich bin mit meiner Tochter angereist. Sie war zum ersten Mal im Stadion und dann gleich im Innenraum. Hinterher hat sie gemeint: "Pappa, der KSC ist echt geil!" Tja, so sind sie, die Töchter heute.
Aber sie hat ja Recht.

Schöne Grüße aus Heidelberg
Stammtalker: Igor
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