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KA-FANS News - Einträge 1611 - 1620


Boulevard Baden News Beitrag 1610 - Freitag, Oktober 27, 2000 um 19:30:24 ()

KSC holt Waldhöfer Flügelflitzer

Jens Boehnke schon am Samstag gegen Schweinfurt spielberechtigt

Der Karlsruher SC ist auf das Spitzenspiel in der Regionalliga Süd am Samstag (15 Uhr) gegen Tabellenführer FC Schweinfurt 05. Nervosität hat KSC-Coach Stefan Kuntz deshalb bei seiner Mannschaft nicht ausgemacht.
Karlsruhe. Der Karlsruher SC hat kurz vor dem Spitzenspiel gegen den FC Schweinfurt 05 noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Wie erwartet, unterschrieb Jens Boehnke vom SV Waldhof Mannheim nach einem einwöchigen Probetraining einen Vertrag beim Tabellenzweiten der Regionalliga. „Ich hatte schon früher Kontakte zum KSC, stand damals aber beim FSV Frankfurt unter Vertrag”, freut sich der 24-jährige Linksfuß, dass es mit dem Wechsel zu den Badenern nun endlich geklappt hat. Der neue Mann ist bereits gegen Schweinfurt spielberechtigt.

Trainer Stefan Kuntz hatte Boehnke, der in Mannheim unter Trainer Uwe Rappolder zuletzt nicht mehr zum Zuge kam, häufiger im Training beobachtet. „Ausschlaggebend war auch das persönliche Gespräch mit Jens und wie er sich im Training präsentiert hat”, nannte Kuntz die Gründe für seine Entscheidung. Boehnke soll beim KSC das Flügelspiel über die linke Seite beleben. „Mit seiner Schnelligkeit ist er in unserer Mannschaft auf jeden Fall in der Spitze”, sagte Kuntz.

Der Flügelflitzer erlernte sein fußballerisches Handwerk in der Jugend des VfB Gießen, wo er später im Oberligateam spielte. Von dort wechselte Boehnke zum FSV Frankfurt, mit dem er in die Regionalliga aufstieg. Erst in diesem Sommer kam er zu Waldhof Mannheim. Der KSC hat den Neuzugang bis zum Saisonende mit Kaufoption ausgeliehen.

Extrem auf der Kippe steht der Einsatz von Vitus Nagorny, über den der Übungsleiter erst unmittelbar vor dem Anpfiff entscheiden will. „Wenn das Risiko zu hoch ist, bringe ich ihn lieber erst gegen den HSV zum Einsatz.” Sportliche Priorität genießt freilich die Punktepartie gegen Schweinfurt. Kuntz erwartet eine konterstarke Gästeelf, „bei der wir unsere Räume suchen müssen, um selbst nach vorne spielen zu können.”

Ben Manga ist am Freitag wieder zum Kader in den Wildpark zurückgekehrt, nachdem er sich vier Tage lang in Aachen an der Brustwirbelsäule behandeln ließ. Carsten Birk, der seit Montag wieder mit der Mannschaft übt, hat die Trainingswoche nach Angaben von Stefan Kuntz gut überstanden. Bert Langbehn
Kicker News Beitrag 1609 - Freitag, Oktober 27, 2000 um 08:46:03 ()

FC 05-Trainer Vasic: -Lieber verliere ich in Karlsruhe-

Am Samstag kommt es zum Spitzenspiel zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Schweinfurt 05. Kicker-Redakteur Martin Gruener sprach vorab mit den beiden Erfolgstrainern Stefan Kuntz und Djuradj Vasic.

kicker: Herr Vasic, wenn Ihnen vor der Saison jemand erzählt hätte, dass Sie mit Schweinfurt nach dem 13. Spieltag auf Platz eins stehen, was hätten Sie dem erwidert?

Djuradj Vasic: Das Beste, was wir erreichen können, wäre ein Platz hinter dem KSC. Aber im Ernst: Unsere Punktausbeute bisher ist natürlich überraschend.

kicker: Bei Ihnen sieht die Sache anders aus, Herr Kuntz. Den KSC sahen viele als Aufstiegs-Favoriten. Zu Recht?

Stefan Kuntz: Das geschah sicher auf Grund unserer Finanzkraft. Aber kaum ein Verein hat so viele neue Spieler einbauen müssen wie wir.

kicker: Statistisch gesehen spielt am Samstag die beste Abwehr gegen den besten Sturm, das beste Heim- gegen das beste Auswärtsteam. Was können die Fans im Wildpark erwarten?

Vasic: Die Konstellation ist für uns sehr ungewohnt. Ich hoffe, meine Spieler werden nicht gehemmt durch die Kulisse. Aber lieber verliere ich in Karlsruhe und gewinne die Woche darauf gegen Elversberg.

Kuntz: Auf dem Papier müsste es ja ein sehr interessantes Spiel werden. Meine Spieler freuen sich aber vor allem auf den sportlichen Vergleich mit dem Tabellenführer.

kicker: Nach der Roten Karte für Michael Zepek wird die so erfolgreiche KSC-Abwehr gesprengt. Ein entscheidender Nachteil?

Kuntz: Das ist kein Problem. Carsten Rothenbach hat in Offenbach bereits gezeigt, was er drauf hat.

kicker: Der Schweinfurter Erfolg kommt insofern überraschend, als dass durch den Weggang von Torjäger Seufert und die Herzmuskelprobleme von Kapitän Diegmüller eigentlich zwei tragende Säulen fehlen. Nun hat sich auch noch Stürmer Josef Tuma verletzt. Wie konnte das kompensiert werden?

Vasic: Die Mannschaft hat taktisch und technisch eine sehr gute Entwicklung genommen. Sie steht aber noch nicht am Ende ihres Weges.

kicker: In Ihren Kadern stehen jeweils nur drei Stürmer. Werden bei Ihnen die Mittelfeldspieler besonders in die Pflicht genommen?

Kuntz: Die sind natürlich immer in der Pflicht. Aber wir halten die Augen noch nach Verstärkungen offen.

Vasic: Bei unseren 26 Treffern haben wir zwölf verschiedene Torschützen, das zeigt die Ausgeglichenheit des Teams. Mit Teofilovic und Gerhardt spielen zudem zwei gelernte Angreifer im Mittelfeld.

kicker: Sie arbeiten nun seit fast sieben Jahren in Schweinfurt. Ist der Erfolg das Ergebnis einer langfristigen Entwicklung, oder hatten Sie Angst, dass sich langsam Abnutzungserscheinungen einstellen.

Vasic: Wir mussten damals aus finanziellen Gründen ein sehr junges Team aufbauen und haben in der Zwischenzeit viele Spielerwechsel gehabt, sonst wäre der Erfolg vielleicht schon früher gekommen.

kicker: Herr Vasic, Kickers Offenbach hatte zuletzt öffentlich um Sie geworben. Nehmen Sie den möglichen sportlichen Abstieg in Kauf und wechseln 2001 zum OFC?

Vasic: Über Vereinsgröße und sportliche Möglichkeiten besteht kein Zweifel, auch wenn Offenbach derzeit einige Probleme hat. Aber ich denke, man wird in Schweinfurt Verständnis haben, wenn ich demnächst eine Entscheidung treffe.

kicker: Bringen derlei Verhandlungen nicht Unruhe ins Team?

Vasic: Unsere Ergebnisse beweisen das Gegenteil. Aber Spieler wechseln, warum nicht auch Trainer?

kicker: Herr Kuntz, Ihr Einstieg als Trainer verlief bislang wie am Schnürchen. Bei Ihrer ersten Station wurden Sie mit Borussia Neunkirchen Oberliga-Meister, nun das bislang so erfolgreiche Engagement beim KSC. Wann sieht man Sie in der Bundesliga?

Kuntz: Ich muss erst noch weiter Erfahrungen sammeln. Bislang bin ich aber mit meiner Schritt-für-Schritt-Karriere zufrieden.

kicker: Andreas Brehme legte in Kaiserslautern einen gelungenen Einstand hin. Bereuen Sie es im Nachhinein, das Angebot des 1. FCK ausgeschlagen zu haben?

Kuntz: Erst mal: Es gab kein Angebot. Aber ich habe hier einen Vertrag, damit ist die Sache klar.

kicker: Rund ein Drittel der Runde ist absolviert. Was sind Ihre Eindrücke von der neuen, zweigleisigen Regionalliga?

Vasic: Die Liga ist viel ausgeglichener geworden, zudem sind die Teams taktisch und technisch besser geschult. Alles tendiert mehr Richtung Profifußball.

Kuntz: Es ist eine sehr attraktive Klasse, vor allem für junge Spieler.

kicker: Welche beiden Südklubs steigen am Saisonende in die Zweite Liga auf?

Kuntz: Das ist mir egal, solange einer der beiden Vereine KSC heißt.

Vasic: Karlsruhe erachte ich als sicher. Daneben kommen alle Teams in Frage, die derzeit unter den ersten sieben stehen.

Interview: Martin Gruener

Kicker News Beitrag 1608 - Freitag, Oktober 27, 2000 um 08:42:49 ()

Spitzentreffen in Karlsruhe im Mittelpunkt

Der 14. Spieltag in der Regionalliga Süd steht ganz im Zeichen des Spitzentreffens in Karlsruhe. Der Zweite KSC (26 Punkte) empfängt am Samstag den Tabellenführer Schweinfurt 05 (28 Punkte). Von einer Niederlage des KSC könnte Elversberg profitieren, das bei einem Sieg gegen Offenbach dann auf Platz zwei vorrücken würde. Im Tabellenkeller steht die Partie Jena gegen Pfullendorf im Blickpunkt. Bei einem Sieg könnte Jena den Anschluss wieder herstellen. Burghausen benötigt im Abstiegskampf mit seinem neuen Trainer Rudi Bommer im Heimspiel am Freitag gegen Mannheim drei Punkte.

Freitag 19 Uhr

Carl Zeiss Jena - SC Pfullendorf
Wacker Burghausen - VfR Mannheim
TSV München 1860 - VfR Aalen

Samstag 14 Uhr

Spfr. Siegen - SV Wehen

Samstag 14.30 Uhr

Jahn Regensburg - FC Bayern München

Samstag 15 Uhr

Darmstadt 98 - VfB Stuttgart
SV Elversberg - Kickers Offenbach
Karlsruher SC - FC Schweinfurt 05

Samstag 15.30 Uhr

Eintracht Trier - Rot-Weiss Erfurt

Rheinzeitung News Beitrag 1607 - Donnerstag, Oktober 26, 2000 um 14:34:57 ()

KSC kann mit Sieg im Schlagerspiel Spitzenreiter Schweinfurt ablösen

Von Holger Sperber, dpa

Stuttgart (dpa/lnw) - Am 14. Spieltag der Fußball-Regionalliga Süd steht das Spitzenspiel im Wildparkstadion im Blickpunkt: Der zweitplatzierte Karlsruher SC kann mit einem Sieg gegen Tabellenführer FC Schweinfurt 05 die Franken an der Spitze ablösen. Schon die Statistik belegt die Brisanz der Partie: Schweinfurt kommt als beste Auswärtsmannschaft (fünf Siege, ein Unentschieden in sechs Spielen) und gleichzeitig angriffstärkstes Team der Liga. Der KSC ist die heimstärkste Mannschaft der Liga (fünf Siege, ein Unentschieden bei 12:1 Toren) und hat die beste Abwehr von allen 18 Clubs.

Dafür hadert Karlsruhes Trainer Stefan Kuntz derzeit mit seinen Angreifern: "Die letzten Wochen ist es immer das Gleiche. Die Abwehr spielt überragend, aber die Offensive nutzt ihre Vorteile nicht." In Schweinfurt hat sich der Wirbel um Trainer Djuradj Vasic etwas gelegt. Der 44-Jährige wird wohl erst am Saisonende zu Kickers Offenbach wechseln. "Es wird Vasic schwer fallen, weg zu gehen, wenn wir weiter siegen", sagt Schweinfurts Präsident Gerhard Hertlein.

Die SpVgg 07 Elversberg bleibt auf Platz drei in Lauerstellung. Auch zuletzt bekam die Überraschungsmannschaft wieder viel Lob: "Das war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben", sagte Rainer Adrion, der Trainer der Amateure des VfB Stuttgart, nach dem 1:1. Am Samstag erwartet Elversberg Kickers Offenbach. Dort war die Amtsübernahme des Neuen Trainer-Duos Wilfried Kohls/Klaus Gerster Anlass für einen erneuten Führungskrach. OFC-Mäzen und Hauptsponsor Horst Jung forderte Gerster zum Rücktritt auf. Grund: Bei der Suche nach einem neuen Coach habe Gerster eine zu schwache Figur abgegeben.

Im Gegensatz zu den Kickers hat Wacker Burghausen recht schnell einen neuen Trainer gefunden. Am Donnerstag stellte der Verein Ex- Nationalspieler Rudi Bommer als neuen Trainer vor, nachdem man sich erst am vergangenen Sonntag vom bisherigen Coach Rainer Hörgl getrennt hatte. Bommer, 43 Jahre alter früherer Profi von Fortuna Düsseldorf, Bayer Uerdingen und Eintracht Frankfurt, der bereits am Vormittag das erste Training leitete, erhielt zunächst einen bis zum Saisonende befristeten Vertrag, allerdings mit einer Option auf weitere zwei Jahre. "Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit mit Herrn Bommer interessiert", erklärte Burghausens Abteilungsleiter Volker Radius vor dem Heimspiel am morgigen Freitag gegen den VfR Mannheim.

Beim FC Carl Zeiss Jena kann man sich nur schwach an ein Erfolgserlebnis erinnern. Der letzte Sieg datiert vom 16. August (2:0 gegen Jahn Regensburg). Jetzt soll es gegen den SC Pfullendorf klappen. Im Linzgau ist vor der Winterpause nicht an Neuverpflichtungen zu denken. "Wir können unseren Etat nicht so einfach aufstocken", sagt der Pfullendorfer Vorsitzende Manfred Walk. Allerdings konnte der SCP in dieser Woche Mittelfeldspieler Sinan Dautovic an den Verbandsligisten SB Heidenheim abgeben.

Der SV Darmstadt 98 erwartet die Amateure des VfB Stuttgart. SV- Trainer Michael Feichtenbeiner, ein gebürtiger Stuttgarter, feiert Wiedersehen mit dem Verein, bei dem er früher als Jugendtrainer tätig war. Mit dem bisherigen Saisonverlauf der "Lilien" ist Feichtenbeiner zufrieden: "Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als wir uns ausgerechnet haben. Doch das Saisonziel korrigieren wir erst nach oben, wenn wir auch in der Winterpause noch gut dastehen", sagte der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer. dpa/lnw gl eg yysw ze df

Rheinzeitung News Beitrag 1606 - Donnerstag, Oktober 26, 2000 um 09:45:59 ()

Drogenbeauftragte kritisiert DFB und Bayer

Hannover (dpa) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Christa Nickels, hat in der Drogen-Affäre um Christoph Daum harte Kritik an dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Bayer 04 Leverkusen geübt. Die parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium erklärte in einem Interview der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Donnerstagausgabe): "Es gibt leider generell in der Gesellschaft diese Tendenz: Solange jemand funktioniert, solange er seine Leistung bringt, verhält sich das Umfeld bei Drogenkonsum nach dem Beispiel der drei weisen Affen: Ich sehe nichts, ich höre nichts, ich sage nichts. Das war ja bei allem, was jetzt zu hören ist, auch bei Daum der Fall." Wenn es der Abhängige dann sozial oder gesundheitlich nicht mehr schaffe und es zum Absturz kommt, "lässt man ihn fallen, wie eine heiße Kartoffel".

Die Politikerin kritisierte nicht direkt die Beendigung des Arbeitsverhältnisse zwischen dem Bundesligaverein und Daum. Sie wies jedoch darauf hin, dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung Abhängigkeit und Sucht eine Krankheit sei. Nickels: "Mit Kranken und mit Menschen, die ein hohes Risiko laufen, krank zu werden, sollte man nicht auf dem Weg der Denunziation und der öffentlichen Anklage umgehen." Man sollte vielmehr sofort die Leute ansprechen und Wege der Hilfe aufzeigen. "Das sollte der Deutsche Fußball-Bund als positive Lehre aus dem Skandal ziehen."

Die Gesundheitspolitikerin verwies darauf, dass es ein Kooperationsabkommen der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung mit den Spitzenverbänden des Sportes gebe. Es stelle sicher, dass die Sportvereine mit Informationsmaterial versorgt würden. "Das scheint in der DFB-Spitze nicht angekommen zu sein", bemerkte Nickels.
Boulevard Baden News Beitrag 1605 - Donnerstag, Oktober 26, 2000 um 09:35:21 ()

Verletzungspech beim KSC

Neben Birk, Nagorny und Manga ist jetzt auch Kapitän Grimm angeschlagen

Karlsruhe. Das Verletzungspech beim Fußball-Regionalligisten Karlsruher SC reißt nicht ab. Jetzt hat es auch Marco Grimmm erwischt: Eine Einblutung in der Kapsel im Fußgelenk verursacht immer wieder eine Schwellung. Der KSC-Kapitän musste das Training abbrechen.
Prognose für einen Einsatz beim Topspiel am Samstag, 15 Uhr, gegen Schweinfurt 04? Es könnte klappen - Grimm will auf alle Fälle dabei sein, wird wohl die Zähne zusammenbeißen. Auch die Trainingspause dürfte den Abwehrrecken nicht aus dem Rhythmus bringen.

Neben Marco Grimm sind bekanntlich auch Carsten Birk (Archillessehnenprobleme) und Vitus Nagorny (Adduktorenverletzung) angeschlagen. Ben Manga befindet sich wegen Problemen im Brustwirbel-Bereich in Behandlung und Michael Zepek ist aufgrund seiner roten Karte gegen die Kickers Offenbach am Samstag mit Sicherheit nicht dabei. Stefan Kuntz plagen also große Aufstellungssorgen für das Top-Spiel im heimischen Wildpark. (til/cal)
Boulevard Baden News Beitrag 1604 - Mittwoch, Oktober 25, 2000 um 20:03:14 ()

Schütterle wird DRK-Botschafter

Ex-Profi des KSC engagiert sich für die „Erste Hilfe” / Autogrammstunde auf der „offerta”

Karlsruhe. Auf der offerta (28. Oktober bis 5. November) wird Rainer Schütterle, Ex-Bundesliga-Profi des Karlsruher SC, am Sonntag, den 29. Oktober um 14 Uhr zum „Rotkreuz-Botschafter” des DRK Kreisverband Karlsruhe ernannt. Die Ernennung findet in der Stadthalle auf dem Stand des DRK statt. Anschließend wird Rainer Schütterle eine Autogrammstunde geben.

BB fragte Schütterle vorab, warum er sich beim DRK engagieren möchte. Hier sein Statement:
Rainer Schütterle: „Ich mag Menschen. Und ich habe mich in allem, was ich bislang getan habe, über sie definiert. Als Fußballer, wie auch privat. Dabei stets Menschlichkeit walten zu lassen, war mir immer wichtig. Auch meine Kinder geben mir Grund mich mit zwischenmenschlichen Themen auseinanderzusetzen. Ich habe mir als Vater vorgenommen hier immer ein Vorbild zu sein; und so will ich nun auch andere Menschen dafür begeistern zu helfen.

Im Deutschen Roten Kreuz habe ich bereits unterschiedliche Menschen kennengelernt. Was deren Herkunft, Motivation, Charaktere und Ideen, ja sogar Nationalitäten angeht. Aber alle sind einem Ziel verbunden: zu helfen und Gutes zu tun. Das hat mir imponiert und Mut gemacht, für eine Sache einzustehen, die von vielen Leuten als geradezu selbstverständlich gesehen wird. Im Alltag, wenn es darauf ankommt, entscheiden sich viele dazu, lieber wegzuschauen. Ich möchte diese Menschen dafür begeistern mitzumachen. Zu helfen! Die Bandbreite, mit der ich mich als Botschafter einsetzen kann, ist groß und vielfältig. Ob für die Werbung von Mitgliedern oder Propaganda für die Erste Hilfe Ausbildung ob als Organ für Spendenaufrufe ob an Karlsruher Schulen oder in überregionalen Kampagnen - die Aufgabe erfüllt mich, gibt mir neue Denk- und Sichtweisen und ist genau die richtige Alternative zum bunten Fußballgeschehen.

Hilfe geht aber auch schon im Kleinen los. Was würde so mancher machen, wenn er plötzlich an einem Unfallort vorbeikommt oder ein Unfall im Haus passiert? Ist jeder fit in Erster Hilfe? Jeder ist einmal auf die Hilfe von Freunden oder Familienangehörigen angewiesen. Deshalb: Es ist ein gutes Gefühl, fit in Erster Hilfe zu sein!

Ich persönlich finde es wichtig, die zahlreichen Aktivitäten des DRK zu unterstützen. Wer mit mir gemeinsam helfen will, kann dies telefonisch unter der Rufnummer 07251/922-101 oder bei der Volksbank Karlsruhe (BLZ661 900 00, Kto.33 111 Kennwort: Spende) tun.
Kicker News Beitrag 1603 - Dienstag, Oktober 24, 2000 um 07:59:03 ()

Kick. Offenbach - Karlsruher SC 0:0

Das neue Offenbacher Trainerduo Klaus Gerster und Wilfried Kohls wartete mit einer taktischen Neuerung auf: Der etatmäßige Libero Stefan Dolzer rückte vor ins Mittelfeld, wodurch eine Zweier-Abwehrkette Mann gegen Mann und ohne Absicherung agierte. Zudem stürmte Graf nach seinem Kreuzbandriss zum ersten Mal von Beginn an, Ertl und Dama ersetzten Glöckner und Sarfo. Beim Tabellenzweiten Karlsruhe erhielt Nagorny erneut von Coach Stefan Kuntz den Vorzug vor Fabus, Rothenbach ersetzte wie erwartet den Rot-gesperrten Zepek.

Offenbach trat von Beginn an mit viel Engagement und Offensivkraft auf, um die schlechten Heimvorstellungen der jüngeren Vergangenheit vergessen zu machen, musste aber eine frühe Schrecksekunde überstehen. Der nach einem schnell ausgeführten Freistoß durchgebrochene Nagorny wurde jedoch von Keeper Thier abgedrängt (17.).

Danach hatte der OFC bis in die Mitte der zweiten Halbzeit hinein deutliche Feldvorteile, während bei den zu passiven Badenern nur Birk für Entlastung sorgte. Jedoch schoss Ertl links daneben, Kolingers Kopfball klärte Rothenbach auf der Linie. Der agile Graf, der viel rochierte und mit Speth und Dama über die linke Seite einige
gute Angriffe vortrug, fand in KSC- Keeper Walter seinen Meister.

Ein Bruch ging durch das Spiel der Offenbacher, nachdem die Kuntz- Elf durch Thijs Waterinks Kopfball, den Speth von der Linie kratzte, beinahe in Führung gegangen wäre. Der KSC kam in der Folgezeit zu einigen viel versprechenden Kontermöglichkeiten, wobei der eingewechselte Martin Fabus eine unglückliche Rolle spielte: Zunächst wurde er frei am Strafraum stehend von Teo Rus nicht angespielt, dann rutschte er um Zentimeter am Ball vorbei und schließlich köpfte der 23-jährige Slowake knapp neben das Tor.

Jürgen Mai

- Iradj Rahimpur News Beitrag 1602 - Montag, Oktober 23, 2000 um 09:34:53 ()

Kickers Offenbach - Karlsruher SC 0:0

Freitag, 20. Oktober 2000 19:30 Uhr
Kickers Offenbach - Karlsruher SC 0:0
8.000 Zuschauer

Während der ersten 10 Minuten liefen die OFC-Stürmer gleich 5 Mal ins Abseits. Einmal (3. Min) war der Ball sogar im KSC-Tor. In der 13. Minute gab es die erste dicke Torchance für den KSC. Ein schnell ausgeführter Freistoß brachte Vitus Nagorny im Strfraum in Schußposition, während die OFC-Spieler noch zusahen, wie der Schiedsrichter Patrick Dama wegen dessen Foul an Werner Heinzen ermahnte. Nagorny traf lediglich das Außennetz. In der Folge verloren die Offenbacher viele Zweikämpfe, was dem KSC Dominanz im Mittelfeld bescherte. Völlig überraschend kam nach 20. Minuten Stefan Ertl in Schußposition, aber auch er traf nur das Außennetz.
Vor der Pause hatte die sehr gut spielende KSC-Abwehr nur noch eine brenzlige Situation zu überstehen, als Tobias Weis nach 24 Minuten unglücklich über den Ball schlug. Das Spielgeschehen spielte sich auf einem immer engeren Raum ab, da hüben wie drüben die Abseitsfallen regelmäßig zuschnappten. Bis zur Pause hatte der KSC dann auch mehr Probleme mit dem Schuhwerk als mit dem Gegner.
Der nach hinten enorm fleißige Vitus Nagorny mußte bereits nach 32. Minuten verletzungsbedingt die Partie beenden. Mit der Einwechslung von Martin Fabus änderte sich ein wenig das taktische Konzept des KSC. Sekunden vor der Pause setzte sich Carsten Birk über links bis zur Grundlinie durch. Statt den mutterseelenallein, am langen Pfosten wartenden, Aydin Cetin, bediente er mit einem Rückpaß den abgeschirmten Martin Fabus.

Paukenschlag Sekunden nach Wiederanpfiff: der KSC hatte eine Großchance, aber Aydin Cetin erreicht den Ball erst Zentimeter hinter der Torauslinie. Das OFC-Spiel wurde immer monotoner - nahezu alle Angriffsbälle wurden steil in den Gästestrafraum geschlagen. Thijs Waterink bedankte sich dafür, er erreichte all diese Bälle. In der 53. Minute setzte sich Daniel Graf mit einem Solo über das halbe Spielfeld einmal durch. Sein Schuß wurde vom erneut unbezwungenen Thomas Walter zur Ecke abgewehrt.
Die Chancen des KSC häuften sich nun. In der 61. Minute wurde ein Kopfstoß gerade noch vor der Torlinie aus dem Tor geköpft. Auch die mustergültige Angriffsstafette, in der 65. Minute von Martin Fabus eingeleitet, von Theo Rus mit der Hacke an Ben Manga weitergeleitet, der erneut auf Martin Fabus flankte, führte zu keinem KSC-Treffer. Aus dem Gegenzug des OFC entwickelte sich eine Eckballstafette von 3 Eckbällen für den OFC, die alle erfolglos blieben.

Der KSC spielte in der Abwehr und im Mittelfeld sehr sicher und selbstbewußt, dem OFC war in vielen Spielszenen die Verunsicherung anzumerken. Diese äußerte sich durch ungenaues Zuspiel und Zweikampfschwäche. Der KSC verschenkte in diesem Spiel zwei Punkte, denn im gegnerischen Strafraum konnte aus der Vielzahl von guten Möglichkeiten kaum einmal ein gefährlicher Torschuß erzeugt werden. So auch in der 77. Spielminute, als ein - wie aus dem Lehrbuch geschlagener - Diagonalpaß von Tobias Weis Theo Rus erreicht. Rus' Schuß aus 20 Metern geht über das Tor. Den, sich völlig frei gelaufenen, Martin Fabus auf der linken Seite hatte Theo Rus wohl nicht gesehen.

Mit Michael Köpper, haben sich die OFC-Fans einen Buhmann ausgesucht, dem sie die erfolglose Spielweise ihres Teams zuschrieben.

KSC-Möglichkeiten in der letzten Viertelstunde gab es praktisch im Minutentakt. In der 82. Minute verpaßte Martin Fabus eine Superhereingabe von Werner Heinzen. Ben Manga, trifft aus spitzem Winkel in der gleichen Spielsituation nur das Außennetz. Eine Minute später streift ein Fabus-Kopfball am linken Pfosten vorbei. In der 84. Minute prallen Torwart Cesar Thier und Matthias Dworschak am Strafraumeck zusammen. Angesichts der totalen Verwirrung im OFC-Strafraum kombiniert der KSC vor dem OFC-Gehäuse, bis letztendlich Werner Heinzen über die Querlatte zieht.

Kuriosum in den Schlußsekunden: Machado "Marcio"-Rodriguezwird gerade noch rechtzeitig für Nazir Saridogan eingewechselt, um nicht auf der Bank sondern auf dem Spielfeld den Schlußpfiff zu hören.

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: - Marco Grimm (11.), Theo Rus (68.)

Kickers Offenbach:
Aufstellung: 21 Cesar Thier - 2 Matthias Dworschak, 4 Michael Köpper, 5 Stefan Dolzer - 6 Patrick Dama, 7 Lars Schmidt, 8 Daniel Graf, 12 Dubravko Kolinger - 16 Stefan Ertl, 17 Oliver Speth, 18 Nazir Saridogan (90. 25 Machado "Marcio"-Rodriguez
Trainer:

Karlsruher SC:
Aufstellung: 1 Thomas Walter - 25 Thijs Waterink, 3 Marco Grimm, 24 Carsten Rothenbach - 2 Werner Heinzen, 21 Carsten Birk (60. 17 Ben Manga), 4 Holger Seitz, 10 Tobias Weis, 7 Theo Rus, 9 Vitus Nagorny (32. 11 Martin Fabus), 12 Aydin Cetin (69. 6 Dirk Fenkler)
Trainer: Stefan Kuntz

Schiedsrichter:
Rheinzeitung News Beitrag 1601 - Sonntag, Oktober 22, 2000 um 21:04:14 ()

Vor Gipfeltreffen: Schweinfurt und KSC mit Sand im Getriebe

Von Rolf Zeides, dpa

München (dpa/lnw) - Der FC 05 Schweinfurt und der Karlsruher SC konnten eine Woche vor dem direkten Duell in der Fußball-Regionalliga Süd nicht überzeugen. Beim 2:2 vor 2.800 Zuschauern auf eigenem Platz gegen die Amateure des TSV 1860 München war bei dem unterfränkischen Tabellenführer ebenso Sand im Getriebe wie beim Tabellen-Zweiten Karlsruher SC beim 0:0 im Zweitliga-Absteiger-Duell bei den Offenbacher Kickers. Vor 8.000 Zuschauern schafften es auch am 13. Spieltag Offenbachs Vizepräsident Wilfried Kohls und Manager Klaus Gerster als Nachfolger-Trainergespann von Peter Neururer und Dragoslav Stepanovic sowie Übergangslösung Knut Hahn nicht, gegen den KSC den zweiten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen.

Offenbachs Manager Gerster ist in Schweinfurt ein "rotes Tuch". Die Ankündigung von Gerster, dass Schweinfurts umworbener Trainer Djuradj Vasic bereits die Kickers-Mannschaft gegen den KSC betreut, löste starke Verärgerung bei den Unterfranken aus. FC 05-Vorsitzender Gerhard Hertlein war sauer: "Wir können die Offenbacher nur damit strafen, dass wir weiter siegen. Dann fällt es unserem Trainer schwer, von uns weg zu gehen." Das Interesse von Offenbach an Vasic scheint inzwischen "abgekühlt" zu sein. Ärger ist bei den Offenbachern jedenfalls programmiert, da ein Kickers-Sponsor den Rücktritt von Manager Gerster fordert.

Vasic selbst ("in Offenbach Trainer zu sein, ist immer noch eine Herausforderung") sieht vor dem Gipfeltreffen am kommenden Samstag beim KSC seine Schweinfurter Mannschaft als gleichwertig an. "Wir können mit dem KSC mithalten", meinte Vasic, der allerdings nach sechs Siegen in Serie und dem Remis gegen die seiner Meinung nach besseren 1860-Amateure auch betonte: "Es wird von Woche zu Woche schwieriger, zu siegen. Alles ist heiß auf uns." Gegen 1860 München konnte das Vasic-Team auch in Unterzahl - Gröger erhielt in der 71. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte - noch den 2:2-Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Steffen Rögele erzielen.

Während Offenbachs Vizepräsident Wilfried Kohls ("Wir haben die Tugenden der Kickers auf den Bieberer Berg wieder zurück gebracht") mit dem 0:0 gegen den KSC zufrieden war, haderte KSC-Trainer Stefan Kuntz: "Mit der Offensivleistung war ich nicht zufrieden. Wir konnten unsere konditionellen Vorteile nicht in drei Punkte umsetzen."

Die Überraschungsmannschaft SpVgg Elversberg kam am Sonntag bei den Amateuren des VfB Stuttgart zu einem 1:1, während die Amateure des FC Bayern München mit dem 3:1 gegen den SV Wacker Burghausen den punktgleichen Gegner in der Tabelle überholte. Der VfR Aalen spielte nach drei Siegen in Folge beim 1:1 gegen die SF Siegen vor 2.400 Zuschauern unglücklich, behauptete aber Rang vier. Die Siegerländer rangieren auf Platz 13. Weiter auf den zweiten Heimsieg muss der VfR Mannheim warten. Gegen den SV Darmstadt 98 reichte es vor 1.700 Besuchern nur zu einem 1:1. In den bisherigen sieben Heimspielen holten die Mannheimer nur fünf Zähler und erzielten nur drei Tore bei zehn Gegentreffern. Auswärts dagegen sieht die Bilanz des VfR, der am kommenden Freitag in Burghausen antritt, erfreulich aus: 14 Punkte in sechs Spielen und ein Torverhältnis von 18:7.

Den einzigen Auwärtssieg landete der SSV Jahn Regensburg mit 4:2 bei Rot-Weiß Erfurt. Vor 3.300 Zuschauern hatten die Oberpfälzer mit gutem Konterfußball Erfolg. "Ich bin maßlos enttäuscht, schließlich wollten wir uns im oberen Tabellenteil festsetzen", meinte Erfurts Trainer Frank Engel, der die "Hauptschwäche seiner Elf im Spielaufbau aus dem Mittelfeld heraus" sah. Jahn-Coach Carsten Wettberg war hin- und hergerissen: "Ein Spiel zum Verrücktwerden, aber wir fahren zu Recht mit drei Punkten nach Hause", war sein Fazit.

Schlusslicht ist jetzt Carl Zeiss Jena. Die auswärts noch sieglosen Thüringer verloren vor 650 Besuchern beim SV Wehen mit 2:3 und kassierten die achte Saisonniederlage, obwohl sie mit 2:0 geführt hatten und in der 52. Minute noch einen Foulelfmeter durch Aleksandar Jovic, der an Torhüter Christian Lache scheiterte, vergaben. Doch nach der Rote Karte für Kapitän Dejan Raickovic (69.) schafften die Wehener die keineswegs verdiente Wende. Gerecht mit 1:1 trennten sich dagegen der SC Pfullendorf und Eintracht Trier. dpa/lnw yyby gd

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